Enquete
29.09.16 18:00 Uhr - 30.09.16 19:00 Uhr
Literatur - Ideal & Gesellschaft. Enquete zur Literaturvermittlung in Österreich
im Theater Odeon in Wien

Programm


29. September 2016


18:00 Uhr: Eröffnung
Edith Bernhofer, Tomas Friedmann, Robert Huez
Präsentation der Anthologie
„Zwischen Schreiben und Lesen”

Podiumsgespräch
„Welche Literatur in welcher Gesellschaft?”
mit Sandra Csillag, György Dalos, Walter Grond, Sabine Gruber, Jochen Jung
moderiert von Kristina Pfoser


30. September 2016

Vormittag / Moderation: Ulrike Längle, Regina Pintar

9:15 Uhr: Begrüßung

9:30 Uhr: Kulturpolitik, Literaturförderung
mit Kristin Jenny, Daniel Terkl, Michael Wimmer

10:30 Uhr: Literaturvermittlung
mit Manfred Müller, Stephan Porombka, Gesa Schneider,
moderiert von Tomas Friedmann

12:00 Uhr: Jugend, Bildung, Schule
mit Karin Haller, Andrea Karimé, Erwin Krottenthaler,
moderiert von Gabriele Stöger

Nachmittag / Moderation: Peter Fuschelberger, Barbara Mayer

14:30 Uhr: Medien
mit Peter Klein, Michael Pilz, Brigitte Schwens-Harrant,
moderiert von Klaus Kastberger

15:30 Uhr: Publikum, Rezeption
mit Volker Kirchberg, Doris Moser,
Katharina Perschak, Regina Pintar,
moderiert von Ursula Ebel

17:00 Uhr: Zusammenfassung und Publikumsreaktion
mit Markus Köhle und Mieze Medusa

Podiumsgespräch
„Literatur im Umbruch/Aufbrüche”
mit BM Thomas Drozda (angefragt),
Klaus Kastberger, Doris Moser, Gerhard Ruiss, Margit Schreiner, Daniela Strigl, Michael Wimmer,
moderiert von Kristina Pfoser


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Die Lange Nacht der Museen
01.10.16 18:00 Uhr - 02.10.16 1:00 Uhr
Samstag, 1. Oktober 2016 bis
Sonntag, 2. Oktober 2016

Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 18:00 bis 1:00 Uhr

18:00 und 19:00 Uhr
Kinderprogramm
Gespielte Geschichten mit WALTRAUD STARCK
zum Thema „Ins Blaue”
für Kinder von 5 bis 10 Jahren

18.00 - 20.00 Uhr
Kurrentschrift-Workshop
Kurrentschrift erlernen für Jung und Alt
mit WILLIBALD MAYRHOFER

21.00 Uhr
Spezialführung mit CLAUDIA LEHNER
zu Adalbert Stifters Leben und Werk

18:00 Uhr bis 01:00 Uhr
Großer Bücherflohmarkt

18:00 Uhr bis 01:00 Uhr
Führungen nach Bedarf

Veranstaltet mit: ORF


Adalbert Stifters Wohn- und Sterbehaus
Seine letzten 20 Lebensjahre verbrachte Adalbert Stifter (1805-1868) in dem klassizistischen Bau an der Donaulände in Linz. In seiner ehemaligen Wohnung ist heute das OÖ. Literaturmuseum untergebracht.

Das Museum wurde 2013 neu gestaltet. Die Dauerschau spannt einen Bogen von der ursprünglichen Raumnutzung Stifters (Originalmobiliar- bzw. -gemälde) zu einem Querschnitt durch die OÖ. Literaturgeschichte, vom Mittelalter bis in die Gegenwart.


Ticket
Euro 13,- für Erwachsene
Euro 11,- ermäßigt (SchülerInnen, StudentInnen, SeniorInnen, Behinderte und Ö1 Club Mitglieder).

In einem begleitenden Booklet werden die teilnehmenden Institutionen vorgestellt und verschiedene „Museumsrouten” angeboten. Ein Bus-Shuttledienst bringt die BesucherInnen in regelmäßigen Intervallen vom „Treffpunkt Museum” (Hauptplatz) auf den einzelnen „Museumsrouten” von teilnehmendem Museum zu teilnehmendem Museum. Der Ticketpreis inkludiert die Fahrt mit den Bussen, den Eintritt in alle Institutionen sowie den Zugang zu den gebotenen Events.


