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PRESSEUNTERLAGEN

Pressegespräch am 30. November 2011, 11 Uhr, StifterHaus
29.11.2011

Ausstellung: „Zwischen Alltagsleben und Poesie. Präsentation aus den Sammlungen des OÖ. Literaturarchivs im StifterHaus”

Ausstellungseröffnung: 1. Dezember 2011, 19.30 Uhr

Fotos: StifterHaus/E. Brandl


Archivstücke, seien es Objekte oder Papier-Materalien, erzählen Geschichten oder werfen umgekehrt Fragen auf, - nicht alle können beantwortet werden.
In den im OÖ. Literaturarchiv im StifterHaus betreuten Nachlässen finden sich neben Lebensdokumenten (wie Zeugnissen, Geburtsurkunden und vielem anderen mehr), Werkmanuskripten und Korrespondenzen verschiedenste Sammlungen, vieles davon wurde liebevoll zusammengetragen, etliches scheint zwischen anderem vergessen worden zu sein oder ist einfach „daruntergeraten”.

An Beispielen möchte die Präsentation aus den Beständen zeigen, welche biographischen Verbindungen, komplexe Bezugssysteme, berührende Erinnerungen Archive in sich tragen.

Leben und Schreiben, eng ineinander verwoben:
Von den Anfängen „in der Schule”, den ersten ernsthaften literarischen Versuchen, dem Sich-Wenden an renommierte Autorinnen und Autoren, vom eigentlichen, oft mühseligen Schreiben beziehungsweise auch von dem, was dem Schreiben hinderlich sein kann, von Ökonomischem, von Gefährtinnen und Gefährten aller Art und schließlich von Ruhm, Nachruhm und Gedenken zeugen ganz unterschiedliche Stücke, die es in dieser kleinen Auswahl zu entdecken gilt.

Zusammengestellt und kommentiert von:
Dr. Petra-Maria Dallinger, Mag. Georg Hofer, Dr. Regina Pintar, gestaltet von: Viktoria Schlögl

Ausstellungsdauer:
2. Dezember 2011 - 20. März 2012
Öffnungszeiten: täglich, außer Montag, 10 - 15 Uhr

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AUSSTELLUNGSKONZEPT


7 Stationen


1. In der Schule Â…

In einer Vielzahl von Nachlässen finden sich Lebensdokumente, die dem Bereich Schule zuzuordnen sind: Zeugnisse, Aufsatzhefte, Lehrbücher wie Lesefibeln, Setzkästen, Briefe aus dem oder in das Internat, Poesiealben usw., und nicht zuletzt Fotographien, die zum einen die als markante Zäsur erfahrene Einschulung dokumentieren, zum anderen die Zugehörigkeit zu einer (neuen) sozialen Gruppe bestätigen.
Mit den in vielen Fällen in regelmäßigen Abständen aufgenommenen Bildern entsteht eine Art von Erinnerungskultur, die beinahe alle Bevölkerungsschichten erfasst.
Autorinnen und Autoren erinnern Schule und die damit verbundenen Erlebnisse häufig in ihrem Werk, manche beginnen bereits in der Schulzeit mit ersten Schreibversuchen.

1. Heft: „Deutsche Arbeiten des Richard Billinger, VIII. Klasse, I./II.
Sem. 1909/10”, Nachlass Richard Billinger


2. Schreibanfänge

Die vielzitierte Angst vor dem leeren Blatt Papier stellt wohl das eindrücklichste Bild eines Schreibanfanges dar. Dass das Beginnen und sich Zurechtfinden im Literaturbetrieb über dieses leere Blatt und oftmals über die erste Buchveröffentlichung hinausreichen kann, zeigen zahllose Dokumente in literarischen Nachlässen. Stellvertretend für die vielen Facetten des Anfangens soll hier der gemeinsame Wunsch vieler Schreibender nach Beurteilung und erhoffter Unterstützung durch bereits erfolgreiche Kolleginnen und Kollegen stehen. Viele Archivstücke geben einen Eindruck davon, wie sich Versuche einer Etablierung im literarischen Leben der Zeit zwischen den Polen Lob und Unterstützung oder Tadel und Abfuhr bewegen.

2. Brief, Adalbert Stifter an Andreas Obsieger vom 11. 1. 1856, 1 Blatt.
Teilnachlass Adalbert Stifter


3. Schreiben

Der Provokation, die vom Anblick eines vollkommen leeren Blattes Papier ausgeht, begegnen nicht wenige Autorinnen und Autoren damit, dass sie, ohne tatsächliche wirtschaftliche Not, bereits benutztes, bedrucktes Papier verwenden.
Alles weitere, die Arbeit am Text, erfolgt meist ganz individuell. Manche Niederschrift geschieht in einem Zug mit wenigen Sofortkorrekturen, manche Texte werden viele Male mit Abweichungen oder auch entscheidenden Veränderungen wieder und wieder in neue Fassungen gebracht.
Der Weg vom ersten Einfall, hastig hingeworfenen Notizen in Heften oder Zettelkästen, Entwürfen und Ideenmagazinen, von Verworfenem, Überarbeitungen, Fahnenkorrekturen bis hin zum fertig gedruckten Buch ist lang, mühsam und aus unterschiedlichsten Inspirationsquellen gespeist.

