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REZENSIONEN
Ich will rauchen!
Egyd Gstättner: "Absturz aus dem Himmel"

Von Christian Pichler

Noch nicht einmal vierzig, und schon einen Herzinfarkt? Egyd Gstättners wütendes Anschreiben gegen die Menschen, gegen das Leben kommt gegen Ende auf den Punkt. Ja, sicher, was ist schon ein Herzinfarkt verglichen mit dem Leiden des Herrn Jesus am Kreuz? Fürsorgliche ...  mehr  




Ich ist ein Anderer
Doron Rabinovici: „Andernorts”

Von Christian Pichler

Wer bin ich? An sich schon eine knifflige Frage. Noch kniffliger, wenn jemand jüdische Wurzeln hat. Doron Rabinovici lässt seinem Helden via Tonband ausrichten, überall auf der Welt werde er als Israeli gesehen, bloß in Israel gelte er als Wiener. Stimmen der Toten: Die ...  mehr  




Heimat Oberösterreich? Zuneigung und Distanz
Dominika Meindl: „In der Heimat der Fußkranken”

Von Christian Pichler

Was bedeutet bloß das seltsame Wort „Fußkranke” im Buchtitel? Kurz erklärt: Seit Urzeiten durchwandern fremde Völker Oberösterreich. Jene mit Blasen an den Füßen können nicht weiterwandern und bleiben einfach hier. Was zweierlei bedeutet: Aus diesem Völkergemisch ...  mehr  




Der Mann, er oder ich
Harald Gsaller: "Zwang"

Von Christian Pichler

Der spätkapitalistische effiziente Mensch, wie von der Wirtschaft gewünscht, ist ein hochneurotisches Wesen. Entsprechend leidet Harald Gsallers "Held" in seinem jüngsten Werk nicht bloß unter Zwangsvorstellungen, sondern heißt auch gleich so: Zwang. Genüsslich schildert ...  mehr  




Die Die Nie Satt Werden
Walter Kohl: „Das leere Land”

Von Christian Pichler

Walter Kohl stellt ein Zitat Trent Reznors („Nine Inch Nails”) seinem jüngsten Roman voran: „You could have it all, my empire of dirt.” („Hurt”) Sicher, das „Reich des Drecks”, die Vergangenheit wird diesen Ich-Erzähler absehbar einholen. Ein anderes pophistorisches ...  mehr  




Kämpfen oder wie das Wasser sein?
Reinhold Aumaier, Peter Assmann, Günther Kaip, Richard Wall:

Von Christian Pichler

Der etwas in die Jahre gekommenen "Boygroup" seiìs gegönnt. Bei der
Buchpräsentation von der gleichnamigen Literaturtruppe "Sinnenbrand"
im Linzer Stifterhaus wurde spätestpubertärer Übermut ausgelebt,
einander mit Papierkugeln beworfen (auch das werte Publikum ...  mehr  




Vermessung und Anmaßung
Petra-Maria Dallinger, Georg Sebastian Hofer (Hg.): „Die Rampe. Re”

Von Christian Pichler

In Stanislaw Lems phantastischem Roman „Solaris” werden Astronauten zu einem seltsamen Planeten geschickt. Die Astronauten fühlen sich bedroht, angegriffen, wollen des Planeten irgendwie habhaft werden. Lem setzt eine großartig philosophische Schlusspointe: Der Planet ...  mehr  




Eiskalte Denkerstirn, warmes Herz
Reinhold Aumaier: „Beischlafpulver. 99 Sekunden-Romane”

Von Christian Pichler

Reinhold Aumaier zählt zu den unbeachtetsten Sprachkünstlern des Landes. Vielleicht auch deshalb, weil er Humor hat. Dass diese Fähigkeit auch mit Tiefsinn zusammengehen kann, erschließt sich nicht jedem in diesem Land sofort. Alleine der Titel dieser „99 Sekunden-Romane” ...  mehr  




Selbstironie, Ernst, Allzumenschliches
Paul Jaeg: "abtasten oder zuwarten. Lyrik"

Von Christian Pichler

Paul Jaegs jüngster Gedichtband ist eine wahre Fundgrube für jene, die
nach Selbst- und Lebenserkenntnis streben. Dies auch noch eingebettet
in höchst genießbare Poesie. Zufällig die Seiten 32/33 aufgeschlagen,
und sogleich auf zwei kürzeste Texte gestoßen ...  mehr  




Sogar das Schicksal tritt ab
Günther Kaip: "Im Fahrtwind. Miniaturen"

Von Christian Pichler

Günther Kaip zählt zu jenen Autoren, die man andauernd zitieren
möchte, auf dass nicht das öde Geschnattere der Kritiker-Zunft diese
Prosa-Gedichte (Kaip nennt sie bescheiden "Miniaturen") zer---
fleddere, zerstöre? Aber es muss sein. "Im Fahrtwind" heißt ...  mehr  




