Buchpräsentation
30.05.17 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
PETER WIESINGER und KARL HOHENSINNER, Ortsnamenbuch des Landes Oberösterreich, Band 5:
Die Ortsnamen der Politischen Bezirke Grieskirchen und Eferding (Nördliches Hausruckviertel)

(Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich, 2017)

Reihe Linzer Vorträge zur deutschen Sprache (34)

Seit 1989 sind 8 der vorgesehenen 11 Bände des neuen „Ortsnamenbuches des Landes Oberösterreich” erschienen. Nun kann nach längerer Pause als umfänglichster der Bände Band 5 mit über 1.350 Ortsnamen vorgelegt werden. Ihre Schreibentwicklungen werden mit den urkundlichen Belegen von den Anfängen im 8. Jahrhundert bis zur Landkarte von Souvent von 1857 verfolgt und ihre mundartlichen Aussprachen festgehalten. Auf diesen Grundlagen wird mit Hilfe der historischen Grammatik ihre Etymologie und damit ihre Bedeutung erschlossen. Zugleich zeigen 32 Karten die Verbreitung häufig auftretender Siedlungsnamentypen und geben Einblicke in die Siedlungsgeschichte. Der Vortrag beider Autoren wird Arbeitsweise und Ergebnisse vorstellen.

PETER WIESINGER war von 1971 bis 2006 Ordentlicher Professor für deutsche Sprache an der Universität Wien und ist Wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Er lehrt und forscht auf den Gebieten der deutschen Sprachgeschichte, des österreichischen Deutsch, der Dialektologie, der Namenforschung und der Wissenschaftsgeschichte der Germanistik. Zahlreiche Beiträge in wissenschaftlichen Zeitschriften und Sammelbänden und mehrere Bücher, zuletzt „Das österreichische Deutsch in Gegenwart und Geschichte”, 2014 und „Die deutschen geistlichen Dichtungen von Andreas Kurzmann”, 2017.

KARL HOHENSINNER ist Sprachwissenschaftler und Historiker, mit Schwerpunkt Namenforschung. Derzeit leitet er ein Forschungsprojekt zu Familiennamen in Oberösterreich. Er ist langjähriger Mitarbeiter des Ortsnamenbuchs des Landes Oberösterreich und hat vielfach zum Thema Namen in Oberösterreich publiziert. Weitere Interessensschwerpunkte: Erzählte Geschichte (Oral History), Sagenforschung und Geschichte des Donauraumes in Oberösterreich.



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Themenschwerpunkt >Suchbild Familie<
01.06.17 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
Lesungen

FRIEDERIKE GÖSWEINER, Traurige Freiheit. Roman (Literaturverlag Droschl)
GERTRAUD KLEMM, Muttergehäuse. Roman (Verlag Kremayr & Scheriau)

Lesungen und Gespräch mit den Autorinnen
Moderation: GEORG RENÖCKL

Die aktuelle Veranstaltungsreihe des StifterHauses präsentiert Prosatexte, die dem Thema Familie in all ihren Konstellationen, der Suche bzw. dem Wunsch nach einem geglückten Leben innerhalb dieser kleinsten Form sozialer Gemeinschaft auf sehr unterschiedliche Weise nachgehen. Dass die Wirklichkeit oft hinter dem erträumten Ideal zurückbleibt, ist eine Erfahrung, die die Literatur wesentlich anzutreiben scheint.

FRIEDERIKE GÖSWEINER, geboren 1980 in Rum, Tirol, Studium der Germanistik und Politikwissenschaft. Lebt als freie Lektorin und Journalistin in Tirol. „Traurige Freiheit”, 2016, ist ihr Debüt. 2016 erhielt sie den Österreichischen Buchpreis in der Kategorie Debüt.

