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STIFTER-FORSCHUNG

Leitung: Mag.a Dr.in Petra-Maria Dallinger, Tel.: +43 (0)732/7720/11297
Kontakt: Ulrike Grafenhofer, Tel.: +43 (0)732/7720/11295

Ausgangspunkt und erster Hauptschwerpunkt der Entwicklung des Adalbert-Stifter-Instituts (jetzt: StifterHaus) war von der Gründung im Jahr 1950 an zunächst die Stifter-Forschung.

Bereits von den fünfziger Jahren an entfaltete das Institut in diesem Bereich überregionale und internationale Wirkungsmöglichkeiten als anerkanntes Stifter-Forschungszentrum durch die Zusammenarbeit mit Stifter-ExpertInnen an den Universitäten, mit SchriftstellerInnen und PublizistInnen. Dazu wurde ein Beirat von ordentlichen und korrespondierenden Mitgliedern des Institutes im In- und Ausland eingerichtet.

Die Publikationen über Stifter in der Vierteljahresschrift (1952-1993, danach: Jahrbuch) geben davon ebenso Zeugnis wie die internationalen Symposien im In- und Ausland, u. a. 1983 in London, 1986 in München und Linz, 1989 in Linz, 1993 in Antwerpen, 2000 in Krumau, mehrfach in den USA sowie in Russland. Seit 1990 wurde die gemeinsam mit der Landes-Kulturabteilung erarbeitete, jeweils zweisprachige Ausstellung "Adalbert Stifter - schrecklich schöne Welt" in zahlreichen Städten in ganz Europa gezeigt, von Antwerpen und Amsterdam über Prag und Krakau bis Nishnij Nowgorod. Bisheriger Höhepunkt der Aktivitäten war der 200. Geburtstag Adalbert Stifters, welcher im Jahr 2005 ("Stifterjahr") mit zahlreichen Projekten, Ausstellungen und Veranstaltungen in Oberösterreich, Südböhmen und darüber hinaus begangen wurde.

An der neuen "Historisch-Kritischen Ausgabe der Werke und Briefe Adalbert Stifters" mit Sitz in München ist das StifterHaus als Partner beteiligt. Seit 1978 sind 26 Bände erschienen - der Hauptteil der poetischen Werke und ein Teil der essayistischen Schriften.




Neue Adalbert-Stifter-Ausgabe: Zwischenbilanz
Von Johann Lachinger

Die "Historisch-Kritische Ausgabe der Werke und Briefe Adalbert Stifters" ist ein deutsch-österreichisches Gemeinschaftsunternehmen, das auf die Anregung des Münchner Literaturwissenschaftlers Prof. Hermann Kunisch beim Internationalen Adalbert-Stifter-Symposion in Bad Hall 1968 zurückgeht.

Von Beginn an durch Subventionen österreichischer und deutscher Institutionen gefördert, wurde das von Prof. Alfred Doppler (Innsbruck) seit 1971 und Prof. Wolfgang Frühwald (seit 1976 in der Nachfolge von Prof. Kunisch) als Hauptherausgebern verantwortete Projekt durch die Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft fortgeführt, bevor es schließlich 1986 in das deutsche Akademien-Programm des Bundes und der Länder aufgenommen wurde. Sitz der Redaktion ist seitdem die Kommission für neuere deutsche Literatur an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München, die Bandherausgeberinnen und -herausgeber arbeiten in Innsbruck, Salzburg, Linz und München.

Im Frühjahr 2000 löste Prof. Hartmut Laufhütte (Passau) Wolfgang Frühwald als Hauptherausgeber der zum gegenwärtigen Zeitpunkt von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, der Oberösterreichischen Landesregierung, dem Adalbert-Stifter-Institut des Landes OÖ., dem Bundesministerium für Bildung und Forschung der Bundesrepublik Deutschland sowie dem Bayerischen Staatsminsterium für Wissenschaft, Forschung und Kunst unterstützten Ausgabe, ab.

Seit 1978 sind innerhalb der im Kohlhammer-Verlag Stuttgart erscheinenden Ausgabe insgesamt 26 Bände herausgekommen, davon seit 1996 allein zehn Bände. Sie umfassen bis jetzt den Hauptteil der poetischen Werke und einen Teil der essayistischen Schriften Stifters, die nun in verschiedenen Fassungen und mit wissenschaftlichen Kommentaren versehen vorliegen.