Gekreuzigt für alle Raucher Europas
Adelheid Dahimène: "Rauchernovelle"

Von Christian Pichler

Wer Depressionen hat, denkt sich vielleicht noch Abschiedsbriefe aus. Dieser Art:
"Die Menschen sind das Letzte, ich bin der letzte Mensch ... Selig im Herrn entschlafen (für meine Tante) am 17. Februar 2008. Sterben ging einfach nicht ohne Pathos und ich fand den ganzen ...  mehr  




„Dem Ritter Camelot und ihrem Tod entgegentreibend”
Evelyn Grill: „Das Antwerpener Testament”

Von Helmut Sturm

Mit dem hier vorgestellten Buch wäre die Liste der Werke Evelyn Grills auf ihrem Eintrag bei Wikipedia bei Nummer zehn. Sie publiziert seit 1980. Evelyn Grill gehört also zu den Schriftstellerinnen, die sich vom Literaturbetrieb nicht völlig vereinnahmen lassen, nicht alles ...  mehr  




Erwachsen werden, um zu sterben
Günter Wels: "Maitage. Erzählungen"

Von Chistian Pichler

Die Mutter isst mit dem Sohn eine wässigre Kartoffelsuppe. Währenddessen rücken US-Truppen in die Stadt ein. Es sind die "Maitage" des Jahres 1945, als das "1000-jährige Reich" kapitulierte. Die Menschen jubeln am Hauptplatz. Die Mutter ist ganz schlecht gelaunt. Ihr Mann, ...  mehr  




Selber denken, auch wenn es mühsam ist
Hg. Petra Maria Dallinger, Claudia Lehner: "Erzählte Geschichte.
Kindheiten und Heranwachsen in Oberösterreich im 20. Jahrhundert"

Von Christian Pichler

Was ist Punk? Um 1979 war diese Musikrichtung und anarchistische
Lebenshaltung noch kaum in Österreich angekommen (und in der Heimat ...  mehr  




Wenn zwei Pop-Giganten kommunizieren
Austrofred: „Du kannst dir deine Zauberflöte in den Arsch schieben”

Von Christian Pichler

Anton Zeilinger sei Dank. Können doch mithilfe seiner quantenphysikalischen Experimente zwei Giganten ihres Metiers über die Jahrhunderte hinweg per Briefwechsel korrespondieren. Hie der sattsam bekannte ...  mehr  




Der Anfang, das Ende, dazwischen Ekstase
Wilfried Steiner: „Bacons Finsternis”

Von Christian Pichler

Wir werden geboren. Wir sterben. Das ist alles. Zwischendurch erleben wir Liebe und Freude, Einsamkeit und Schmerz. Wir sind auf der Welt, um herumzufurzen, meinte sinngemäß der leider verstorbene US-Autor Kurt Vonnegut. Und um es ...  mehr  




Vor der Flut
Gabi Kreslehners Romandebut „In meinem Spanienland”

Von Helmut Sturm

Gabi Kreslehner, 1968 in Ottensheim geboren, wuchs mit sechs Geschwistern auf einem Bauernhof auf. Sie ist ausgebildete Hauptschullehrerin für Deutsch, Technisches Werken und Bildnerische Erziehung. Der Eintrag auf Wikipedia ...  mehr  




Eine Nachkriegskindheit in Linz
Katharina Rieses „Skizzenbuch” „Vilma heiratet ihre Enkelin”.

Von Helmut Sturm

Katharina Riese (Rosa Brenner) wurde 1946 in Linz geboren, lebt seit 1964 in Wien. Sie hat zunächst Landwirtschaft und Glasmalerei studiert bevor sie zu Volkskunde und Kunstgeschichte wechselte. Sie studierte in ...  mehr  




Was bleibt, was bleiben sollte
Klaus Kastberger, Kurt Neumann: "Grundbücher der österreichischen Literatur seit 1945. Erste Lieferung"

Von Christian Pichler

"Übrigens habe ich Konrad Bayer niemals interpretiert. In einem Aufsatz vor langer Zeit habe ich interpretiert, warum man die Texte Konrad Bayers nicht interpretieren ...  mehr  




Hausmütterchen? Aufklärerin!
Christa Gürtler (Hg.): "Marlen Haushofer. Ich möchte wissen, wo ich hingekommen bin!"