Zum Buch:
„Gösweiners erster Roman ist ein kleines Wunder. Er ist ein sensibles, in seiner emotionalen und sozialen Genauigkeit überzeugendes und, vor allem, ein ans Herz greifendes Porträt einer jungen Frau, die nach dem Studium einen Platz in unserer Ellenbogengesellschaft zu finden versucht. Hannah folgt ihren Wünschen, ihren Fähigkeiten und ihrem Gefühl - aber niemand braucht sie, nicht einmal ihr Freund, der sich für seine eigene Karriere entscheidet.” (Verlagstext)

GERTRAUD KLEMM, geboren 1971 in Wien, Studium der Biologie, österreichische Schriftstellerin. Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien. Buchpublikationen
u. a.: „Herzmilch”, Graz 2014; „Aberland”, Graz 2015.

Zum Buch:
„Eine Frau will ein Kind, aber ihr Körper versagt es ihr. Also nimmt sie den Kampf gegen sich selbst auf und macht ihre Umgebung zum Feind. Als sie sich zur Adoption eines afrikanischen Kindes entscheidet, ist ihr Versagen für alle sichtbar. Freunde werden zu Fremden, der Alltag wird zum Hürdenlauf, der auch dann nicht endet, als das Kind kommt. Die Mühlen der Bürokratie tun ihr Übriges.” (Verlagstext)

GEORG RENÖCKL, geboren 1976 in Linz, studierte in Wien, Paris und Mexiko Germanistik, Französisch und Journalismus. Er lebt als freier Journalist in Wien. Bücher: „Die letzten Fleischhauer von Wien”, 2013; „Wien abseits der Pfade”, 2016.


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GAV OÖ - Neue Literatur aus Vorarlberg
08.06.17 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
NADINE KEGELE, Lieben muss man unfrisiert. Protokolle nach Tonband (Kremayr & Scheriau, Wien)
GÜNTER VALLASTER, Räume für Notizen / rooms for notes. Visuelle, digitale und transmediale Poesie (edition ch, Wien)

Lesung mit der Autorin und dem Autor

Moderation: JOHANN KLEEMAYR

NADINE KEGELE, geboren 1980 in Bludenz/Vbg, lebt in Wien. Bürolehre, Abendschule/zweiter Bildungsweg, Studium der Germanistik, Theaterwissenschaft, Gender Studies. Arbeiten als Nacht-/Sekretärin, Finanzassistentin, Mediaplanerin, Versandhelferin, Korrektorin, Lektorin, aktuell als Basisbildungstrainerin für Geflüchtete an der Volkshochschule Wien. Publikumspreis Bachmann-Wettbewerb 2013, LCB Aufenthaltsstipendium 2014, Bayerische Akademie des Schreibens 2015/2016, Theodor-Körner-Preis 2016. Schriftstellerin („Bei Schlechtwetter bleiben Eidechsen zu Hause”, Roman, Czernin 2014), Dramatikerin („Wälderweiberwut”, Theaterstück, Theater Kosmos, Wien 2015), Herausgeberin („Hinter dem Gesetz”, Anthologie, Luftschacht 2015).

GÜNTER VALLASTER, geboren 1968 in Schruns/Vbg., lebt in Wien. Studium der Germanistik und Geschichte in Innsbruck, Mitarbeit in Forschungsprojekten, Autor und seit 2004 Herausgeber der edition ch. Zuletzt: „Am Sims” (mit Zeichnungen von Andrea Zámbori und Übersetzungen von Juliana V. Kaminskaja und Mark Kanak), St. Wolfgang/Wien: Edition Art Science 01|2013 (= Erika Kronabitter, Hg.in: Lyrik der Gegenwart19) und „Jukebox. Mit Zeichnungen von Fritz Widhalm und Ilse Kilic” (Das fröhliche Wohnzimmer - wohnzimmers buntes lyrikheft 11, 2016) sowie als Herausgeber die Anthologie „räume für notizen | rooms for notes. visuelle, digitale und transmediale poesie” (edition ch 2016).

JOHANN KLEEMAYR, geboren 1954 in Schwanenstadt, Germanistik- und Theologiestudium in Salzburg und Paris, Autor und Gymnasialprofessor in Wels.
Zuletzt: „Das geheime Tagebuch. 1. Halbjahr 1969” und „Wunder sind möglich. Gedichte”. Mitglied von MAERZ und Galerie Forum, Wels.