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Literatur betreiben
04.10.16 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
Dienstag, 4. Oktober 2016
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr

Der Wandel im Literaturbetrieb aus der Sicht österreichischer AutorInnen der Generationen 60 plus und 30 plus

Gespräch mit
CLEMENS BERGER und TERESA PRÄAUER
Moderation: LUDWIG LAHER


Die österreichischen Literaturhäuser haben sich auch 2016 auf ein gemeinsames Herbstprojekt verständigt, eine Enquete zur Literaturvermittlung in Österreich unter dem Titel ‚Literatur - Ideal und Gesellschaft‘ sowie die Anthologie ‚Zwischen Schreiben und Lesen‘. Das StifterHaus flankiert die Enquete mit einer kleinen, von Ludwig Laher konzipierten Reihe. In drei Veranstaltungen stehen die Veränderungen im Literaturbetrieb seit den 70er Jahren sowie der je subjektive kritische Zugang von AutorInnen zu den Gegebenheiten des Öffentlichwerdens von Texten zur Diskussion. Der zweite Abend führt einen Autor und eine Autorin der jüngeren Generation zusammen, die jeweils in diesem Herbst in deutschen Verlagen neue Romane vorlegen. Wie verlaufen Schriftstellerkarrieren im digitalen Zeitalter, in einer Welt prekärer Arbeitsverhältnisse, in einem Umfeld von Rankings und Nominierungslisten, von (zumindest kolportierter) abnehmender Leselust und zunehmender Konkurrenz auf dem Buchmarkt?

CLEMENS BERGER, geboren 1979, studierte Philosophie und Publizistik. Seine acht Bücher erschienen in immerhin vier verschiedenen Verlagen. Zuletzt veröffentlichte er die Romane „Die Wettesser”, 2007; „Und hieb ihm das rechte Ohr ab”, 2009; „Das Streichelinstitut”, 2010; „Ein Versprechen von Gegenwart”, 2013; „Im Jahr des Panda”, 2016.

TERESA PRÄAUER, geboren 1979, studierte Germanistik und Malerei. Sie arbeitet als Autorin und Bildende Künstlerin, was auch ihre erste Buchveröffentlichung widerspiegelt: „Taubenbriefe von Stummen an anderer Vögel Küken”, 2009. Es folgten die Romane „Für den Herrscher aus Übersee”, 2012; „Johnny und Jean”, 2014; „Oh Schimmi”, 2016.

LUDWIG LAHER, geboren 1955, studierte Germanistik und Anglistik. Er hat sich lange Zeit mit den Rahmenbedingungen für künstlerische Produktion beschäftigt und veröffentlichte u. a. die Romane „Herzfleischentartung”, 2001; „Und nehmen was kommt”, 2007, „Verfahren”, 2011; „Bitter”, 2014; „Überführungsstücke”, 2016.


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Buchpräsentation
06.10.16 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
Donnerstag, 6. Oktober 2016
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr

ELISABETH REICHART: Frühstück bei Fortuna. Roman
Lesung mit der Autorin
Einführung: CHRISTIAN SCHACHERREITER

Veranstaltet mit: Otto Müller Verlag, Salzburg

Reihe "Lynkeus beobachtet"

ELISABETH REICHART, geboren 1953 in Steyregg (Oberösterreich), Studium der Geschichte und Germanistik in Salzburg und Wien. Seit 1982 lebt sie, unterbrochen von längeren Auslandsaufenthalten in Japan und den USA, als freie Schriftstellerin in Wien. Für ihre Bücher erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Österreichischen Würdigungspreis für Literatur, den Anton-Wildgans-Preis, das Adalbert-Stifter Stipendium des Landes Oberösterreich und den Kulturpreis des Landes Oberösterreich für Literatur. Buchpublikationen u. a.: „Februarschatten”, Roman, 1984; „Komm über den See”, Erzählung, 1988; „La Valse”, Erzählungen, 1992; „Fotze”, Erzählung, 1993; „Sakkorausch”, Ein Monolog, 1994; „Nachtmär”, Roman, 1995; „Das vergessene Lächeln der Amaterasu”, Roman, 1998; „Das Haus der sterbenden Männer”, Roman, 2005; „Die unsichtbare Fotografin”, Roman, 2008; „Die Voest-Kinder, Roman, 2011; „In der Mondsichel und anderen Herzgegenden”, Gedichte, 2013.