Von Christian Pichler

"Eigentlich kann ich nur leben, wenn ich schreibe u. da ich derzeit nicht schreibe, fühle ich mich versumpft und ekelhaft." Eintrag Marlen Haushofers im einzig erhaltenen Tagebuch vom ...  mehr  




Dichters Stimme in lauter Welt
Richard Wall: „Unter Orions Lidern. Gedichte”

Von Christian Pichler

Poeten sind schon seltsame Wesen. Wollen sie denn nicht und nicht einsehen, dass öffentlich (und nicht zuletzt politisch) ohnehin nur noch Worthülsen abgesondert werden? Und da erdreisten sich diese Außenseiter noch immer, ...  mehr  




Großmaul, Sturschädel, Kommunist
Erwin Riess: „Herr Groll und der rote Strom. Roman”

Von Christian Pichler

Wer ist hier die angeschlagenere Existenz: Herr Groll, der Rollstuhlfahrer (liebevoll nennt er sein Gefährt „Joseph III.”), der sich als einer der letzten aufrechten Kommunisten irgendwie durchs Leben schlägt und sich mit seiner juristisch fragwürdigen „Firma” ISTROS ...  mehr  




Präzision und Protest
Richard Wall: „Wortwerkstätten Michael Guttenbrunners. Fotos und Texte. Mit ausgewählter Prosa aus dem Nachlass”

Von Christian Pichler

Michael Guttenbrunners Biographie ist bemerkenswert: 1919 wurde er in Althofen/Kärnten als Kind sozialdemokratisch gesinnter Eltern geboren. Später besucht ...  mehr  




Erlösung vertagt
Peter Henisch: „Der verirrte Messias”

Von Christian Pichler

Ein ihr unbekannter Mann nähert sich Barbara auf dem Flug nach Israel. Barbara ist Literturkritikerin und hat soeben die Frankfurter Buchmesse „überstanden”. Der Fremde ist ihr unangenehm, aufdringlich. Er beklagt, dass in der ...  mehr  




Das große Fressen
Beatrix Müller-Kampel, Wolfgang Schmutz: „Williges Fleisch, schwaches Federvieh. Das österreichische Literaturkochbuch”

Von Christian Pichler

„Dieses Verlangen, das ich fast immer habe, wenn ich einmal meinen Magen gesund fühle, Vorstellungen von schrecklichen Wagnissen mit Speisen in mir zu häufen. Besonders vor Selchereien befriedige ich dieses Verlangen. Sehe ich eine Wurst, die ein Zettel als eine alte harte ...  mehr  




Hommage an einen Seher des Düsteren
Christoph Raffetseder (Zeichnung), Herbert Christian Stöger (Text): „Curt Kubin”

Von Christian Pichler

Alfred Kubin hat in der Kunstwelt den Rang eines Popstars. Zumal in Oberösterreich, wo dem Grafiker, Schriftsteller und Buchillustrator eine geradezu hündische Verehrung zuteil wird (inklusive Vereinnahmung als „österreichischer” resp. „oberösterreichischer” Künstler ...  mehr  




Viele haben mitgeholfen
Hannes Vogler, I Stangl: „Endlich Strache! Eine Reportage aus der Zukunft”

Von Christian Pichler

Wie gruselig! Heinz-Christian Strache als Bundeskanzler! (Fast hätte der Rezensent statt „H. C.” „Karl-Heinz” geschrieben, hihi!) Wir halten beim Jahr 2017 und seit einem Jahr regiert ER das lange Zeit großkoalitionär misshandelte Österreich. Und ER mistet gehörig ...  mehr  




Gibt es einen Monsieur Gaillard?
Walter Kohl versucht in seinem „Bericht aus einer Welt ohne Gerüche” die Frage zu klären „Wie riecht Leben?”

Von Helmut Sturm

Manchmal, wenn der Wind passt, denke ich am Wendepunkt meiner Laufstrecke, einer Pumpstation der städtischen Kläranlage, dass es jetzt angenehm wäre, nicht riechen ...  mehr  




Ein gestrenger Apokalyptiker?
Manfred Mittermayer und Renate Langer (Hg.): „Die Rampe. Porträt Christoph Ransmayr”

Von Christian Pichler

An einem Tag in der zweiten Hälfte der 1990er-Jahre fuhr ich mit der Eisenbahn von Linz ins Mühlviertel. Ich war auf der Suche nach dem Konzentrationslager Gusen, einem Nebenlager des KZ Mauthausen. Ich hatte gelesen, dass selbst Häftlinge des KZ Mauthausen das Lager Gusen ...  mehr  




Bitte aufmüpfig sein, sonst wird´s fad!
Reinhold Aumaier, Peter Assmann, Günther Kaip, Richard Wall: „Sinnenbrand”

Von Christian Pichler

„Noch nie wurde Gift / so behende über den Globus verteilt / wie heute.” Welches Gift? Gemeint ist Geld bzw. dessen virtuelle Ausformungen (stimmt schon, Geld selbst ist virtuell). Der Poet zürnt, ...  mehr  




Der schäbige, komische Alltag
Franz Adrian Wenzl/Ingo Pertramer: „Drücken Sie einmal einem solchen eine Bohrmaschine in die Hand”

Von Christian Pichler

Der Rezensent weiß vom ersten Gedicht an, dass er dieses Buch lieben wird. Aus dem Fenster blickend, erspäht der Ich-Erzähler (unzweifelhaft Franz Adrian Wenzl selbst) ...  mehr  




Dichtung und Wahrheit
Paul Jaeg: „hochmotiviert & niederträchtig. Lyrik”

Von Christian Pichler

Sein erstes Gedicht, erzählt Paul Jaeg im Vorwort, habe er mit 16 Jahren verfasst. Ein Gedicht über die atomare Gefahr, eingebettet damals in die großen Gedichte der Weltliteratur, die Jaeg als Jugendlicher sammelte.