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Buch- und Verlagspräsentation Edition Atelier
12.06.17 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
MASCHA DABIĆ, Reibungsverluste. Roman
EVA SCHÖRKHUBER, Nachricht an den großen Bären. Roman

Lesung und Gespräch mit den Autorinnen
Moderation: JORGHI POLL

MASCHA DABIĆ, geboren 1981 in Sarajevo, übersetzt Literatur aus dem Balkanraum, u. a. „Ausgehen” von Barbi Marković für Suhrkamp. Studium der Translationswissenschaft (Englisch und Russisch). Lebt in Wien und setzt sich journalistisch mit dem Phänomen Migration auseinander (daStandard.at), arbeitet als Dolmetscherin im Asyl- und Konferenzbereich und lehrt an den Universitäten Innsbruck und Wien.

Zum Buch:
„Eine Dolmetscherin erzählt. Nach zweieinhalb Jahren in Russland ist Nora wieder zurückgekehrt. In ihrem Job als Dolmetscherin ist sie Sprachrohr für traumatisierte Flüchtlinge, ebenso wie für die Psychotherapeuten. Es fällt ihr zunehmend schwer, sich von den Leidensberichten der Flüchtlinge zu distanzieren und die verallgemeinernde Haltung von Politik und Gesellschaft zu akzeptieren. Daneben versucht Nora, ihr eigenes chaotisches Leben auf die Reihe zu kriegen.” (Verlagstext)

EVA SCHÖRKHUBER, geboren 1982 in St. Pölten, aufgewachsen in Oberösterreich. exil-literaturpreis 2012, Theodor-Körner-Preis 2013. Lebt und arbeitet in Wien und Bratislava. Gemeinsam mit Elena Messner Konzeption und Durchführung der Wiener Soundspaziergänge. Zuletzt in der edition atelier erschienen: „Die Blickfängerin”, 2013 und „Quecksilbertage”, 2014.

Zum Buch:
„Geheime Papiere gegen den Faschismus. In naher Zukunft: Die Rechtspopulisten haben die Macht ergriffen, Europa ist in Zonen aufgeteilt, die Menschen sind angesichts des neuen faschistischen Regimes verängstigt. Während Claire hinter Barrikaden kämpft, sitzt ihre Freundin Su mit geheimen Papieren im Zug. Wenn es ihr gelingt, damit unbemerkt die Grenze zu passieren, ist es vielleicht noch nicht zu spät. Eva Schörkhuber erzählt in ihrem hypnotischen Roman von Mechanismen der Angst, von Formen des Widerstands, von Verzweiflung und der Hoffnung auf eine bessere Welt.” (Verlagstext)


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Buch- und Verlagspräsentation Sisyphus Verlag
13.06.17 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
DIETMAR FÜSSEL, Wiederholte Geburten. Historischer Roman
ALFRED GELBMANN, Vorläufig Lübeck. Roman

Lesung mit den Autoren
Moderation: LUDWIG ROMAN FLEISCHER

DIETMAR FÜSSEL, geboren 1958 in Wels, lebt als Autor, Bibliothekar und Aktionist in Ried im Innkreis. Sein literarisches Schaffen umfasst über 10 Bücher, u. a.: „Panthokanarische Plottensprünge. Kurzprosa, 2015; „Der Sohn einer Hure”, Roman, 2014; „Götter und ihre Fans”, Erzählungen, Szenen und Legenden, 2012; „Leidenschaft”, Lateinamerikanische Liebesgedichte, 2010; zahlreiche Beiträge in diversen Anthologien.