3. „Rauchzeug” (Pfeifenmundstück, Flintsteine und Zunderschwamm),


4. Störungen, Ärgernisse, Hinderliches

In vielen Nachlässen finden sich Hinweise auf Begebenheiten und Sachverhalte, von denen man annehmen muss, sie haben einst den Schreibfluss beim Verfassen eines Werkes gehemmt. Dass es sich bei diesen Störungen nicht immer um Existenz bedrohende Schwierigkeiten oder gesundheitliche Probleme handelt, sondern auch um lästige Alltäglichkeiten, zeigt der Blick in das Leben von Literatinnen und Literaten. Zuweilen entpuppen sich vermeintliche Hemmnisse bei näherer Betrachtung sogar als (Karriere)fördernd.

4. „Nachfragebogen über eine nicht bescheinigte Briefsendung. (Inlandsverkehr.)”,
Nachlass Enrica von Handel-Mazzetti


5. Ökonomie

Nur wenigen Autorinnen und Autoren, so wird aus zahlreichen Lebensdokumenten in Nachlässen wie Rechnungen, Bewerbungen, Ansuchen, Briefen u. a. deutlich, war und ist es bis heute möglich, ausschließlich von den Einkünften aus dem Verkauf ihrer literarischen Werke zu leben. Viele hatten bzw. haben Zweitberufe, arbeiten im Lehrberuf, im Kulturjournalismus, in Redaktionen, im öffentlichen Dienst etc., Tätigkeiten, die es ihnen ermöglichen, die anfallenden Lebenskosten zu bestreiten.

5. Fotokarte, Maximilian Narbeshuber auf „Kleinmotorenpflug System
Narbeshuber” sitzend, Nachlass Maximilian Narbeshuber


6. Gefährtinnen und Gefährten

Briefe, Fotos, Gästebücher und Erinnerungsstücke geben Einblick in die vielen recht unterschiedlichen Beziehungen von Autorinnen und Autoren. Familienmitglieder, Freunde, Kolleginnen und Kollegen, Verleger, aber auch Haustiere nehmen einen wichtigen Platz im Leben von Schreibenden ein, begleiten sie im Alltag und durch die Höhen und Tiefen des Berufs.

6. Kränzchen aus Seidenblumen „[Â…] v. Vater für Rosi zum Fronleichnamsfest
1874”, Nachlass Franz Stelzhamer


7. Ruhm, Nachruhm, Erinnern

Mit dem Entstehen einer neuen Empfindsamkeit Ende des 18. Jahrhunderts erlangen Freundschaft, Liebe, Erinnerung eine neue und besondere Bedeutung, die in entsprechenden Formen ihren Ausdruck findet. Noch bevor ab Mitte des 19. Jahrhunderts die Fotografie den Markt erobert, sind es Büsten, Totenmasken, Miniaturen oder als gewisse Extravaganz zu Schmuck verarbeitetes Haar, spezielle Trauerartikel bzw. Erinnerungsstücke aus dem Besitz von Verstorbenen, die das Andenken wach halten und in Familie und Freundeskreis weitergegeben werden. Der Wunsch, in Erinnerung zu bleiben, artikuliert sich oftmals als Sehnsucht nach Verschriftlichung, Kanonisierung, Auszeichnung, - und als Wunsch, nach einem Platz im Archiv.

7. Zwei Sargschlüssel von Adalbert Stifters Sarg, Teilnachlass Adalbert

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OÖ. LITERATURARCHIV
IM STIFTERHAUS

Das Adalbert-Stifter-Institut führt mit dem OÖ. Literaturarchiv eine der bedeutenden Nachlass- und Autografensammlungen Österreichs. Mit den Einrichtungen OÖ. Biografisches Archiv, Bibliothek und OÖ. Literaturmuseum ist im StifterHaus ein regionaler Gedächtnisort mit vielfältigem Angebot entstanden, der in enger Zusammenarbeit mit den Literaturarchiven der Bundesländer seine Rolle in einer österreichund europaweit in Aufbruch geratenen Landschaft der Literaturarchive entwickelt.

Zu derzeit rund 70 im OÖ. Literaturarchiv betreuten Nachlässen oberösterreichischer Autorinnen und Autoren werden nach Maßgabe der Möglichkeiten weitere erworben, so beispielsweise Autographen von Adalbert Stifter, die die umfassende und reiche Sammlung zum Dichter und seinem Umkreis ergänzen.

Forschungsergebnisse werden in unterschiedlicher Form vermittelt und Materialien aus den Nachlässen auch einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt und zugänglich gemacht: Symposien, Publikationen und Ausstellungen widmen sich einzelnen Persönlichkeiten oder Themen; so wurden zum Beispiel Präsentationen zu Franz Stelzhamer, Adalbert Stifter, Enrica von Handel-Mazzetti, Marlen Haushofer und andere erarbeitet und gezeigt.

