English version



Kulturhauptstadt Linz 09
BuchprÀsentation
14.09.10 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
Dienstag, 14. September 2010
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr

ÜBERGANG. Kommunikation in der Stadt und an ihren RĂ€ndern.

Referenten: BRANDZINKEN GÜNTER und LILLI ZEUGSWETTER, ANDREAS LINDNER, GASPARD NYUNGURA und STEPHAN GAISBAUER, KLAUS PETERMAYR, HERMANN SCHEURINGER, ANDREAS WEBER


GÜNTER HOCHEGGER (vlg. „Brandzinken”), KĂŒnstler, Redaktionsmitglied der Straßenzeitung Kupfermuckn liest gemeinsam mit
LILLI ZEUGSWETTER, Redaktionsmitglied der Straßenzeitung Kupfermuckn und Laiendarstellerin: „QuĂĄrtl der GĂĄschierer”

ANDREAS LINDNER, Musikwissenschaftler bei den Wiener Philharmonikern und am Anton Bruckner Institut Linz: „Zur BegrĂ€bnismusik auf Linzer Friedhöfen”.

GASPARD NYUNGURA, geboren in Ruanda. Mitarbeiter der PĂ€pstlichen Missionswerke in Österreich, gemeinsam mit
STEPHAN GAISBAUER, Bearbeiter des „Sprachatlas von Oberösterreich” im Adalbert-Stifter-Institut: „Du sprechen - ich verstehe. Aspekte der Mehrsprachigkeit am Beispiel afrikanischer Migranten”

KLAUS PETERMAYR, Musikwissenschaftler im Oberösterreichischen Volksliedwerk und am Anton Bruckner Institut Linz: „Kennmelodien der Linzer Tankstellenshop-Kundschaft”

HERMANN SCHEURINGER, Professor fĂŒr Deutsche Sprachwissenschaft an der UniversitĂ€t Regensburg: „BĂ€uerliches Linzerisch - Autochtoner Basisdialekt als stĂ€dtisches Exotikum”

ANDREAS WEBER, freier Schriftsteller, Herausgeber und Filmemacher: „A-4030 Linz. Pichling”


Der vorliegende ÜBERGANG erscheint als vierter Band einer Reihe von „-GÄNGEN”, die in Zusammenarbeit zwischen dem OÖ. Volksliedwerk und dem StifterHaus (Bereich OÖ. Sprachforschung) entstanden sind. Anders als die vorausgehenden Publikationen „Grenzgang”, „Tiefgang” und „Höllgang” beruht der „Übergang” nicht auf Feldforschungen in peripheren lĂ€ndlichen Gebieten Oberösterreichs, vielmehr liegt das Augenmerk auf dem urbanen Bereich des Ballungsraumes von Linz und seiner geografischen, aber auch sozialen und kulturellen RĂ€nder. Die Kommunikation in der Stadt war auch Gegenstand eines Symposions, das unter dem Titel „lingvo linz” im September 2009 im StifterHaus stattgefunden hat. Dieser Band versammelt nun jene BeitrĂ€ge, die anlĂ€sslich dieser Tagung vorgetragen wurden. Der Tradition dieser der Schriftenreihe folgend, kĂŒnstlerische BeitrĂ€ge einzubinden, wird der ÜBERGANG von literarischen Texten der Autoren Walter Kohl, GĂŒnter Hochegger, Hans KumpfmĂŒller und Andreas Weber eröffnet und durch zwei fotografischen Zyklen von Sabine Köstler und Hans KumpfmĂŒller mit Bildern aus Linz ergĂ€nzt.




mehr  



BuchprÀsentation
21.09.10 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
Dienstag, 21. September 2010
StifterHaus außer Haus im Lentos Kunstmuseum, 19.30 Uhr:

WILFRIED STEINER: ”Bacons Finsternis” (Deuticke)
Lesung mit dem Autor

EinfĂŒhrung: DR. CHRISTIAN SCHACHERREITER



WILFRIED STEINER, geboren 1960 in Linz, Studium der Germanistik, Anglistik und Amerikanistik in Salzburg. Promotion 1990. 1977 Veröffentlichungen in verschiedenen Literaturzeitschriften. 1989-1999 kĂŒnstlerischer Leiter der ARGE KulturgelĂ€nde Nonntal. Ab September 1999 Leiter der Bereiche Tanz/Theater/Kleinkunst/Literatur im Linzer Posthof. Lebt in Linz. Zahlreiche Preise und Stipendien.
Publikationen u. a.: „Gelbfieber”, ErzĂ€hlung, Graz-Wien 1992; „Rausch - Revolte - Resignation”. Eine Vorgeschichte der poetischen Moderne von Novalis bis Georg Heym, Wien 1993; „Sieben Jahre GlĂŒck”, Gedichte, Innsbruck 1997; „Der Weg nach Xanadu”, Roman, Frankfurt am Main 2003.