Zum Buch:
„Das alte Ägypten im dreizehnten vorchristlichen Jahrhundert: Der erfolgreiche Frauenarzt Merirê ist wegen einer vorschriftswidrigen Behandlung einer Hofdame am Königshof in Ungnade gefallen. Eines Tages aber befiehlt Ramses II. ihn überraschend zu sich und erteilt ihm den Auftrag, gemeinsam mit dem Amun-Priester Rahotep in die Hauptstadt des verfeindeten Hethiterreichs zu reisen - angeblich um der sechzigjährigen Schwester des Großkönigs noch einmal zu einer Schwangerschaft zu verhelfen, in Wirklichkeit aber handelt es sich um eine heikle diplomatische Mission. (…)”.
(Verlagstext)

ALFRED GELBMANN, geboren 1946 in Linz. Autor, Herausgeber, Literaturwissenschaftler. Publikationen zuletzt: „Trümmerbruch oder Die Entdeckung des glücklichen Raumes”, Roman, 2012 (ORF Bestenliste Juni 2012); „ … und vermutlich liegt da irgendwo mein Körper, aber was nützt das?”, Essays 2015; in Vorbereitung für 2017: „Der eigentliche Thomas Bernhard”, Essays.

Zum Buch:
„Moser möchte lieber nicht. Nur nichts Begonnenes zu Ende bringen. Gelebte Vorläufigkeit als letzte verbleibende Möglichkeit, sich der übermächtigen Fremdbestimmung einer veränderten, nicht mehr fassbaren Welt zu entziehen. Oder doch nur der untaugliche Versuch, die selbstgewählten Mittel seiner Abdrift in die soziale Isolation zu heiligen? - Moser und die Lehner, Nachkriegskinder aus der Muldenstraße, versuchen auf eine jeweils andere, ihnen eigene Art, sich den Zwängen ihres unverschuldet in Zeit und Ort ‚Hineingeborenseins’ zu entziehen. Den Preis dafür scheinen sie in Kauf zu nehmen. Sie gehen immer nur vorläufig miteinander, trennen sich allerdings nie endgültig. (…)”. (Verlagstext)

LUDWIG ROMAN FLEISCHER, geboren 1952 in Wien, lebt dort. Sein umfangreiches literarisches Werk erscheint größtenteils im Sisyphus Verlag.


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Verleihung der Heinmrad-Bäcker-Preise
20.06.17 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
Grußworte: Vertretung des Landes Oberösterreich

Lesung: MARIA GENSCHEL (Förderpreis zum Heimrad-Bäcker-Preis)
Laudatio: CHRISTIAN STEINBACHER

Lesung: BODO HELL (Heimrad-Bäcker-Preis)
Laudatio: ZSUZSANNA GAHSE

Verleihung des "neue-texte"-Essay-Preises an
THERESIA PRAMMER

Die Vergabe der Heimrad-Bäcker-Presie wird maßgeblich unterstützt durch eine Förderung des Kulturamts der Stadt Linz gemeinsam mit der Direktion Kultur des Landes Oberöstereich sowie durch das Bundeskanzleramt der Republik Österreich


Die Heimrad-Bäcker-Preise zeichnen Dichterinnen und Dichter aus, deren Werk im Zusammenhang mit der Literatur zu sehen ist, wie sie Heimrad Bäcker in seiner „edition neue texte” verlegt hat. Der nun zum zweiten Mal vergebene „neue texte”-Essay-Preis zeichnet herausragende Stimmen auf dem Feld der literarischen Essayistik aus.

MARA GENSCHEL, geboren 1982 in Bonn, lebt derzeit in Stuttgart. Studium an der Hochschule für Musik Detmold und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2012 startete sie ihr eigenes Publikationskonzept „Referenzfläche”, in dem sie Texte mit handschriftlichen und anderen manuellen Eingriffen realisiert und in kleinen Auflagen zum Selbstkostenpreis vertreibt. Bisher erschienen 5 Ausgaben. Der 2015 von Bertram Reinecke herausgegebene Materialband „Mara Genschel Material” enthält Faksimiles dieser Arbeiten sowie begleitende Essays von Kritikern und Kollegen. Weitere Einzelveröffentlichungen: „Tonbrand Schlaf”, 2008; „Vom Nachtalpenweg”, 2009; „Cute Gedanken”, 2017 und zuletzt das Hörspiel „Villa Genschel”, 2017.