In der Reihe „HörTheater” werden dramatisierte Texte von im OÖ. Literaturarchiv vertreten Autorinnen und Autoren als Hörspiel eingerichtet und zur Aufführung gebracht; bislang liegen CD-Veröffentlichungen zu Franz Kain, Hermann Friedl, Adalbert Stifter und Marlen Haushofer vor.

Zum jährlichen Periodikum, dem Jahrbuch des Adalbert-Stifter-Institutes (seit 1994, vorher Vierteljahresschrift des Adalbert-Stifter-Institutes) kommen Dokumentationen wie jene zu Christian Loidl und andere.


NACHLASSBESTÄNDE (Auswahl)

B Richard Billinger E Moriz Enzinger F Arthur Fischer-Colbrie, Hermann Friedl, Gertrud Fussenegger H Enrica Handel-Mazzetti, Norbert Hanrieder, Marlen Haushofer, Alois Raimund Hein J Otto Jungmair K Franz Kain L Herbert Lange, Christian Loidl M Andreas Markus N Maximilian Narbeshuber O Hermann Heinz Ortner P Franz Pühringer R RAMPE Archiv, Franz Rieger, Johann und Josef Rint S Edward Samhaber, Franz Stelzhamer, Viktor Stummer T Karl Teutschmann W Carl Hans Watzinger Z Julius Zerzer, Zephyrin Zettl

In den im OÖ. Literaturarchiv betreuten Nachlässen finden sich neben Lebensdokumenten, Werkmanuskripten und Korrespondenzen, verschiedensten Sammlungen, vieles davon wurde liebevoll zusammengetragen, etliches scheint zwischen anderem vergessen worden zu sein oder ist einfach „daruntergeraten”.

Von Leben und Schreiben, den Anfängen „in der Schule”, ersten ernsthaften literarischen Versuche, dem Sich-Wenden an renommierte Kolleginnen und Kollegen, vom eigentlichen, oft mühseligen Schreiben bzw. auch von dem, was dem Schreiben hinderlich sein kann, von Ökonomischem, von Gefährtinnen und Gefährten aller Art und schließlich von Ruhm, Nachruhm und Gedenken zeugen ganz unterschiedliche Stücke, die es zu entdecken gilt.





Presseführung am 9. Mai 2011, 10.30 Uhr
05.05.2011

PRESSEINFORMATION
gesperrt bis Montag, 9. Mai 2011, 10 Uhr
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Ausstellung im StifterHaus:
„Die Natur ist ein ernster Gegenstand.” Stifter. Haushofer. Bernhard


Erstmals vereinigt eine vom StifterHaus produzierte Ausstellung die berühmte AutorInnen-Trias des 19. und 20. Jahrhunderts, die in enger Verbindung mit OÖ. steht.

Adalbert Stifter, Marlen Haushofer und Thomas Bernhard werden in der Schau nach ihrem Verhältnis zur Natur befragt, ihre Werke im Hinblick auf Wahrnehmung, Bedeutung und poetologische Funktion der Natur untersucht.

„Die Natur ist ein ernster Gegenstand”, schreibt Thomas Bernhard 1973 in einem Brief an die Autorin Gertrud Fussenegger. Wie vielschichtig sich das Naturbild bei Stifter, Bernhard und Haushofer darstellt, wird in 13 Ausstellungs-Stationen nachgezeichnet. Anhand von miteinander in Beziehung gesetzten Textpassagen werden die Unterschiede, aber auch Ähnlichkeiten in den Naturkonzepten der AutorInnen-Trias verdeutlicht.

Darüber hinaus ist im Ausstellungsraum jeweils eine eigene thematische „Insel” für die Autorin und die beiden Autoren eingerichtet. Dort wird ein „Natur”-Thema inszeniert, das für den Einzelnen charakteristisch, für die beiden anderen Schreibenden jedoch nicht von gleicher Relevanz ist.

Nach dem Verweilen in dieser zum artifiziellen Naturraum umgestalteten Galerie im Stifterhaus kann der angeregte Betrachter nach draußen flanieren, in die urbane Natur. In der umgebenden Stadtlandschaft von Linz laden an drei Standorten - an der Promenade, auf der Nibelungenbrücke und im Garten des Schlossmuseums - sogenannte „Big Bags”, mit Zitaten Stifters, Haushofers und Bernhards bedruckt und mit Pflanzen bewachsen, zu Erkundungen ein - und umgekehrt wieder zum Besuch der Ausstellung ins StifterHaus.