Zum Buch:
Bei einer Ausstellung im Kunsthistorischen Museum in Wien sieht Arthur Valentin, der seit Monaten erfolglos ĂŒber die Trennung von seiner Frau Isabel hinwegzukommen versucht, erstmals Werke von Francis Bacon. Die Darstellung von Schmerz und Leidenschaft im Werk des Malers fasziniert ihn. In der Tate Gallery in London entdeckt er zufĂ€llig seine Exfrau in Begleitung seines Widersachers und kommt dabei einem geplanten Kunstraub in der Speicherstadt in Hamburg auf die Spur ... Ein Liebes-, Kunst- und Spannungsroman ĂŒber kriminelle Leidenschaften - blendend erzĂ€hlt, intelligent und ĂŒberaus unterhaltsam.
(Verlagstext)


mehr  



BuchprÀsentation
23.09.10 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
Donnerstag, 23. September 2010
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr

ROBERT SCHINDEL: Dunkelstein. Lesedrama
(Haymon Verlag, 2010)
Lesung mit dem Autor

EinfĂŒhrung: STEFAN GMÜNDER (Der Standard)


Robert Schindel, geboren 1944 in Bad Hall/Oberösterreich, lebt als freier Schriftsteller in Wien. Ausgezeichnet u.a. mit dem Erich-Fried-Preis (1993), dem Eduard-Mörike-Preis (2000) und dem Jakob-Wassermann-Preis (2007). Zahlreiche Publikationen, u.a. „GebĂŒrtig”. Roman (1992); „Mein mausklickendes Saeculum”. Gedichte (2008). Bei Haymon: „Kassandra”. Roman (2004); „Der Krieg der Wörter gegen die Kehlkopfschreie”. Capriccios (2008).

Zum Buch:
Als sich Saul Dunkelstein als Leiter der Auswanderungsabteilung der Israelitischen Kultusgemeinde in den Dienst der Nazis stellt, sind seine Tischgenossen in den Wiener KaffeehĂ€usern zunĂ€chst empört. Das Verdienst des Rabbiners ist zwiespĂ€ltig. Aus Sicht der Nazis sorgt er fĂŒr eine reibungslose Deportation der Juden nach Osten, in seinen Augen aber drĂ€ngt er sie zur raschen Emigration und setzt damit lebensrettende Maßnahmen - bleibt die alles entscheidende Frage: Paktiert Dunkelstein mit den Nazis oder hat er sich zugunsten der jĂŒdischen Gemeinde mit ihnen arrangiert?
Robert Schindel ĂŒberlĂ€sst die Beantwortung dieser Frage dem Publikum. Ausgewogen, aber mit Vehemenz stellt er den Rabbiner in einem ausweglosen historischen Dilemma dar. Partei ergreift Schindel höchstens fĂŒr die JudenrĂ€te, zu jener Zeit Instanzen der Ohnmacht, die jeden Augenblick unter Lebensgefahr zwischen Pest und Cholera zu entscheiden hatten. (Verlagstext)


mehr  



Literatursalon um vier
27.09.10 16:00 Uhr - 17:00 Uhr
Montag, 27. September 2010
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 16.00 Uhr

Vortrag DR. EVELYNE POLT-HEINZL: WĂ€nde und RĂ€ume. Optionen schreibender Frauen nach 1945. Marlen Haushofer und Hannelore Valencak


Die Zeitfenster, in denen Literatur von Frauen verstĂ€rkt wahrgenommen wird, sind meist kurz. WĂ€hrend sich Marlen Haushofers Roman „Die Wand” zwar nicht bei Erscheinen 1963, aber doch bei der Wiederentdeckung 1983 in den Kanon einschreiben konnte, ist Hannelore Valencak bis heute vergessen. Ihr Roman „Die Höhlen Noahs” (1961) ist ebenfalls eine Endzeitvision, hier in einem komplexeren sozialen Rahmen. Und beide Autorinnen schreiben in ihren Romanen und ErzĂ€hlungen in durchaus vergleichbarer Weise gegen die Rollenbilder ihrer Zeit an.

Marlen Haushofer, geboren 1920 in Frauenstein (Oberösterreich), studierte Germanistik in Wien und Graz und lebte ab 1947 in Steyr, wo sie neben ihrer schriftstellerischen Arbeit in der Zahnarztpraxis ihres Mannes tĂ€tig war. Sie schrieb ErzĂ€hlungen, Romane, Hörspiele sowie Kinder- und JugendbĂŒcher. 1970 starb die Autorin 49jĂ€hrig an Knochenkrebs.

Hannelore Valencak, geboren 1929 in Donawitz (Steiermark), Physikerin. Arbeitete als Metallurgin in einem steirischen Stahlwerk, ab 1962 Patentsachbearbeiterin in Wien, von 1975 an freie Schriftstellerin. Sie schrieb Lyrik, ErzĂ€hlungen, Romane und JugendbĂŒcher.
2004 starb Hannelore Valencak in Wien.