BODO HELL, geboren 1943 Salzburg, lebt in Wien und am Dachstein. Prosa (intertextuell und der Faktizität verpflichtet), Radio, Theater, Schrift im öffentlichen Raum, Text-Musik-Performances, Essais zur bildenden Kunst, Fotos, Film, Ausstellungen, Almwirtschaft. Bücher (Auswahl): „Dom - Mischabel - Hochjoch”, 3 Bergerzählungen, edition neue texte linz 1977/79; „Stadtschrift, Fotos und Text Linie 13A”, edition neue texte linz 1983; „Nothelfer”, Literaturverlag Droschl (Essay Nr. 60), 2010; „Bodo Hell Omnibus”, exemplarische Texte und Kommentare, Literaturverlag Droschl, 2013; „Stadtschrift”, edition seidengasse: Bibliothek Urbaner Kultur, hg. Hubert-Christian Ehalt, 2015; „kein Maulwurfshügel”, topo-graphische SemmeringBilder” (mit Zeichnungen von Norbert Trummer), Bibliothek der Provinz 2016; „Ritus und Rita”, neue Legenden und Liebeserklärungen”, Literaturverlag Droschl (Essay Nr. 69), 2017.

THERESIA PRAMMER, geboren 1973 in Wien, lebt in Berlin. Veröffentlichungen, u. a.: „Lesarten der Sprache”, 2005; „Verlaufsformen poetischer Rede”, 2009; „Eine Wissenschaft vom Licht - Pier Paolo Pasolinis späte Gedichte”, 2009; „Ricostruzioni, Nuovi poeti di Berlino”, 2011. Herausgeberin von Anthologien und Schwerpunktdossiers, Verfasserin von Essays und Übersetzungen, Veranstalterin (Attico Berlin, Literatur Lana).


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Buchpräsentation
22.06.17 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
CHRISTOPH HEIN, Trutz. Roman (Suhrkamp Verlag)

Lesung und Gespräch mit dem Autor
Moderation: CHRISTIAN SCHACHERREITER

CHRISTOPH HEIN wurde am 8. April 1944 in Heinzendorf/Schlesien geboren. Nach Kriegsende zog die Familie nach Bad Düben bei Leipzig, wo Hein aufwuchs. Ab 1967 studierte er an der Universität Leipzig Philosophie und Logik und schloss sein Studium 1971 an der Humboldt Universität Berlin ab. Von 1974 bis 1979 arbeitete Hein als Hausautor an der Volksbühne Berlin. Der Durchbruch gelang ihm 1982/83 mit seiner Novelle „Der fremde Freund / Drachenblut”. Zahlreiche Publikationen, zuletzt: „Weiskerns Nachlass”, Roman, 2011; „Vor der Zeit - Korrekturen”, Erzählungen, 2013; „Glückskind mit Vater”, Roman, 2016. Hein wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Uwe-Johnson-Preis (2012) und dem Stefan-Heym-Preis (2013).

Zum Buch:
„,In diesen Roman geriet ich aus Versehen oder vielmehr durch eine Bequemlichkeit.’ Dieser Satz eröffnet eine Recherche über das Leben zweier Familien während des vergangenen Jahrhunderts. Ein Roman also des 20. Jahrhunderts, der des Schriftstellers Rainer Trutz und der von Waldemar Gejm, einem Professor für Mathematik und Linguistik an der Lomonossow-Universität, der seit Jahren ein neues Forschungsgebiet entwickelt: die Mnemotechnik, die Lehre von Ursprung und Funktion der Erinnerung. Die partei-offizielle Gedächtnissteuerung staatlicher Stellen wird Trutz wie Gejm in den darauffolgenden Jahren zum Verhängnis: Der Deutsche wird in einem sowjetischen Arbeitslager erschlagen. Die Umschwünge der Politik des Genossen Stalin führen im Falle Gejm zur Deportation mit anschließendem Tod. Nur die beiden Söhne, Maykl Trutz und Rem Gejm, überleben und begegnen sich. Jahrzehnte später zeigt sich die Ironie der Geschichte und die ihres Lebens: Das Jahrhundert, das auf ein nicht-staatlich bevormundetes Gedächtnis angewiesen wäre, arbeitet unerlässlich daran, das Gedächtnis auszulöschen.” (Verlagstext)

CHRISTIAN SCHACHERREITER, geboren 1954 in Linz, Studium der Germanistik und Geschichte in Salzburg, Autor, Literaturkritiker und Kolumnist der „Oberösterreichischen Nachrichten”, Lehrbeauftragter für Literatur an der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz, zahlreiche Veröffentlichungen.