Der gleichnamige Katalog ist im Buchhandel oder direkt im StifterHaus erhältlich. ISBN: 978-3-900424-93-0, 200 Seiten, Preis: € 17.-

Ausstellungseröffnung: 10. Mai 2011
Ausstellungsdauer: 11. Mai 2011 - 22. November 2011
KuratorInnen: Petra-Maria Dallinger, Manfred Mittermayer, Regina Pintar, Daniela Strigl
Gestaltung: Peter Karlhuber


StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 4020 Linz
Tel ++43 / 732 / 7720 / 11295, www.stifter-haus.at, office@stifter-haus.at

Pressefotos zum Download:
Fotos: Peter Karlhuber




Presseführung
02.12.2010

am Freitag, 3. Dezember 2010, 10.30 Uhr
zur Ausstellung
gedichtet gezeichnet
dichter und künstler im dialog
die sammlung hartmann


Presseinformation zur Ausstellung

gedichtet gezeichnet
dichter und künstler im dialog
die sammlung hartmann

Ausstellungseröffnung
Donnerstag, 9. Dezember 2010, 19.30 Uhr

Mit
Reinhard Kaiser-Mühlecker, Schriftsteller
Gerhard Hartmann, Sammler
Jürgen Thaler, Kurator


Ausstellungsdauer
10. Dezember 2010 bis 20. März 2011
Dienstag bis Sonntag, 10 bis 15 Uhr
Geschlossen am 24.12., 25.12., 31.12. und 1.1.

Eine Ausstellung des Franz-Michael-Felder-Archivs der Vorarlberger Landesbibliothek


Die Sammlung Hartmann

Brigitte und Gerhard Hartmann besitzen eine der größten Sammlungen zeitgenössischer Grafik im deutschsprachigen Raum. Seit einigen Jahren bauen sie gezielt und mit großem Geschick eine neue, spezielle Sammlung auf, die handschriftliche Texte mit bildnerischen Arbeiten verknüpft.

Im Zentrum der Sammlung steht das Interesse am Dialog von Handschrift und Bild. Handschriftliche Texte werden in bildnerische Arbeiten überführt. Bildnerische Arbeiten kommentieren handschriftliche Texte. Es entsteht ein Spiel aus Bildern und Formen, Zeichen und Symbolen. Beim Betrachten machen wir einzigartige Erfahrungen zwischen Bildlichkeit und Schriftlichkeit: Die Schrift erscheint als Bild, das Bild als Schrift.

Die so entstandenen Kombinationen stellen Fragen: Wie wichtig ist der Sinn eines Gedichts, der sich jenseits der sprachlichen Materialität ansiedelt? Kann man den Sinn eines literarischen Texts in ein anderes Medium überführen? Hilft das Bild, den literarischen Text zu verstehen? Welche Erfahrungen kann man beim Betrachten eines handschriftlichen Blattes machen? Wie stark verengt typografische Reproduktion überhaupt den Sinn von Schrift? Entsteht bei der Betrachtung des gedichteten und gezeichneten Blattes ein imaginäres drittes, ein neuer Sinn, eine neue ästhetische Erfahrung, die weder das Bild noch der Text allein erzeugen kann?

Die Sammlung wird im Franz-Michael-Felder-Archiv der Vorarlberger Landesbibliothek verwahrt und dort von Dr. Jürgen Thaler, dem Kurator der Ausstellung im Stifter-Haus, betreut.

Insgesamt zeigt die Ausstellung in 25 künstlerischen Dialogen die faszinierenden Bezugsmöglichkeiten von Schrift und Bild. Die Ausstellung lässt uns eine in dieser Form einmalige ästhetische Erfahrung von Wort und Bild machen.

Im Stifter-Haus werden handschriftliche Blätter und bildende Arbeiten von folgenden Autor/-innen und Künstler/-innen gezeigt.

Kurt Bracharz, Wolfgang Hermann, Christian Futscher, C.W. Aigner; Ingo Springenschmid, Michael Krüger, Alissa Walser, Christian Geismayr, Martin Walser, Arno Geiger, Reinhard Kaiser-Mühlecker, Fabjan Hafner, Ulrike Draesner, Peter Härtling, Günter Kunert, Reiner Kunze, Friederike Mayröcker, Fritz Sauter, Walle Sayer, Yoko Tawada, Uljana Wolf, Ulrich Hachulla, Rupert Gredler, Jürgen Brodwolf, Angelika Arendt, Wolfgang Stifter, Uwe Schloen, Madeleine Heublein, Karlheinz Kramer, Setsuko Ikai, Wolfgang Giessler, Michaela Spiegel, Fritz Klier, Wolfgang Seierl, Meike Staats, Susanne Theumer und Eva Menasse.

Die Sammlung, die ständig erweitert wird, umfasst insgesamt Arbeiten von ca. 100 Schriftsteller/-innen und Künstler/-innen.
Teile der Sammlung wurden bislang in Karlsruhe, Bregenz und Heilbronn gezeigt. Weitere Stationen sind - nach Linz - Wien, Gaienhofen (Hermann-Hesse-Museum) und Bregenz.

„Es handelt sich um eine Sammlung mit europäischem Charakter.”

Gerhard Hartmann im Gespräch über Entstehung und Bedeutung seiner Sammlungen

Wie sind Sie - ganz allgemein - zum Sammeln gekommen? Und was bedeutet es heute noch für Sie?