Der Anspruch, eine aus Sicht eines Pubertierenden ...  mehr  




Der Champion ist zurück
Austrofred: „Ich rechne noch in Schilling”

Von Christian Pichler

Das jüngste Werk von Austrofred zu rezensieren, ist ein echter Knochenjob. Weil man möchte den Austrofred unablässig zitieren, anstatt als Rezensent seinen eigenen Kritiker-Senf dazugeben. Trotzdem, bleiben wir erst einmal sachlich. ...  mehr  




Stifter-Hymnen
Ulrich Dittmann, Petra-Maria Dallinger (Hg.): „Verstreuter Lorbeer für Adalbert Stifter”

Von Christian Pichler

„Adalbert Stifter
Was no weight-lifter
He would hire old lags
To carry his bags.”

Diese Zeilen schrieb W. H. Auden 1971 über Adalbert Stifter. Stifter, ein Schnösel, der alte Penner heranpfeift, damit sie des Dichterfürsten Koffer schleppen?

Dieses Bild steht ...  mehr  




Ein Kämpfer
Walter Kohl: „Die dunklen Seiten des Planeten. Rudi Gelbard, der Kämpfer”

Von Christian Pichler

November 2008, Buchpräsentation von Walter Kohls „Die dunklen Seiten des Planeten” im Linzer Wissensturm. Nach der Lesung Publikumsfragen an die Hauptfigur des Abends, Rudi Gelbard, den Kohl in den vergangenen Monaten mehrmals zu dessen Lebensgeschichte interviewt hat. ...  mehr  




Das schickt sich nicht
Elisabeth Vera Rathenböck: „Die Stunde der Nattern. Bilder einer Kindheit”

Von Christian Pichler

Der Vater ein biederer Bankangestellter? Nicht doch, bloß eine perfekte Tarnung. Tagsüber geht Papa nicht zur Bank, sondern bekämpft in Wahrheit im Wilden Westen fiese Banditen. Überhaupt, die abenteuerliche Welt eines Karl May hat es der Volksschülerin angetan. Jahre ...  mehr  




„Es ist zu wenig Licht hier.”
Zur Neuauflage von Evelyn Grills Novelle „Wilma” im Residenzverlag

Von Helmut Sturm

Seit „Vanitas oder Hofstätters Begierden” für den Deutschen Buchpreis 2005 nominiert wurde, ist Evelyn Grill kein klassischer Geheimtipp mehr und die Vielzahl an Rezensionen, die auch die Neuauflage der 1994 bei Suhrkamp als Taschenbuch erschienen Erzählung „Wilma” als ...  mehr  




Ein zarter Berserker
Werner Kofler (Hg. Klaus Amann): „In meinem Gefängnis bin ich selbst der Direktor. Lesebuch”.

Von Christian Pichler

„Die erste Satyre wurde gewiß aus Rache gemacht. Sie zur Besserung seines Neben-Menschen gegen die Laster und nicht gegen den Lasterhaften zu gebrauchen, ist schon ein geleckter abgekühlter zahm gemachter Gedanke.”

Dies schrieb der große Georg Christoph Lichtenberg. ...  mehr  




Geschichte macht Gegenwart
Walter Kohl: „Nacht, die nicht enden will. Fritz Inkret, Februarkämpfer”

Von Christian Pichler

In der Nacht vom 12. auf den 13. Februar 1934 war Fritz Inkret an der Murbrücke zwischen Göss und Leoben postiert. Der damals 18-Jährige sicherte die Brücke mit drei weiteren Republikanischen Schutzbündlern, wurde verhaftet und entging nur knapp der Todesstrafe. Böse ...  mehr  




Im Kopfstand gegen die Obrigkeit
Walter Pilar: „W. P. in Krumau & anderswo: Achsen des Augenblicks”

Von Christian Pichler

Begleiten wir Walter Pilar auf seinen Erkundungen in Krumau. Keine Angst vor dem „wilden Osten”, Pilar nimmt uns gleichsam an der Hand, und versprochen, es wird auch lustig (im besten Sinn). Sicher, unser Reiseführer hat manchmal etwas, nun ja, „Polterndes” (dies ausnahmsweise ...  mehr  




Mit Zug zum Tor
Hg. Silke Dörner und Irene Girkinger : „Die Rampe. Porträt von Thomas Baum”

Von Christian Pichler

Ein triumphaler Auftritt von Thomas Baum, Anlass war die Eröffnung des Linzer Theater Phönix 1989:

„Wenn sich Politiker heute der Offenheit und Subventionsbereitschaft brüsten, erinnere ich sie an die arrogante und zynische Demonstration ihrer Macht im Herbst 1987. ...  mehr  