Zum Buch:
„Zuerst spalteten wir Atome, jetzt spalten wir Atome und Zellen - die anerkannte Stammzellenforscherin will bei diesem Spaltungswahn nicht länger mitmachen. Sie versucht lieber, missglückte Zellveränderungen ihrer Kollegen rückgängig zu machen, um den Preis des Verschwindens aus der wissenschaftlichen Community. Am Anfang hat Erik das Wort, verunsichert in seiner Liebe zu ihr. Er spürt, dass sie die Zellen mindestens so liebt wie ihn und vielleicht sogar Leo, über den sie nie spricht. Wie mit einem Toten konkurrieren, wie mit Zellen? Sie liebt auch den Wienerwald. Die Lichtspiele, die Vielfalt der Farben, die Zartheit der wilden Blumen. Doch mitten im Märchenwald: Pilze. Schwarze Riesenpilze, am Wegrand aufgereiht wie Wachsoldaten. Die wissenschaftliche Neugier hat ihren Preis. Der ausgelöste Strahlenalarm im Institut lässt Fassaden bröckeln, Beziehungsgerüste zusammenbrechen und ermöglicht neue Sehnsüchte. Liebe in ihrer Vielschichtigkeit, Hass und Angst, eine Natur, die nicht vergisst, Wissenschaft an der Grenze zur Legalität inmitten unserer Gegenwart: alles erfahrbar durch Figuren, die auf ihren Eigenartigkeiten bestehen. Faszinierend und irritierend ermöglichen sie eine andere Neugier auf uns selbst.” (Verlagstext)

CHRISTIAN SCHACHERREITER, geboren 1954 in Linz, Studium der Germanistik und Geschichte in Salzburg, Autor, Literaturkritiker und Kolumnist der „Oberösterreichischen Nachrichten”, Lehrbeauftragter für Literatur an der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz, zahlreiche Veröffentlichungen, www.christianschacherreiter.blogspot.com.


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Buchpräsentation
11.10.16 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
Dienstag, 11. Oktober 2016
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr

MARLENE STREERUWITZ: Yseut. Roman
Lesung mit der Autorin
Einführung: GÜNTER KAINDLSTORFER

Veranstaltet mit: S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main

Reihe "Lynkeus beobachtet"


MARLENE STREERUWITZ, geboren in Baden bei Wien. Studium der Slawistik und Kunstgeschichte. Freie Texterin und Journalistin. Freiberufliche Autorin und Regisseurin. Literarische Veröffentlichungen ab 1986. Lebt in Wien, Berlin, London und New York. Literaturpreise u. a. Mara-Cassens-Preis 1996, Österreichischer Würdigungsstaatspreis für Literatur 1999, Hermann-Hesse-Literaturpreis 2001 (für „Nachwelt”), Walter-Hasenclever-Literaturpreis 2002, Bremer Literaturpreis 2012, Franz-Nabl-Preis 2015. Publikationen u. a.: „Entfernung.”, Roman, 2006; „Der Abend nach dem Begräbnis der besten Freundin.”, Erzählung, 2008; „Kreuzungen.”, Roman, 2008; „Bildgirl. Collagen.”, 2009; „Das wird mir alles nicht passieren… Wie bleibe ich FeministIn.”, 2010; „Die Schmerzmacherin.”, Roman, 2011; „Ware Mensch.”, 2013; „Nachkommen.”, 2014 und unter dem Pseudonym Nelia Fehn „Die Reise einer jungen Anarchistin in Griechenland.”, 2014.

Zum Buch:
„Anstelle einer Autobiographie erzählt Marlene Streeruwitz in ,Yseut.’ von der Reise ihrer Heldin nach Italien, die auch eine Reise in die Vergangenheit wird. Yseut ist auf der Suche nach Antworten. Sie will entscheiden, ob sie nach all den schwierigen Erfahrungen und Versuchen mit der Liebe allein weiterleben will oder ob sie es noch einmal wagen soll. In Italien ist aber nichts mehr so, wie sie es vom Sehnsuchtsland der frühen Reisen in Erinnerung hat. Yseut gerät mitten in den mörderischen Kampf um Macht und Ordnung in einer kleinen Region. Eine alte Aristokratin entpuppt sich als Widerstandskämpferin, ein ehemaliger CIA-Agent bringt Yseut in Gefahr, der Polizeipräsident hält sie für eine Anarchistin, und ein charmanter Mafioso will sie verführen. Als Yseut von dem Schlägertrupp einer militanten Separatistenbewegung bedroht wird, greift sie zur Pistole in ihrer Handtasche. Yseut weiß nicht, was hier gespielt wird, aber sie gibt nicht auf und kämpft mutig. Mitten in den Abenteuern erinnert sich Yseut an ihr vergangenes Leben, das sie hierher geführt hat. Auch diese Reise wird gut ausgehen. Aber wie schon bisher in Yseuts Leben, wird dieser Sieg ganz anders aussehen als erwartet.” (Verlagstext)


GÜNTER KAINDLSTORFER, geboren 1963 in Bad Ischl. Journalist und Autor. Journalistische Tätigkeit u. a.: „Wiener Zeitung” und „Die Presse”, ORF, Deutschlandfunk, Bayerischer Rundfunk, WDR, SWR, Schweizer Radio DRS und 3Sat.