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Buch- und Verlagspräsentation Mitter Verlag
27.06.17 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
REINHOLD AUMAIER, Schnecksekunde. Prosa
RUDOLF HABRINGER, Das Unergründliche und das Banale (Band 5 in der Reihe "Reden über das Schreiben")

Lesung mit den Autoren

Moderation: ALFRED GELBMANN

REINHOLD AUMAIER, geboren 1953 in Linz, lebt nach längeren Wien-Aufenthalten in Lembach, OÖ. Seit 1976 freischaffender Autor, Musiker & bildender Künstler. Landeskulturpreis für Literatur des Landes OÖ. 1999. Zuletzt erschienen: „gscheid schtad”- Gedichte in Mühlviertler Mundart, 2012; „Wegwerfwunder - feinherbe Prosa-Mischkulanz”, 2013; „Schöpfe Leere aus dem Vollen - 99 ZEN-Suren”, 2015.

Zum Buch:
„Sein neues Buch: Ein Gedankenrasen, bei dem sich Zeiten und Räume vermengen, die Ordnung von Zeit und Raum aufgehoben wird, ausgreifend in den Makrokosmos, zurückgeschleudert in den Mikrokosmos, […] ein ,Flausen in Gedankengängen … frei hin und her flottierend’”. (Reinhold Tauber, OÖN)

RUDOLF HABRINGER, geboren 1960 in Desselbrunn, Studium (Germanistik, Theologie) in Salzburg. Lebt und arbeitet als freier Schriftsteller in Walding bei Linz: Romane, Erzählungen, Satiren, Theaterstücke, kabarettistischen Programme, Kolumnen und Essays; Tätigkeit als Herausgeber und als Musiker. Letzte Publikationen u. a.: „Island Passion”, 2008; „Engel zweiter Ordnung”, 2011; „Felix Baumgartner reißt einen Stern”, 2013; „Was wir ahnen”, 2013; „Heute brennt der Baum” (CD 2014); „Die Töpfe von Brüssel und andere Fettnäpfchen”, Satiren, 2016.

Zum Buch:
„Am Scharnier zwischen der bloßen Materialhaftigkeit eines Wortes und seiner Bedeutung sitzt der Autor, behaucht und befeuert er mit seiner Fantasie sein dürres Ausgangsmaterial, auf dass sich Sätze bilden und später daraus die seltsame Übertragung von Bildern, einer Empfindung, einer Stimmung im Kopf eines anderen stattfinde. Und kein Linguist und kein Neurologe weiß genau, auf welche Weise dieser rätselhafte Vorgang abläuft. Es stimmt: Es ist schon alles gesagt. Und es stimmt nicht: Es formuliert, es fabuliert sich immer wieder neu. So ist es mit dem Schreiben.” (Verlagstext)


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Buchpräsentation
29.06.17 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
CHRISTIAN LOIDL, Magie im sinnlosen Universum. Prosa aus dem Nachlass.
Hrsg. von EVA LAVRIC
(Klever Verlag, Wien)