Zurück in Mamas Bauch
Robert Menasse: „Don Juan de la Mancha oder Die Erziehung der Lust”

Von Christian Pichler

In fast jeder Rezension von Robert Menasses neuem Roman wird aus dem ersten Absatz zitiert. Bringen wir´s also gleich zur Gänze hinter uns:

„Die Schönheit und Weisheit des Zölibats verstand ich zum ersten Mal, als Christa Chili-Schoten zwischen den Händen zerrieb, ...  mehr  




Mord als Kunstwerk
Auch Evelyn Grill hat einen Krimi geschrieben „Schöne Künste”

Von Helmut Sturm

In seinem „Handbuch des Schwindels” hat 1922 Ewald Gerhard-Seeliger den Detektiv beschrieben als „Aufdecker, Zauberentlarver, Aufspürer der unter dem Schwindel versteckten Wahrheit” ja als den freien Menschen, „der alle Geheimnisse entschleiert” und „alles ins rechte Lot ...  mehr  




Regional ist global ist regional
Wolfgang Kauer: „Nachtseite. Kurzprosa”

Von Christian Pichler

Der Alptraum eines jeden Bühnenkünstlers wird Realität. Das Publikum fordert von der Musikband endlose Zugaben, versperrt die Ausgänge. Es gerät in Rage, schließlich wird klar: Es fordert von den zwei verbliebenen Musikern, dass sie aufeinander losgehen sollen. Der ...  mehr  




Nachdenken über das Übersetzen
übersetzen. vom leben zwischen den sprachen. Hrsg. v. Petra-Maria Dallinger

Von Helmut Sturm

Zumeist schon überfordert vom schieren Angebot, das uns Großbuchhandlungen in ihren Regalen vorlegen oder im Netz als für uns empfohlene Bücher ausweisen, bleiben uns oft erst recht Publikationen verborgen, die etwas abseits des kapitalistisch organisierten Literaturbetriebs ...  mehr  




Eine starke Frau
Ludwig Lahers neuer Roman „Und nehmen was kommt”

Von Helmut Sturm

Der an der Grenze zwischen Salzburg und Oberösterreich in St. Pantaleon lebende Ludwig Laher ist ein Autor, der in seinen Erzählungen nicht so sehr auf Erfindungen der Phantasie setzt, sondern auf gediegene Recherche. Das gilt für seine Trilogie über marginalisierte Künstlerpersönlichkeiten ...  mehr  




Reden vom unsichtbaren Herzen der Welt
Dzevad Karahasan: Berichte aus der dunklen Welt. Prosa

Von Helmut Sturm

Es gibt Bücher, da greift man nach einigen Seiten geradezu zwanghaft nach einem Stift, um Anmerkungen zu machen, Beobachtungen zu notieren oder einfach schöne Sätze zu unterstreichen. Das sind gewöhnlich Bücher, die herausfordern, staunen lassen, einem etwas zu sagen haben. ...  mehr  




Endstation Schloss Hartheim
Christine Haidegger: Fremde Mutter

Von Helmut Sturm

Seit Anfang der achtziger Jahre des grausamen 20. Jahrhunderts Elisabeth Reichart ihren Roman „Februarschatten” vorlegte, sind eine ganze Reihe literarischer Texte erschienen, deren Gegenstand der nationalsozialistische Terror in Oberösterreich ist. Besonders hervorzuheben ...  mehr  




Ein heiliger Narr
Anna Mitgutsch: „Zwei Leben und ein Tag”

Von Christian Pichler

Allen humanen Appellen zum Trotz: Viele Menschen verachten, ja hassen das „Schwache” und wollen es vernichten. Das weiß auch Edith. Sie ist Mutter von Gabriel, einem Grenzgänger am Rande zum Autisten. Die Sorge um ihn macht ihr jahrelang das Leben schwer. Soll, kann sie ...  mehr  




Gott, eine Geschichte
Walter Wippersberg: „Einiges über den lieben Gott. Wie er erfunden wurde - und wohin das geführt hat”

Von Christian Pichler

Wenn Walter Wippersberg mittendrin, auf Seite 119, Montaigne zitiert, so ist das Ausdruck einer entspannt religionskritischen Haltung:
„Wenn eine Gans sich einen Gott erdichtet, dann muss er schnattern.”
Doch an Anfang und Ende seines Essays „Einiges über den lieben ...  mehr  




Eine große „kleine” Frau
Walter Kohl: „Die Poldi. Das Leben einer Linzer Arbeiterin”

Von Christian Pichler

Erst seit einigen Jahrzehnten hat sich eine Geschichtswissenschaft von „unten” etabliert. Die „großen” (welt-)historischen Eckdaten der Leopoldine Feichtinger beeindrucken bzw. bedrücken: materielle Not und Austrofaschismus in den 1930-ern, NS-Diktatur und Krieg, österreichisches ...  mehr  