Evelyne Polt-Heinzl, geboren 1960 in Braunau/Inn, Studium der Germanistik, Politikwissenschaft und Philosophie in Salzburg und Wien, Literaturwissenschafterin, Ausstellungskuratorin und Literaturkritikerin in Hirschwang. Publikationen vor allem zur Literatur um 1900 und der Nachkriegszeit, Frauenliteratur, Lesekultur und Buchmarkt. Zuletzt erschien „EinstĂŒrzende Finanzwelten. Markt, Gesellschaft und Literatur”, Wien 2009.


mehr  



Entdeckungsreise Literatur
28.09.10 8:00 Uhr - 01.10.10 12:00 Uhr
Dienstag, 28. September 2010 bis Freitag, 1. Oktober 2010
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1

Kinder im StifterHaus
Eine Reise durch ein Haus der Literatur mit WerkstĂ€tten fĂŒr Kinder zwischen 6 und 10.
Ein Projekt im Rahmen der Leseoffensive des Landes Oberösterreich.

Anmeldung und Information fĂŒr Schulen ab 13. September 2010 tĂ€gl. 9.00 bis 14.00 Uhr,
Tel.: 0732/7720/11298, c.lehner@stifter-haus.at


Entdeckungsreise Literatur 2010

Eine Reise durch ein Haus der Sprache und Literatur:

Von der Entstehung der Schrift (OÖ. Literaturarchiv), der Begegnung mit der Biedermeier-Welt des Adalbert Stifter (OÖ. Literaturmuseum), einem Dialekt- und Sprachquiz (OÖ. Sprachforschung) ĂŒber Geschichten aus Marlen Haushofers KinderbĂŒchern zum Zuhören, Erleben (Seminarraum) und Gestalten (Galerie) fĂŒhrt die Entdeckungsreise durch die Einrichtungen des StifterHauses. Wir laden ein, mit uns das Abenteuer Literatur zu erforschen!

Anmeldung und Information
fĂŒr Schulen ab 13. September 2010, tĂ€glich 9.00 bis 14.00 Uhr
www.stifter-haus.at
Tel.: 0732/7720 11298
Fax: 0732/7720 11780
c.lehner@stifter-haus.at



mehr  



BuchprÀsentation
28.09.10 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
Dienstag, 28. September 2010
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr

ERICH HACKL: Familie Salzmann. ErzÀhlung aus unserer Mitte
(Diogenes Verlag, 2010)
Lesung mit dem Autor

EinfĂŒhrung: GEORG PICHLER


ERICH HACKL, geboren am 26. Mai 1954 in Steyr, Oberösterreich. Nach dem Studium der Germanistik ist er seit 1983 freier Schriftsteller und Übersetzer sowie Herausgeber von Werken unbekannter oder an den Rand gedrĂ€ngter Autoren. In seinem literarischen wie publizistischen Schaffen geht es Hackl darum, FĂ€den zu knĂŒpfen zwischen denen, die sich mit heutigem Unrecht nicht abfinden, und jenen, die sich schon frĂŒher empört haben und damit nicht allein bleiben wollten. Seinen ErzĂ€hlungen, die in 25 Sprachen ĂŒbersetzt wurden, liegen authentische FĂ€lle zugrunde.

Zum Buch:
Und was fĂŒr eine Geschichte! Die des deutsch-österreichischen Ehepaares Hugo und Juliana Salzmann, dessen Liebe sich im Widerstand und in der Verbannung kaum erfĂŒllen kann. Die Geschichte ihres Sohnes, und wie er von seiner Tante unter widrigen UmstĂ€nden am Leben gehalten wird. Die Geschichte seiner MĂŒhe, der toten Mutter nahe zu bleiben, uns seines vergeblichen Werbens um die Zuwendung und Geduld seines Vaters. Und die Geschichte des Enkels, der - in unserer Gegenwart - an seinem Arbeitsplatz gemobbt, dem schließlich gekĂŒndigt wird, nachdem er diesen einen Satz hat fallenlassen: „Meine Oma ist in einem KZ umgekommen.” Eine Familiengeschichte also, die quer durch beide deutsche Staaten, durch Österreich, Frankreich, die Schweiz verlĂ€uft, ĂŒber drei Generationen und ein Jahrhundert. Aber auch eine kollektive Geschichte „aus unserer Mitte”, die uns vor Augen fĂŒhrt, was schtzens- und liebenswert ist, gerade dann, wenn die UmstĂ€nde die Menschen zu ĂŒberfordern scheinen.
(Verlagstext)


mehr  



IMPRESSUM © 2008 StifterHaus – Zentrum für Literatur und Sprache in OÖ.

STIFTERS PLAN
Biografie - multimedial

weiter >>

Stichwörter zur oberösterreichischen Literaturgeschichte

weiter >>