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Stifters Welten: Wien
13.10.16 14:00 Uhr - 14.10.16 18:00 Uhr
Internationale Konferenz im Schubert-Geburtshaus
Nußdorfer Straße 54, Wien

13. Oktober 2016: Vorträge
GERALD KOHL, HARALD LÖNNECKER
KAREL RÝDL, WALTER WAGNER

14. Oktober 2016: Vorträge
JOCHEN BERENDES, ELKE DOPPLER, SALLY GOMAA,
SIMON HAASIS, JOHANNES JOHN, MARIANNE KLEMUN,
KARIN WOZONIG

Die interdisziplinäre Tagung befasst sich mit Studienzeit, beruflicher Orientierung und den literarischen Anfängen Adalbert Stifters in Wien im Kontext der Sozial- und Kulturgeschichte Österreichs in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Donnerstag, 13. 10. 2016
14.00 Begrüßung
14.30 Karel Rýdl: Zu den Wirkungen des Hauslehrers Adalbert Stifter in Wien
15.00 Walter Wagner: Glanz und Elend des Hofmeisterdaseins. Adalbert Stifter und Benjamin Kewall
15.30 Diskussion
16.00 Kaffeepause
16.30 Gerald Kohl: Adalbert Stifter und die Welt des Rechts. Rechtswissenschaft und Rechtsstudium im Vormärz
17.00 Harald Lönnecker: Adalbert Stifters Studienzeit. Seine Zugehörigkeiten und ihre Deutung
17.30 Diskussion

Freitag, 14. 10. 2016
09.00 Elke Doppler: Der Maler Adalbert Stifter um 1840
09.30 Sally Gomaa: Der Naturbegriff in Adalbert Stifters Erzählung „Der Waldgänger” (1847) und seinen um dieselbe Zeit entstandenen Landschaftsgemälden
10.00 Diskussion
10.30 Kaffeepause
11.00 Simon Haasis: Wiener Musikkultur im Vormärz
11.30 Karin Wozonig: Gemeinsame Kreise. Adalbert Stifter und Betty Paoli in Salon und Almanach
12.00 Diskussion
12.30 Mittagspause
14.30 Johannes John: Der Sammelband „Wien und die Wiener” und seine Stellung in Stifters Œuvre
15.00 Jochen Berendes: Die Familie als imaginäre Größe. Beispiele und Hintergründe aus Stifters Wiener Zeit
15.30 Diskussion
16.00 Kaffeepause
16.30 Marianne Klemun: „Sammeln als Wissen”. Öffentliche naturkundliche Sammlungen im Wien des Vormärz
17.00 Abschlussdiskussion


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Buch- und Verlagspräsentation Klever Verlag
13.10.16 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
Donnerstag, 13. Oktober 2016
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr

BERNHARD SAUPE: Das Einhorn und das Eigentor. Balladen
WALTRAUD SEIDLHOFER: Langsame Figuren. Gedichte
Lesung mit dem Autor und der Autorin
Moderation: RALPH KLEVER


BERNHARD SAUPE, geboren 1976 in Linz, studierte Soziologie in Bielefeld und Wien, wo er als Dichter und wissenschaftlicher Mitarbeiter der „Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt” lebt und arbeitet. Im Klever Verlag ist 2010 Bernhard Saupes Debüt „Viersäftelehre”, Gedichte, erschienen.