Champion und Menschenfreund
Austrofred: „Alpenkönig und Menschenfreund”

Von Christian Pichler

So war das, wie der Austrofred die Popgruppe Queen kennen gelernt hat: Damals, 1982, der Austrofredi war zwölf, ist er die acht Kilometer zum Hartlauer nach Sierning geradelt. Weil er wollte sich eine Platte kaufen, das Geld hatte er sich vom Ministrantendienst zusammengespart. ...  mehr  




Leben für die Kunst? Für die Politik?
Petra-Maria Dallinger (Hrsg.in): „,Jetzt wo du wieder weg fährst, weiß ich erst wie ich ganz allein bin´. Briefwechsel zwischen Margret Bilger und Elisabeth Karlinsky”

Von Christian Pichler

Es ist grundsätzlich widerwärtig, private Korrespondenz auf die Frage hin abzuklopfen: Wie hältst du´s mit der Politik? Doch in diesem Fall sind die bzw. ein Teil der Briefe von Margret Bilger und Elisabeth Karlinsky nunmehr öffentlich, in Buchform, zugänglich. Und ...  mehr  




Kapitalismus vernichtet
Robert Menasse: „Die Zerstörung der Welt als Wille und Vorstellung. Frankfurter Poetikvorlesungen”

Von Christian Pichler

Er wolle, „verdammt noch mal”, lieber Romane und Liebesgedichte schreiben. Dazu bleibe aber kaum Zeit, muss sich der Dichter doch ständig mit Gegenwartsproblemen herumquälen. ...  mehr  




Leben wie ein Indianer
Richard Wall: Am Rande. Gedichte

Von Christian Pichler

„Am Rande”: Damit, im Titel, weist Richard Wall dem/der DichterIn die Position zu, an der alleine das poetische Pflänzchen gedeihen kann: abseits der politischen und wirtschaftlichen Machtzentren, am Rande „der” Gesellschaft und, wohlgemerkt, auch am Rande des so genannten ...  mehr  




Ein Stammtisch schlägt zu
Evelyn Grill: Der Sammler

Von Helmut Sturm

Wenige Schriftstellerinnen stoßen bei der Kritik auf so viel Zustimmung wie die in Garsten geborene Evelyn Grill. Auch der hier vorzustellende Roman „Der Sammler” wird hoch gelobt: „Kabinettstück” (Der Tagesspiegel), „unbedingt zu empfehlen” (literaturkritik.de). Zu Recht!

Die ...  mehr  




Weltkugel schmilzt
Adelheid Dahimene: Buttermesser durch Herz. Fügungen

Von Christian Pichler

Der Anfang, eine Frau sitzt vor dem Spiegel. Auf den Knien hält sie ein Bild, darauf ist zu sehen: eine Frau, die vor einem Spiegel sitzt und auf den Knien ein Bild hält, darauf ... - eine Spiegelung, die ins Unendliche führen sollte (was übrigens so nicht funktioniert, ...  mehr  




Im Vexierspiegel
Rudolf Habringer / Josef P. Mautner (Hg.): Der Kobold der Träume. Spuren des Unbewussten

Von Helmut Sturm

Wir kennen das. Die Faszination, das vollständige Ergriffensein von jener den ganzen Körper ansprechenden Erzählung eines Traumes. Viele Menschen versuchen diese (schlaf-)trunkenen Erinnerungen festzuhalten, führen ein Traumtagebuch. Rudolf Habringer und Josef P. Mautner haben ...  mehr  




Verhaltensforschung auf der Probebühne. Irene Pruggers zweiter Roman bei Skarabaeus
Irene Prugger: Frauen im Schlafrock

Von Helmut Sturm

Die Antagonistin und Erzählerin im zweiten Roman der 1959 in Hall/Tirol geborenen Irene Prugger ist die 27jährige Texterin einer Event-Agentur, Anna. In den Planungssitzungen, die ihr mit allem Zeitgeist gewaschener Boss leitet, wird oft über „den modernen Menschen und seine ...  mehr  




Der Bürger, ein Zombie
Evelyn Grill: Vanitas oder Hofstätters Begierden

Von Christian Pichler

Freud für AnfängerInnen und Hobbypsychologen genügt, um zum Thesenkern von Evelyn Grills jüngstem Roman vorzustoßen: Das (österreichische) Bürgertum ist tot, das bürgerliche „Individuum” innerlich zerfressen von verdrängter Lüsternheit und Todessehnsucht. - Ein ...  mehr  




Ein genuin moderner Autor
Wolfgang Matz: Gewalt des Gewordenen. Zu Adalbert Stifter Wolfgang Matz bringt das Werk Adalbert Stifters auf den Begriff

Von Helmut Sturm

Zehn Jahre nach der Maßstäbe setzenden Arbeit „Adalbert Stifter oder diese fürchterliche Wendung der Dinge. Biographie” legt der gebürtige Berliner Wolfgang Matz einen Essay vor, der nicht das Leben, sondern ...  mehr  