Schon als Jugendlicher habe ich angefangen zu sammeln. Zuerst Briefmarken, dann Münzen. Zum systematischen Sammeln von Grafik kam ich nach mehrmaligen Besuchen der Sammlung von Madame Guggenheim in Venedig, die mich nachhaltig beeindruckt hat. Die erste von mir aufgebaute Sammlung „Grafik des 20. Jahrhunderts”, welche sich in den Städtischen Kunstsammlungen in Albstadt befindet, und nun die hier in Bregenz ausgestellte, sind für mich Lebensinhalt.

Was sammeln Sie? Wo liegen die Schwerpunkte Ihrer Sammlung?

Wie bereits erwähnt, im grafischen Bereich. Es handelt sich um eine Sammlung mit europäischem Charakter. Es liegt mir daran, den Versuch zu unternehmen, nach Möglichkeit alle Kunstrichtungen mit ihren Verästelungen, die das 20. Jahrhundert hervorgebracht hat, zu dokumentieren. Einen Schwerpunkt gibt es nicht, aber mein persönliches Anliegen ist das europäische Informel.


Was war nun für Sie der Ausgangspunkt, welches Erlebnis entscheidend, eine Sammlung gerade in der Form, also in der Gegenüberstellung von Schrift und Bild, Literatur und bildender Kunst, anzulegen?


Nachdem ich mit meiner Frau über 35 Jahre lang Druckgrafik gesammelt hatte, wollte ich eine neue Sammlung beginnen. Ich wollte mir eine neue Aufgabe stellen. Es ist für mich spannend zu sehen, ob ich in der Lage bin, Autoren von meinem Vorhaben zu überzeugen. Die bildhaften Elemente sollten erhalten bleiben, darum war Schrift, war Handschrift naheliegend. Ich will Bild und Text zusammen führen. Ich will eine Sammlung mit Unikatcharakter.


Welche Größe hat diese Sammlung - bis jetzt - insgesamt?


Die Sammlung umfaßt bis dato, Text und Bilder zusammen, circa 1200 Blatt.

Worin liegt für Sie der besondere - auch und gerade ideelle Wert derselben?


Das Besondere liegt im Einmaligen. Es dürfte in Deutschland keine weitere Sammlung mit diesem Konzept geben. Der ideelle Wert liegt für mich insbesondere auch darin, eine Sammlung geschaffen zu haben oder noch aufzubauen, die aus einer eigenen, spezifischen Idee entstand. Das vermittelt auch dem Sammler das Gefühl, etwas Besonderes zu schaffen.


Aus dem Zusammenspiel der beiden Blätter, der Bildpaare entsteht für uns - manchmal, nicht immer - ein drittes, das eigentlich entscheidende Bild, das die anderen beiden erst zu sich selbst kommen läßt. Sehen Sie das auch so oder würden Sie doch stark den Eigenwert der einzelnen Blätter betonen wollen?


Für mich sind in diesem Fall Text und Bild von gleicher Bedeutung. Es gibt Kombinationen, die mir näher sind und wo ich dann dieses „dritte Bild” sehe, ich kann aber mit allen gut umgehen.


Wie sehen Sie in dieser Sammlung das Zusammenspiel zwischen Schrift und Bild? Wie kann das Wort, als Bild, noch neben dem Bild bestehen?


Hier habe ich keine Schwierigkeiten. Der Text ist nicht nur Aussage, er zeigt sich auch als Schrift-Bild. So entstehen zwei Bilder. Schrift-Bilder und Figuren-Bilder. Inwieweit ein Bild gegenüber dem anderen Bild sich behaupten kann, liegt im ausgeprägten Duktus des jeweiligen. Da kann durchaus auch das Schrift-Bild das stärkere sein.

Wie sind die Paare entstanden? War immer der Text zuerst da?


Zuerst ist der Text da. Der Künstler antwortet darauf.


Wie gestaltet sich bei der Sammeltätigkeit die Zusammenarbeit mit ihrer Frau? Entscheiden Sie zusammen? Wählen Sie zusammen aus?

Meine Frau war stark einbezogen in der grafischen Sammlung. In der neuen Sammlung hält sie sich zurück. Ich entscheide allein.




Das Gespräch führten Jürgen Thaler und Roger Vorderegger.

Zur Person

Gerhard Hartmann, geboren 1932 in Offenburg, war beruflich als Gebrauchsgrafiker tätig. Seine umfangreiche Grafiksammlung befindet sich als Dauerleihgabe, wie er im Interview erwähnt, in der Kunstsammlung der Galerie Albstadt. Sie ist in mehreren Katalogen dokumentiert. Gerhard Hartmann lebt heute mit seiner Frau in Lindau am Bodensee.






Pressekonferenz am 20. September 2010, 10.30 Uhr
19.09.2010

Literaturhaus im StifterHaus

Das Programm im Herbst 2010

Konzipiert von Dr. Regina Pintar


Die Saison hat begonnen: Zur Eröffnung wurde schon am letzten Dienstag der Band „Übergang. Kommunikation in der Stadt und an ihren Rändern” (mit Fotos von Sabine Köstler und Hans Kumpfmüller) präsentiert (Preis: €19,80).