Die Grundlage für die Überlieferung und Interpretation des Werkes Stifters sind die authentischen Texte. Mit ihrer Darstellung in den wissenschaftlichen Ausgaben, in denen auch der Briefwechsel und Lebenszeugnisse vermittelt werden, wird eine Basis erarbeitet, die das Gesamtbild des Stifterschen Werkes und seine kulturgeschichtliche Bedeutung - insbesondere auch für Oberösterreich - repräsentiert, und zugleich ein Werk für die Zukunft ist.




Folgende Bände sind bis jetzt erschienen:

1,1 Studien. Journalfassungen. Erster Band.
Herausgegeben von Helmut Bergner und Ulrich Dittmann. 1978.
1,2 Studien. Journalfassungen. Zweiter Band.
Herausgegeben von Helmut Bergner und Ulrich Dittmann. 1979.
1,3 Studien. Journalfassungen. Dritter Band.
Herausgegeben von Helmut Bergner und Ulrich Dittmann. 1980.
1,4 Studien. Buchfassungen. Erster Band.
Herausgegeben von Helmut Bergner und Ulrich Dittmann. 1980.
1,5 Studien. Buchfassungen. Zweiter Band.
Herausgegeben von Helmut Bergner und Ulrich Dittmann. 1982.
1,6 Studien. Buchfassungen. Dritter Band.
Herausgegeben von Helmut Bergner und Ulrich Dittmann. 1982.
1,9 Studien. Kommentar. Von Ulrich Dittmann.
Redaktion: Walter Hettche. 1997.
2,1 Bunte Steine. Journalfassungen.
Herausgegeben von Helmut Bergner. 1982.
2,2 Bunte Steine. Buchfassungen.
Herausgegeben von Helmut Bergner. 1982.
2,3 Bunte Steine. Ein Festgeschenk. Apparat. Kommentar. Teil I.
Herausgegeben von Walter Hettche. 1995.
2,4 Bunte Steine. Ein Festgeschenk. Apparat. Kommentar. Teil II.
Herausgegeben von Walter Hettche. 1995.
3,1 Erzählungen. 1. Band.
Herausgegeben von Johannes John und Sibylle von Steinsdorff.
Redaktion: Johannes John. 2002.
4,1 Der Nachsommer. Eine Erzählung. Erster Band.
Herausgegeben von Wolfgang Frühwald und Walter Hettche. 1997.
4,2 Der Nachsommer. Eine Erzählung. Zweiter Band.
Herausgegeben von Wolfgang Frühwald und Walter Hettche.
Redaktion: Johannes John. 1999.
4,3 Der Nachsommer. Eine Erzählung. Dritter Band.
Herausgegeben von Wolfgang Frühwald und Walter Hettche.
Redaktion: Johannes John. 2000.
5,1 Witiko. Eine Erzählung. Erster Band.
Herausgegeben von Alfred Doppler und Wolfgang Wiesmüller. 1984.
5,2 Witiko. Eine Erzählung. Zweiter Band.
Herausgegeben von Alfred Doppler und Wolfgang Wiesmüller. 1985.
5,3 Witiko. Eine Erzählung. Dritter Band.
Herausgegeben von Alfred Doppler und Wolfgang Wiesmüller. 1986.
5,4 Witiko. Apparat, Kommentar. Teil I.
Von Alfred Doppler und Wolfgang Wiesmüller.
Redaktion: Johannes John. 1998.
5,5 Witiko. Apparat, Kommentar. Teil II.
Von Alfred Doppler und Wolfgang Wiesmüller.
Redaktion: Johannes John. 2001.
6,1 Die Mappe meines Urgroßvaters. 3. Fassung. Lesetext.
Herausgegeben von Herwig Gottwald und Adolf Haslinger unter Mitarbeit von Walter Hettche.
Redaktion: Johannes John. 1998.
6,2 Die Mappe meines Urgroßvaters. 4. Fassung. Lesetext.
Herausgegeben von Herwig Gottwald und Adolf Haslinger unter Mitarbeit von Johannes John.
Redaktion: Johannes John. 2004.
6,3 Die Mappe meines Urgroßvaters. 3. und 4. Fassung. Integraler Apparat.
Von Herwig Gottwald und Adolf Haslinger unter Mitarbeit von Walter Hettche.
Redaktion: Johannes John. 1999.
8,1 Schriften zu Literatur und Theater.
Herausgegeben von Werner M. Bauer.
Redaktion: Walter Hettche. 1997.
9,1 Wien und die Wiener, in Bildern aus dem Leben.
Herausgegeben von Johann Lachinger.
Redaktion: Johannes John. 2005.


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