Bei Stifter glückt alles
Arnold Stadler: Mein Stifter. Portrait eines Selbstmörders in spe und fünf Photographien Arnold Stadlers Beitrag zum zweihundertsten Geburtstag

Von Helmut Sturm

Das Faltblatt des Landes Oberösterreich „Sanfte Sensationen. Stifter 2005” bewirbt 16 Ausstellungen und Veranstaltungen, Spazier- und Wanderwege zu Adalbert Stifter, sowie „Stifter Kulinarik” in Südböhmen und Oberösterreich. ...  mehr  




Auf das Leben folgt der Tod
Patricia Josefine Marchart: Jemand

Von Christian Pichler

„Ich will es wissen, ich will alles über den Tod wissen. Es ist kein Geheimnis, schon gehört man dazu. (Â…) Ich habe einen Zorn auf die Toten, das ist gut. Die Toten. Die Toten. Die Toten. Es sind viele. Sie sollen sich ihr Grab selbst schaufeln, was haben wir damit zu ...  mehr  




Der Verschwinder
Walter Kohl: Good Hope. Der Verschwinder oder: Warum bringen sich Indianer um?

Von Eugenie Kain

Gregor Kelch weiß es von Anfang an: ”Ich hatte mich verrannt in die Geschichte”. Ob er sich am Ende in der Wildnis des Nordens verrannt hat oder gezielt seinen Weg gegangen ist, lässt Walter Kohl in seinem Roman „Good Hope. Der Verschwinder oder: Warum bringen sich Indianer ...  mehr  




Die Suppe ist angerichtet
Erwin Einzinger: Aus der Geschichte der Unterhaltungsmusik

Von Helmut Sturm

Alles beginnt mit dem Siegeszug der den Deutschen besonders ans Herz gewachsenen Erbswurst von der Firma C.H. Knorr GmbH. So zumindest in dem ungewöhnlichen Roman des in Micheldorf beheimateten Erwin Einzinger. Nach beinahe zehn Jahren hat er jetzt für seine Leserinnen und Leser ...  mehr  




Nähe durch Sprache
Judith Pouget: sprechen, um zu berühren

Von Christian Pichler

Ein stilles Buch, gerade einmal achtzig Seiten dünn. Der Rezensent hat es an einem Abend geradezu verschlungen und außerordentlich genossen. Es ist die Geschichte eines Sommers - jenes Sommers, als in den zentraleuropäischen Ländern die Flüsse über die Ufer traten ...  mehr  




Enttäuschte Formel 1-Liebe
Walter Kohl: Senna lebt. Die Formel 1: Wie man Fan wird, ist und bleibt

Von Christian Pichler

Eines Sonntagnachmittags, am 10. Mai 1970, entdeckte Walter Kohl seine Leidenschaft für die Formel 1. Die Familie, Eltern und Geschwister, hatte sich wie so oft an diesem Wochentag vor dem Fernsehgerät versammelt, verfolgte nur mäßig interessiert den Grand Prix von Monaco. ...  mehr  




Eine Frau lernt zu leben
Brigitta Mathes: Die Dorfmatratze

Von Christian Pichler

Gemessen am Erscheinungsdatum hätte das besprochene Buch in dieser www-Abteilung kaum etwas zu suchen. „Die Dorfmatratze” von Brigitta Matthes erschien bereits im Jahre 2002 bei Resistenz (diese Kritik wurde im Herbst 2004 verfasst). Aber Aktualitätswahn ist Sache von ...  mehr  




Aberwitziger Zirkus-Trash
Franzobel: Zirkusblut oder Ein Austrian-Psycho-Trashkrimi, zweiter Teil

Von Christian Pichler

In allen Lebenslagen, die Unbill erahnen lassen, reagiert Kriminalkommissar Hörgas Hörgas mit einem Ausruf, der sowohl Verblüffung signalisiert als auch die vorerst nötige Distanz schafft: ”Geh, schleich di.”

Wenn also Hörgas (natürlich steht dieser Name in enger ...  mehr  




Franzobels sportive Betrachtungen
Franzobel: Über die Sprache im sportiven Zeitalter

Von Christian Pichler

Es mag tatsächlich seltsam erscheinen, dass Menschen es bedeutsam finden, wenn sich sportive Zeitgenossen auf länglichen Brettern (die natürlich längst nicht mehr aus Holz, sondern aus irgendeinem High-Tech-Material gemacht sind) möglichst schnell den Berg hinunter ...  mehr  




Der Vater, ein Kriegsverbrecher
Martin Pollack: Der Tote im Bunker. Bericht über meinen Vater

Von Christian Pichler

Zwei Fotographien auf dem Einband. Eine zeigt fünf Menschen, vermutlich um die dreißig, Schneebälle in den Händen, vergnügt. Auf dem anderen Foto: ein Gemäuer mit schwarzem Eingang, ein Bunker, in einer trostlosen verschneiten Landschaft. Zwischen den beiden Bildern ...  mehr  