Marlen Haushofer begleitet weiter die Saison: Ein Vortrag der Germanistin und Literaturkritikerin Evelyne Polt-Heinzl zu Marlen Haushofer und Hannelore Valencak (27. November, 16 Uhr) und die Präsentation einer HörTheater-CD (29. November) schließen die Haushofer-Aktivitäten 2010 im StifterHaus ab.

Neue Bücher lösen Diskussionen aus: Norbert Gstrein (25. November) hat mit seinem neuen Roman „Die ganze Wahrheit” schon vor Saisonbeginn Anstoß zu Kontroversen gegeben, andere AutorInnen stoßen nach, auch sie letztlich auf Wahrheitssuche, u.a. Wilfried Steiner (21. September) und Erich Hackl (28. September), Monika Helfer (5. Oktober) und Marlene Streeruwitz (27. Oktober).

mitsprache unterwegs: Jährlich konzipieren Österreichs Literaturhäuser und Veranstaltungszentren gemeinsam unter dem Motto „mitSprache” einen Programmpunkt. Diesmal haben sie AutorInnen mit dem Auftrag auf Reisen geschickt, literarische Reportagen zu produzieren. Nach der Auftaktveranstaltung im Wiener Radiokulturhaus (29. Oktober) sind in Linz (9. November) quasi zwei „Altmeister” der Form zu Gast: Martin Pollack und Doron Rabinovici präsentieren ihre Recherchen aus dem Burgenland und aus Israel.



Programmüberblick:
(Beginn - wenn nicht anders angegeben - jeweils 19.30 Uhr)

Buch- und Verlagspräsentationen / Neuerscheinungen

Wilfried Steiner, Bacons Finsternis (21. September / Lentos Kunstmuseum)
Robert Schindel, Dunkelstein (23. September)
Erich Hackl, Familie Salzmann. Erzählung aus unserer Mitte (28. September)

Günter Wels (=Kaindlstorfer), Maitage. Erzählungen (4. Oktober)
Michael Stavaric, Déjà-vu mit Pocahontas, Raritan River (4. Oktober)
Monika Helfer, Bevor ich schlafen kann (5. Oktober / Reihe Lesethemen - Lebensthemen)
Andreas Weber, Veitels Traum (12. Oktober)
Marlene Streeruwitz, Das wird mir alles nicht passierenÂ… Wie bleibe ich FeministIn (27. Oktober)

Bibiliothek der Provinz (4. November)
Verlag Albatros: Johanna Tschautscher, Jeanne d`Arc beendet den Heiligen Krieg (8. November)
Walter Wippersberg, Vierzehn Monate. Vierzehn Jahre. Aufschreibungen (23. November)
Norbert Gstrein, Die ganze Wahrheit (25. November)


Reihen

Literarischer Salon:
Vortrag: Evelyne Polt-Heinzl zu Marlen Haushofer und Hannelore Valencak (27. November, 16 Uhr)
Von der Leidenschaft des Lesens: Anton Thuswaldner zu Theodor Fontane (2. Dezember, 17 Uhr)
Internatsliteratur: Franz Rieger und Richard Billinger (25. Jänner 2011, 16 Uhr)

Lesethemen - Lebensthemen:
Monika Helfer, Bevor ich schlafen kann (5. Oktober)
N.N. (13. Jänner)

Grundbücher der österreichischen Literatur seit 1945:
Franz Josef Czernin, ELEMENTE, SONETTE (19. Oktober)
Christine Nöstlinger, Gedichte (30. November)


Autorenvereinigungen

[GAV: Literatur aus Sachsen (Roland Erb, Roswitha Geppert, 16. September)]

OÖ. P.E.N Club (21. Oktober)

Autorenkreis Linz (3. November)

Neues Forum Literatur: Adventlesung (17. Dezember)

Kooperation mit GAV-Regionalgruppe OÖ: Lesung mit Radka Denemarková, Ein herrlicher Flecken Erde (13. Jänner)

Gruppe Neue MundArt (17. Jänner)


Kinder im StifterHaus

Entdeckungsreise Literatur (28. September bis 1. Oktober, jeweils 8-12 Uhr)
Zusatztermin wegen zahlreicher Anmeldungen: 4. Oktober bis 7. Oktober, 8-12 Uhr


Jugend im Stifterhaus

nextext (14. Oktober / 14. Dezember)


Ausstellungseröffnung

gedichtet / gezeichnet. dichter und künstler im dialog - die sammlung hartmann (9. Dezember, Franz-Michael-Felder-Archiv der Vorarlberger Landesbibliothek): Lesung und Gespräch mit Reinhard Kaiser-Mühlecker und Gerhard Hartmann, Moderation: Jürgen Thaler


Öst. Literaturhäuser

mitSprache unterwegs (29. Oktober / Radiokulturhaus Wien)
mitSprache unterwegs (9. November / StifterHaus, mit Martin Pollack und Doron Rabinovici)


HörTheater / CD-Präsentation

Marlen Haushofer, Der Knabe im Dschungel (29. November)
Regie: Thomas Hinterberger. Mit Ferry Öllinger, Alfred Rauch, Birgit Schwamberger