Mit GINO MATIELLO, EVA LAVRIC, JAAN KARL KLASMANN, CHRISTIAN KATT und RENALD DEPPE

Veranstaltet mit: Klever Verlag, Wien

Zum Buch:
„,Magie im sinnlosen Universum’ ist der Prosaband eines Lyrikers, mit all den Qualitäten, die Christian Loidls Texte ausmachen: eine schwebende Leichtigkeit und ein funkelnder Humor, getragen von existenzieller Tiefgründigkeit, die zwischendurch paradox aufblitzt. Kurze Geschichten erzählen von Reisen als Eintauchen in das ,Andere’, von der Auseinandersetzung mit skurrilen Existenzen, vom Entdecken der Poesie durch den frischen, aufmerksamen Blick auf das Alltägliche. Es geht um Begegnungen mit Gleichgesinnten und mit Idolen - wie die Beat-Poeten der ,Jack Kerouac School of Disembodied Poetics’ -, um eine anarchisch-humorvolle Reaktion auf autoritäre politische Entwicklungen, und immer wieder um radikale, aber auch spielerische Techniken des Aufbrechens der vorgefertigten Realität und des Ausbrechens aus geordneten Bahnen. Träume und ,Schlafstimmen’ eröffnen den irrationalen Blick auf die Wirklichkeit, den geheimen Zugang zu den unterirdischen Quellen der Kreativität. Orakel und Schamanische Reisen führen in eine Welt des Unbekannten, Ungeahnten, Nicht-Vorhersehbaren. Magie bedeutete für Christian Loidl, Kunde aus Welten und aus Bewusstseinszuständen zu bringen, die eine neue und befreiende Wahrheit ans Licht bringen.” (Verlagstext)

EVA LAVRIC, Professorin für Romanische Sprachwissenschaft an der Universität Innsbruck, Herausgeberin (fast) aller Werke Christian Loidls aus dem Nachlass und Vertrieb seiner Bücher über die „edition farnblüte”.

GINA MATTIELLO, Schauspielerin, Stimmperformerin, Autorin, Kuratorin. Masterstudium an der Hochschule der Künste Bern / Musiktheater Composition und Theory - Théâtre Musical und literarisches Schreiben.

RENALD DEPPE, geboren in Bochum, lehrt an der Univ. für Musik und darstellende Kunst Wien und an der Anton Bruckner Univ. Linz. Saxophonist, Klarinettist, Komponist, Kurator und Zeichner. Zuletzt erhielt er das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

CRISTIAN KATT, Poetische Texte, Zeichnung, Malerei, Photographie, Video, Textobjekte, Künstlerbücher, Kunstvermittlung, Musik; Ausstellungen, Lesungen, Performances.

JAAN KARL KLASMANN, mit Christian Loidl durch eine jahrzehntelange spirituelle Freundschaft verbunden, ist Sänger, Übersetzer, freier Autor sowie Gesangstherapeut und psychospiritueller Coach.


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Themenschwerpunkt >Suchbild Familie<
04.07.17 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
DIRK STERMANN, Der Junge bekommt das Gute zuletzt. Roman (Rowohlt Verlag, Reinbek)

Lesung und Gespräch mit dem Autor
Moderation: GÜNTER KAINDLSTORFER

Die aktuelle Veranstaltungsreihe des StifterHauses präsentiert Prosatexte, die dem Thema Familie in all ihren Konstellationen, der Suche bzw. dem Wunsch nach einem geglückten Leben innerhalb dieser kleinsten Form sozialer Gemeinschaft auf sehr unterschiedliche Weise nachgehen. Dass die Wirklichkeit oft hinter dem erträumten Ideal zurückbleibt, ist eine Erfahrung, die die Literatur wesentlich anzutreiben scheint.

DIRK STERMANN, geboren 1965 in Duisburg, lebt seit 1987 in Wien. Er zählt zu den populärsten Kabarettisten und Radiomoderatoren Österreichs und ist auch in Deutschland durch Fernseh- und Radioshows sowie durch Bühnenauftritte und Kinofilme weit bekannt. Publikationen u. a.: „Eier”, Wien, 2010; „Sechs Österreicher unter den ersten fünf. Roman einer Entpiefkenisierung”, Berlin, 2010; mit Christoph Grissemann: „Speichelfäden in der Buttermilch”, Stuttgart, 2011; „Stoß im Himmel: Der Schnitzelkrieg der Kulturen”, Berlin, 2013.