Zum Buch:
„Der Terminus ,Ballade’ ist in den letzten Jahren zunehmend vor die Hunde gegangen. Assoziierten unsere Urgroßeltern darunter noch selbstverständlich die Blüte der deutschen Kunstballade à la Bürgschaft, Erlkönig, Glocke etc., so zitieren die Kids der Gegenwart ebenso selbstverständlich gängige Ohrwürmer und Rührstücke, die beim aktuellen Euro-Songcontest oder bei DSDS verbraten werden. Erfreulicherweise rehabilitiert Bernhard Saupe aber wieder die klassische Form der Volksballade. Er erzählt Geschichten im Gewand von Liedern, und er tanzt dabei in jeglicher denkbarer Hinsicht aus der Reihe. Milchstau, Liebe und Speichelfäden zählen ebenso zu seinen Themengebieten wie auch Arbeitsklima, Faktenlage und ,Instanz der Konstanz’.”(Verlagstext)

WALTRAUD SEIDLHOFER, geboren 1939 in Linz, 1957 bis 1994 Bibliothekarin. Lebt in Thalheim bei Wels und Linz. Schreibt vorwiegend Lyrik und Prosa. Seit 1961 Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien, im Rundfunk (ORF, Sender Freies Berlin u. a.), kulturjournalistische Arbeit. Kulturpreis des Landes Oberösterreich für Literatur 1991; Kunstwürdigungspreis der Stadt Linz 2000; Heimrad-Bäcker-Preis 2008; Georg Trakl-Preis 2014.

Zum Buch:
„Waltraud Seidlhofer, für ihr Werk zuletzt mit dem Georg-Trakl-Preis 2014 ausgezeichnet, wird zu Recht als bedeutende sprachreflexive wie experimentelle Autorin bezeichnet, die in vielen ihrer Arbeiten bewusst die Grenzen zwischen Lyrik und Prosa fließend werden lässt. Zugleich sind ihre Texte das Ergebnis einer sprachexistenziellen Erforschung jeglicher Verhältnisse von Sprache und Welt. Vorliegende Gedichte folgen den Spuren, Resten und Rissstellen von Ort und Zeit im Kontext von Sprache und Natur und sind dergestalt als konsequente Interventionen und Imaginationen an der ,grenze des bemerkens’, an den ,assoziationen der realität’ zu lesen.” (Verlagstext)


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Grundbücher der österreichischen Literatur seit 1945
18.10.16 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
Dienstag, 18. Oktober 2016
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr

REINHARD P. GRUBER: Aus dem Leben Hödlmosers. Ein steirischer Roman mit Regie (Residenz Verlag, Salzburg, 1973)
Lesung mit dem Autor
Referat: DANIELA BARTENS
Moderation: KLAUS KASTBERGER

Ein Gemeinschaftsprojekt der Alten Schmiede, Wien
und des StifterHauses


„Einen ,Pop-Roman mit Gamsbart, eine Philosophie-Parodie im Steireranzug’ kündigt der Droschl Verlag 1999 bei der Wiederauflage im Rahmen der Werkausgabe an - und in der Tat: Reinhard P. Grubers ,Aus dem Leben Hödlmosers. Ein steirischer Roman mit Regie’ hat das Zeug zum Kultbuch. Insbesondere dessen erster, lapidar ,Steirer’ genannter Teil zeigt die sprachliche Genese eines in sich geschlossenen, scheinbar naturgegebenen Weltbildes, in dem durch kurzschlüssige Scheinsyllogismen ein territorialer Heimatbegriff herbeigesprochen und im Mythos bewahrt wird. Gruber führt die ,Naturalisierung’ des historisch Gewordenen in reduktionistischen Heimatkonzepten, insbesondere in der Blut-und-Boden-Ideologie des Nationalsozialismus mit ihrer Identifikation von Landschaft und Charakter, sprachsatirisch ad absurdum und ironisiert die zugrundeliegende Geisteshaltung, indem er Klischees traditioneller Heimatroman-Heftln vom Wildern bis zum Weibern in seinen ,Regieanweisungen’ sprachlich mit Versatzstücken anderer Sprachspiele - etwa dem Wissenschaftsjargon der Frankfurter Schule oder den Fachsprachen der Juristen, Psychologen und Theologen - konfrontiert und so die scheinbar naturwüchsige Verbindung von Rausch und Blutrausch, Gemütlichkeit und Gewalt als sozial und sprachlich konstruierte sichtbar macht. Über die Folie des Anti-Heimatromans hinausgehend erzeugt die Diskrepanz von Ausdruck und Inhalt aber vor allem Komik. Franz Josef Hödlmoser stellt - ähnlich wie Artmanns ,ringlgschbüübsizza’ in ,blauboad’ - in grotesker Übersteigerung bei gleichzeitiger Verharmlosung einen (nicht nur steirischen) Typus mit Wiedererkennungswert dar, dessen gewalttätige Schwäche dem Lachen und darin Sich-Selbst-Verlachen als Mittel der Subversion ausgesetzt wird.” (Daniela Bartens)

REINHARD P. GRUBER, geboren 1947 in Fohnsdorf. Studium der Theologie in Wien, 1974 - 1977 Kulturjournalist in Graz, seither freier Schriftsteller; lebt bei Stainz in der Weststeiermark. 2002 Würdigungspreis für Literatur der Republik Österreich. Romane, Essays, Theaterstücke, Hörspiele, Drehbücher. 1997 - 2005 8-bändige Werkausgabe (unvollständig).