Die Rampe / Präsentation

Porträt Walter Pilar (15. November)
Hg. von Wolfgang Wiesmüller und Wolfgang Hackl


Landstrich / Präsentation

Thema „Suchen” (16. November)
mit Claudia Bitter, Bodo Hell, Martin Praska, Brita Steinwendtner


Lange Nacht der Museen (2. Oktober)

Literatur und Musik aus der Renaissancezeit: mit Alfred Rauch und dem Blockflötentrio „Triangel” Magdalena Rath, Franziska Karner, Katharina Sambs


Vortragsreihe zur österreichischen Gegenwartsliteratur

Paulus Hochgatterer (23. November, 14.30 - 17.30 Uhr, Referent: Dr. Markus Kreuzwieser)
Anna Mitgutsch (18. Jänner 2011, 14.30 - 17.30 Uhr, Referentin: Dr. Evelyne Polt-Heinzl)


Adalbert-Stifter-Gedenktag (27. Jänner 2011)



(Alle Angaben ohne Gewähr)

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Herbst 2010 (chronologisch)

September

Di 14. 9.: Buchpräsentation „Übergang. Kommunikation in der Stadt und an ihren Rändern”. Mit Fotos von Sabine Köstler und Hans Kumpfmüller. ReferentInnen: Brandzinken Günter und Lilli Zeugswetter, Hermann Scheuringer, Gaspard Nyungura und Stephan Gaisbauer, Andreas Lindner, Klaus Petermayr, Andres Weber
Do 16. 9.: GAV Regionalgruppe Oberösterreich: Literatur aus Sachsen: Lesung: Roland Erb, Roswitha Geppert
Di 21. 9.: StifterHaus außer Haus im Lentos Kunstmuseum: Buchpräsentation Wilfried Steiner: ”Bacons Finsternis” (Deuticke), Einführung: Christian Schacherreiter
Do 23. 9. Buchpräsentation Robert Schindel: ”Dunkelstein” (Haymon), Einführung: Stefan Gmünder
Mo 27. 9. 16.00 Uhr: Literarischer Salon: Vortrag Evelyne Polt-Heinzl: „Wände und Räume. Optionen schreibender Frauen nach 1945. Marlen Haushofer und Hannelore Valencak”
Di 28. 9. bis 1. Oktober und 4. bis 7. Oktober: „Entdeckungsreise Literatur. Kinder im StifterHaus”
Di 28. 9.: Buchpräsentation Erich Hackl ”Familie Salzmann. Erzählung aus unserer Mitte” (Diogenes), Einführung: Univ.-Prof. Dr. Georg Pichler


Oktober

Sa 2. 10.: Lange Nacht der Museen: Literatur und Musik aus der Renaissancezeit: mit Alfred Rauch und dem Blockflötentrio „Triangel” Magdalena Rath, Franziska Karner, Katharina Sambs
Mo 4. 10.: Czernin Buch- und Verlagspräsentation: Günter Wels (=Kaindlstorfer): ”Maitage. Erzählungen”; Michael Stavaric ”Déjà-vu mit Pocahontas, Raritan River”, Einführung: Florian Huber
Di 5. 10.: Lesethemen - Lebensthemen: Monika Helfer: ”Bevor ich schlafen kann” (Deuticke Verlag), Moderation: Christian Schacherreiter
Di 12. 10. Buchpräsentation Andreas Weber ”Veitels Traum” (Picus), Einführung: Bernhard Fetz
Do 14. 10.: nextext: Paravent
Di 19. 10.: 9.00 Uhr - 17.00 Uhr: ARGE Deutsch
19.30 Uhr„Grundbücher der österreichischen Literatur ab 1945” Franz Josef
Czernin „elemente, sonette”, Referat Michael Braun
Do 21. 10.: OÖ. P.E.N.-Club: ”Ein Abend für Franz Stelzhamer” mit Marius Huszar und Martin Moser
Mi 27. 10.: Marlene Streeruwitz: ”Das wird mir alles nicht passierenÂ… Wie bleibe ich FeministIn” (Fischer Taschenbuch Verlag), Einführung: Petra-Maria Dallinger
Fr 29. 10.: StifterHaus außer Haus: RadioKulturhaus: „mitSprache unterwegs: Literarische Reportagen nach Joseph Roth”. Projekt- und Buchpräsentation mit Christoph W. Bauer, Clemens Berger, Anna Kim, Martin Pollack, Doron Rabinovici, Peter Rosei, Sabine Scholl; Moderation Gütnter Kaindlstorfer und Ilja Trojanow


