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PRESSEUNTERLAGEN

Pressefrühstück am Donnerstag, 8. April 2010, 10.30 Uhr
07.04.2010

PRESSEINFORMATION (gesperrt bis Donnerstag, 8. April 2010, 10.30 Uhr)


Ausstellung im StifterHaus:

„Ich möchte wissen, wo ich hingekommen bin!”
Marlen Haushofer (1920-1970)

Marlen Haushofer erzählt in ihren Werken von der Fremdheit zwischen den Geschlechtern, vom Leben in mehreren Welten, „die durch Abgründe getrennt sind”, von Orten der Isolation und Abgeschiedenheit. Das Schreiben wird für sie zur Überlebensnotwendigkeit: „Eigentlich kann ich nur leben, wenn ich schreibe” notiert sie am 27. Jänner 1967 in ihrem Tagebuch.

Die Ausstellung zeigt die Verschränkung von eigenen Erfahrungen und gesellschaftlichen Mentalitäten der Wiederaufbaujahre in Marlen Haushofers Erzählungen, Romanen und Kinderbüchern, die von der Spannung zwischen beruhigter Oberfläche und unheimlichem Untergrund gekennzeichnet sind. „Die Wand” ist nicht nur der Titel ihres Hauptwerks, sondern bestimmt als zentrales Bild für weibliche Entfremdung ihr Gesamtwerk.

Die Ausstellung wurde von Christa Gürtler kuratiert und von Viktoria Schlögl gestaltet.

Das gleichnamige Begleitbuch, herausgegeben von Christa Gürtler, mit Beiträgen u.a. von Anna Mitgutsch, Evelyne Polt-Heinzl, Daniela Strigl, Liliane Studer und literarischen Stimmen von Erwin Einzinger bis Linda Stift ist im Buchhandel erhältlich oder direkt im StifterHaus zu bestellen: ISBN 978-3-900424-81-7, 208 Seiten, Preis: € 19,00.


„Ich möchte wissen, wo ich hingekommen bin!”. Marlen Haushofer (1920 - 1970)
Ausstellungseröffnung: Montag, 12. April 2010, 19.30 Uhr
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1
Eröffnung durch Landeshauptmann DR. JOSEF PÜHRINGER
Zur Ausstellung spricht: DR. CHRISTA GÜRTLER
Ausstellungsdauer: 13. April bis 16. November 2010
Öffnungszeiten: täglich außer Montag 10 bis 15 Uhr





Pressefrühstück - atasonglessepa
22.02.2010

22. Februar 2010, 10.30 Uhr, Literaturcafé im StifterHaus

atasonglessepa
Ausstellungsprojekt von nextext
STIFTERHAUS, LINZ
24.02 - 27.03. 2010


Die interdisziplinäre Ausstellung „atasonglessepa” [pl. atasi¹lesepa] versammelt Arbeiten von zehn jungen Künstlerinnen und Künstlern. Anhand des Romans „Ferdydurke” von Witold Gombrowicz werden Literatur, Theater, Architektur, Absurdität, Malerei, Fotografie, Form, Installation, Humor, Video, Horror, Skulptur, Groteske, Performance und Analyse synthetisch verwoben - und im StifterHaus präsentiert.

„Ferdydurke”, ein avantgardistischer Text des polnischen Schriftstellers, Existenz- und Formforschers Witold Gombrowicz, ist nicht nur „Scherz, Ironie oder tiefere Bedeutung, Sarkasmus, Persiflage, Schmähung, Blödsinn, pure nonsense”. Genauso könnten die intermedialen Ausstellungsbeiträge von Hubert Ebenberger, Grzegorz Kielawski, Andreas Obermayr, Birgit Petri, Marlene Rutzendorfer, Magdalena Steinleitner, Esther Strauß, Rudolf Stüger, Lucia Übleis und Stefan Wirnsperger nicht nur als „Pose, Angeberei, Verulkung, Künstlichkeit, Mangel an Witz, Anämie des Gefühls, Atrophie der Einbildungskraft, Unterminieren der Ordnung und Verfall der Vernunft” gelesen werden. Zu den zentralen Themen des Romans zählen nicht nur Formfindung und Ausdruckssuche, Selbstreflexivität und (De)konstruktion von Machtsystemen, sondern in den künstlerischen Beiträgen geht es um Übersetzung und Identitätskonzepte im weitesten Sinne, samt der Auslotung einer Dialektik des Begriffspaars ‚reif/unreif’.
Experimentell, humorvoll und spielerisch: „Ferdydurke” wird in Form einer intermedialen Ausstellung ins StifterHaus übertragen. „Ferdydurke” wird „atasonglessepa”. Linz wird „Ferdydurke” und „atasonglessepa” wird zur Schau gestellt.

Initiiert wurde das Ausstellungsprojekt von nextext, dem Forum für junge Literatur im StifterHaus, Linz, das jungem Publikum eine Plattform anbietet. Eine der wichtigsten Veranstaltungen des nextext-Teams ist der PARAVENT, eine offene Bühne für Literatur und Kunst, die derzeit viermal pro Jahr im StifterHaus, Linz stattfindet. Das nächste Mal am 25. März 2010 im Rahmen der Ausstellung „atasonglessepa”.



Zum Autor:
Witold Gombrowicz (1904-1969); Kindheit und Jurastudium in Polen; literarisches Debüt 1933 mit dem Erzählband „Memoiren aus der Epoche des Reifens”; 1938 „Ferdydurke”. Ab 1939 in Argentinien; u.a. „Pornografia” (1960), „Kosmos” (1965), „Die Trauung” (1953) und „Tagebuch”. 1963 Rückkehr nach Europa, Aufenthalt in Berlin. Ab 1964 in Vence.


TEILNEHMENDE
Hubert Ebenberger, Grzegorz Kielawski, Andreas Obermayr, Birgit Petri, Marlene Rutzendorfer, Magdalena Steinleitner, Esther Strauß, Rudolf Stüger, Lucia Übleis und Stefan Wirnsperger

TERMINE
Eröffnung: 23.Februar 2010, 19h30
Interdisziplinärer Literatursalon PARAVENT und Finissage: 25. März 2010, 19h30
KünstlerInnen-Führungen: 6. März, 13. März und 20. März 2010, jeweils 14h00

KONTAKT
- Organisationsleiter: Rudolf Stüger; 0664 949 15 16, rudolf.stueger@gmx.at
- Künstlerin vor Ort: Esther Strauß; 0699 107 94 657, esi_laufvogel@yahoo.de
- www.stifter-haus.at/nextext


Fotos: Rudi Stüger, Marlene Rutzendorfer





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