Behinderte: Mühsamer Weg zur Gleichberechtigung
Erwin Riess: Die Ferse des Achilles. Zur Bedeutung behinderter Menschen für die Gesellschaft

Von Christian Pichler

1991 trat in den USA das Antidiskriminierungsgesetz ”Americans with Disabilities-Act” in kraft. Vor Ort erfuhr der Wiener Schriftsteller Erwin Riess - er sitzt selbst im Rollstuhl -, wie innerhalb weniger Monate plötzlich alle Busse und die überwiegende Zahl der Geschäfte ...  mehr  




Ziemlich verschroben, der Typ
Franz Zalto: Verstoßene Engel oder Wie die Leserin und der Leser sich gewundert haben, auf einmal in einem Tierkreisroman zu sein

Von Christian Pichler

Misstrauen Sie der Euphorie des Rezensenten, der den Büchern Franz Zaltos geradezu verfallen ist.

Wie? Das soll ein Roman sein? Wenn einer beschließt, sich ein Jahr lang jeden Tag an den Computer zu setzen, um seine Gedanken zu notieren, die ihm gerade durch den Kopf ...  mehr  




Jessica, literarisch missbraucht
Marlene Streeruwitz: Jessica, 30. Roman

Von Christian Pichler

Macht (naturgemäß nicht nur in Österreich, auch anderswo) macht Menschen zu amoralischen Monstren. Macht ist immer noch männlich. Wollen Frauen Erfolg haben, müssen sie sich prostituieren, seelisch und/oder körperlich (bzw. müssen Frauen auf die „Großzügigkeit” ...  mehr  




Verborgene Zärtlichkeit
Eugenie Kain: Hohe Wasser

Von Christian Pichler

Spröde Texte. Eigenwillig, wie unnahbar: Eugenie Kains Erzählband „Hohe Wasser”. Erst die Erzählung „Kaventsmann” lässt in mir etwas anklingen: Ein Mann liebt, begehrt seine Frau nicht mehr. Sie überredet ihn zu einer gemeinsamen Reise durch Irland. Zu jenen Orten, ...  mehr  




Geburtsort: Mauthausen - Der erste Roman von Magdalena Agdestein
Magdalena Agdestein: Nachlass

Von Helmut Sturm

Wie die Menschen in Dachau, dem Ort des ersten Konzentrationslagers in Deutschland, heute leben und mit der Geschichte der Shoa umgehen, ist das Thema des Buches „Der letzte Überlebende” von Timothy W. Ryback. Der stellvertretende Direktor des „Salzburg Seminar in American ...  mehr  




Männliche Sehnsüchte
Wilfried Steiner: Der Weg nach Xanadu

Von Christian Pichler

Dies hätte ein fürchterlich langweiliger Roman werden können. Der studierte Anglist Wilfried Steiner hätte bloß mit seinem Wissen über die englische Romantik protzen müssen: Das spräche die „Gebildeten” an. Steiner hätte weiters um diesen thematischen Kern eine ...  mehr  




Kalte Wut
Werner Kofler: Kalte Herberge

Von Christian Pichler

Ah, denke ich, fast schon gerührt, da hat einer Zorn und Einsamkeit gewählt, mit allen Konsequenzen und Nachteilen. Das kynische Ideal des Geistesmenschen als Hund: kläffender Köter, der zuschnappt, wenn eine Hand ihn füttern will. Zugleich Ohnmacht des Sprachmächtigen, ...  mehr  




Das Vergängliche ist das Vergängliche
Margit Schreiner: Nackte Väter

Von Christian Pichler

Wie ist das, wenn wir einen geliebten Menschen verlieren? Erste Verlusterfahrungen macht die Ich-Erzählerin in Margit Schreiners „Nackte Väter” (erstmals 1997 erschienen, nunmehr neu aufgelegt bei Schöffling & Co.) bereits als Mädchen: Seine Eltern geben es für zehn ...  mehr  




Berlin, am Rande notiert
Oskar Zemme: Mein Koffer in Berlin. Kuriose Skizzen und Tagebuchblätter

Von Christian Pichler

Ein Held unserer Zeit? Mitnichten, wie denn auch. Wir sind hier im richtigen Leben, nicht im Kino. Oder ist schon ein Held, wer sich hin und wieder den Luxus einer eigenen Meinung gönnt? Wer eine unstete Existenz wagt, möglichst abseits vorgegebener bürgerlicher Muster? ...  mehr  




Heimat finden in den Familiengeschichten
Anna Mitgutsch: Familienfest

Von Helmut Sturm

Die Genealogie am Vorsatzblatt des Romans nennt dreißig Menschen, denen Leserin und Leser auf den gut vierhundert Seiten begegnen wird. Viele der Personen kommen dabei nur in den Geschichten der zwanghaften Erzählerin Edna vor. Sie richtet das Pessach-Seder der Leondouri-Familie ...  mehr  




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