November

Mi 3. 11.: Autorenkreis Linz
Do 4. 11.: Buch- und Verlagspräsentation Bibliothek der Provinz
Mo 8. 11.: Buch- und Verlagspräsentation Albatros: Walter Wagner: „jählings verstrichen”; Johanna Tschautscher „Jeanne d´Arc beendet den Heiligen Krieg”
Di 9. 11.: „mit Sprache unterwegs. Literarische Reportagen nach Joseph Roth” Buchpräsentation mit Martin Pollack und Doron Rabinovici, Moderation: Manfred Müller
Mo 15. 11.: Präsentation Rampe-Porträt: Walter Pilar, herausgegeben von Wolfgang Wiesmüller und Wolfgang Hackl
Di 16. 11.: Präsentation der Ausgabe ”Suchen” der Kulturzeitschrift ”Landstrich” mit Claudia Bitter, Bodo Hell, Martin Praska, Brita Steinwendtner
Di 23. 11. 14.30 - 17.30 Uhr: VRÖGL: ”Paulus Hochgatterer” (Referent: Markus
Kreuzwieser)
19.30 Uhr: Buchpräsentation: Walter Wippersberg: „Vierzehn Monate. Vierzehn
Jahre. Aufschreibungen” (Otto Müller), Lesung, anschließend Gespräch mit
Christian Schacherreiter, Margit Schreiner und Walter Wippersberg
Do 25. 11. Buchpräsentation Norbert Gstrein ”Die ganze Wahrheit” (Hanser), Einführung: Stefan Gmünder
Mo 29. 11. HörTheater zu Marlen Haushofer: „Der Knabe im Dschungel”, mit Ferry Öllinger, Alfred Rauch, Birgit Schwamberger
Di 30. 11.: „Grundbücher der österreichischen Literatur ab 1945”: Christine Nöstlinger „Gedichte”, Referat: Dr. Daniela Strigl


Dezember

Do 2. 12.: 17.00 Uhr: Reihe „Von der Leidenschaft des Lesens” mit Anton Thuswaldner
Di 7. 12.: Seminar „Jugendliteratur”
Do 9. 12.: Ausstellungseröffnung „gedichtet/gezeichnet. dichter und künstler im dialog - die sammlung hartmann” (Franz-Michael-Felder-Archiv der Vorarlberger Landesbibliothek): Lesung und Gespräch mit Reinhard Kaiser-Mühlecker und Gerhard Hartmann, Moderation: Jürgen Thaler
Di 14. 12.: nextext
Fr 17. 12.: Adventlesung Neues Forum Literatur


Jänner

Do 13. 1.: Lesethemen - Lebensthemen (?)
Mo 17. 1.: Gruppe Neue MundArt
Di 18. 1.: 14.30- 17.30Uhr: VRÖGL: „Anna Mitgutsch” (Referentin Evelyne Polt-Heinzl)
Di 25. 1.: Internatsliteratur: Franz Rieger und Richard Billinger
Do 27.1.: Adalbert-Stifter-Gedenktag
Mo 31. 1.: Kooperation mit GAV Regionalgruppe OÖ: Lesung mit Radka Denemarková: „Ein herrlicher Flecken Erde” (DVA 2009)


(ohne Gewähr)






Pressefrühstück am Donnerstag, 8. April 2010, 10.30 Uhr
07.04.2010

PRESSEINFORMATION (gesperrt bis Donnerstag, 8. April 2010, 10.30 Uhr)


Ausstellung im StifterHaus:

„Ich möchte wissen, wo ich hingekommen bin!”
Marlen Haushofer (1920-1970)

Marlen Haushofer erzählt in ihren Werken von der Fremdheit zwischen den Geschlechtern, vom Leben in mehreren Welten, „die durch Abgründe getrennt sind”, von Orten der Isolation und Abgeschiedenheit. Das Schreiben wird für sie zur Überlebensnotwendigkeit: „Eigentlich kann ich nur leben, wenn ich schreibe” notiert sie am 27. Jänner 1967 in ihrem Tagebuch.

Die Ausstellung zeigt die Verschränkung von eigenen Erfahrungen und gesellschaftlichen Mentalitäten der Wiederaufbaujahre in Marlen Haushofers Erzählungen, Romanen und Kinderbüchern, die von der Spannung zwischen beruhigter Oberfläche und unheimlichem Untergrund gekennzeichnet sind. „Die Wand” ist nicht nur der Titel ihres Hauptwerks, sondern bestimmt als zentrales Bild für weibliche Entfremdung ihr Gesamtwerk.

Die Ausstellung wurde von Christa Gürtler kuratiert und von Viktoria Schlögl gestaltet.

Das gleichnamige Begleitbuch, herausgegeben von Christa Gürtler, mit Beiträgen u.a. von Anna Mitgutsch, Evelyne Polt-Heinzl, Daniela Strigl, Liliane Studer und literarischen Stimmen von Erwin Einzinger bis Linda Stift ist im Buchhandel erhältlich oder direkt im StifterHaus zu bestellen: ISBN 978-3-900424-81-7, 208 Seiten, Preis: € 19,00.


„Ich möchte wissen, wo ich hingekommen bin!”. Marlen Haushofer (1920 - 1970)
Ausstellungseröffnung: Montag, 12. April 2010, 19.30 Uhr
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1
Eröffnung durch Landeshauptmann DR. JOSEF PÜHRINGER
Zur Ausstellung spricht: DR. CHRISTA GÜRTLER
Ausstellungsdauer: 13. April bis 16. November 2010
Öffnungszeiten: täglich außer Montag 10 bis 15 Uhr




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