Zum Buch:
„Der Bestsellerautor und Humorist Dirk Stermann hat den traurigsten Roman der Welt geschrieben: Sein Held ist noch nicht vierzehn und schon ganz allein. Claude ist anders als andere Dreizehnjährige; da muss man gar nicht erst seine Faszination für die Geschichte der Todesstrafe in Wien erwähnen. Sein Vater lehrt Posaune am Konservatorium, die Mutter ist Ethnologin aus Leidenschaft, und das geht so weit, bis eines Tages ein echter Indio in die Wohnung zieht. Eilig wird eine Mauer hochgezogen: Auf der einen Seite wohnt die Mutter mit Claudes Bruder und dem neuem Liebhaber, auf der anderen Claude und sein Vater. Der hat aber schnell auch eine Neue (Flötistin, Veganerin, Deutsche). Bald sind beide Parteien ausgezogen, Claude bleibt allein zurück, warum auch nicht? Überhaupt soll er weniger rumjammern, findet seine dicke Großmutter, und mehr an andere denken. Jetzt hat Claude nur noch Taxifahrer Dirko, der ihn täglich in das Elitegymnasium fährt, wo Claude regelmäßig von den reichen Mitschülern vermöbelt wird. Dirko kommt aus Serbien, hat eine Hütte an der Donau und eine Schublade voller falscher Ausweise. Er ist mal Däne, mal Armenier und kann Geschichten erzählen ohne Ende.” (Verlagstext)

GÜNTER KAINDLSTORFER, geboren 1963 in Bad Ischl, ist Literaturkritiker, Fernsehmoderator, Journalist (deutsche, Schweizer und österreichische Tages- und Wochenzeitungen) und Schriftsteller. Seit 2011 Programmchef der Buchmesse „Buch Wien”.

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Die Rampe - "Scham"
06.07.17 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
Präsentation der Sondernummer der Rampe 2/17

Aus ihren Texten lesen:

IRIS GASSENBAUER
MARKUS GRUNDTNER
KLAUS PAPULA

Moderation: CLAUDIA LEHNER

Scham ist ein Gefühl, das jeder kennt: Schon das Kind wird dazu angehalten, sich für bestimmte Worte oder Taten zu schämen, sich schlecht und verlegen zu fühlen, weil es - bewusst oder unbewusst - Grenzen übertreten, Tabus berührt hat. Fortan kann dieses versteckt schlummernde Bewusstsein ganz unvermutet über uns hereinbrechen: In Situationen, in denen wir als Opfer, Täter oder Zeuge Entblößung erfahren, in denen wir uns für das eigene Sein oder Tun oder für das anderer schämen. Erzählungen, Gedichte und Prosaminiaturen loten in der RAMPE 2/17 die Ambivalenz eines kulturell gestalteten „normativen Konzeptes” aus, das uns seit je begleitet und nicht mehr verlässt. Zur Präsentation des Bandes lesen Iris Gassenbauer, Markus Grundtner und Klaus Papula.

IRIS GASSENBAUER, geboren 1987 in Wien. Studierte Germanistik, dissertierte zu Parallelwelten in fantastischer Literatur. Studium der Sprachkunst an der Universität für angewandte Künste Wien. Lesungen im In- und Ausland, Publikationen in Literaturmagazinen und Anthologien.

MARKUS GRUNDTNER, geboren 1985 in Wien, aufgewachsen in Burgenland/Niederösterreich, Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft sowie der Rechtswissenschaften in Wien. Zunächst journalistische Tätigkeiten im Print- und Online-Bereich, heute Konzipient in einer auf Arbeitsrecht spezialisierten Kanzlei in Wien. Schreibt Prosa, Juristisches, Lyrik und alles, was dazwischenliegt. Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften (DUM, &Radieschen, mosaikzeitschrift.at) und Anthologien.

KLAUS PAPULA, geboren 1967 in Linz, Studium der Psychologie und Ausbildung zum Psychotherapeuten in Salzburg, Schuldenberater in der Schuldenberatung Salzburg, verheiratet, Vater einer 6-jährigen Tochter.

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IMPRESSUM © 2016 Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich / StifterHaus – Literatur und Sprache in OÖ.
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