DANIELA BARTENS, geboren 1962 in Graz, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Franz-Nabl-Institut für Literaturforschung (Universität Graz). Zahlreiche Publikationen zur österreichischen Gegenwartsliteratur, Herausgeberin (gemeinsam mit Gerhard Fuchs) des „Dossier-Bands” über Reinhard P. Gruber (Droschl, 2011); bearbeitet den Vorlass des Autors.


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Zu Mittag bei Stifter
20.10.16 12:30 Uhr - 13:00 Uhr
*1980 - 1990. Texte einer Generation

Donnerstag, 20. Oktober 2016
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 12:30 Uhr bis 13:00 Uhr

ANNA WEIDENHOLZER
Es wird serviert: Kürbiscremesuppe


1980-1990. Texte einer Generation
Literatur zur Mittagsstunde: 4 RepräsentantInnen einer Generation, die zwischen 1980 und 1990 geboren wurde, geben an 4 Donnerstagen Einblick in ihre literarische Werkstatt. In der nunmehr 8. Ausgabe der Reihe „Zu Mittag bei Stifter” lesen 2016 (April bis November) Thomas Arzt (*1983), Stephan Roiss (*1983), Anna Weidenholzer (*1984), Teresa Dopler (*1990).

ANNA WEIDENHOLZER, geboren 1984 in Linz, lebt in Wien. Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft in Wien und Wrocław, Polen. Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien, zahlreiche Auszeichnungen, u. a. Alfred-Gesswein-Preis 2009, Aufenthaltsstipendium Schloss Wiepersdorf 2011, Staatsstipendium für Literatur 2011/2012, Reinhard-Priessnitz-Preis 2013. Publikationen: „Der Platz des Hundes”, 2010 (2011 Nominierung für das Europäische Festival des Debütromans in Kiel); „Der Winter tut den Fischen gut”, 2012 (Nominierung für den Preis der Leipziger Buchmesse); „Weshalb die Herren Seesterne tragen”, Roman, 2016.



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Kinderkulturwoche
22.10.16 15:00 Uhr - 16:00 Uhr
Familientag

Samstag, 22. Oktober 2016
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 15:00 Uhr

„Wolfdietrichs Kampf mit dem Drachen”
Ein mittelalterliches Heldenepos, mit ausgewählten Instrumenten erzählt von URSULA LAUDACHER
für Kinder von 6 bis 11 Jahren

Für interessierte Eltern zur selben Zeit:
Führung durch das OÖ. Literaturmuseum

Eintritt frei

Eine Initiative von Linz Kultur, AEC, Brucknerhaus, Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel, LENTOS Kunstmuseum, NORDICO Stadtmuseum, Musikschule der Stadt Linz, Stadtbibliothek, VHS Linz, StifterHaus und weiteren KooperationspartnerInnen in Linz


Die Märchenerzählerin Ursula Laudacher erzählt in der Tradition des mittelalterlichen Minnesangs von einem Unrecht, das nur durch Mut, Klugheit und List wieder aus der Welt geschafft werden kann. Die Zeit ritterlicher Burgen und heldenhafter Schwertkämpfe wird für die kleinen Zuhörer auf spannende Weise lebendig; und zum Glück siegt am Ende das Gute!

URSULA LAUDACHER, geboren 1964 in Wels, Kindergartenpädagogin und Mutter von 4 Kindern, absolvierte 2006 die Ausbildung zur Erzählerin in München. Vielfältige Zusammenarbeit mit verschiedenen Erzählern zum Entwickeln und Erproben des eigenen Erzählstils. 2008 Gründung des Erzähltheaters „URSOPHON”, www.ursophon.at.


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Autorenkreis Linz
24.10.16 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
Das Austauschbare

Montag, 24. Oktober 2016
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr

HERMANN KNAPP
MARTINA SENS
STEPHEN SOKOLOFF
CLAUDIA TALLER

Lesung mit den Autorinnen und Autoren

Veranstalter: Autorenkreis Linz


HERMANN KNAPP, geboren 1964 in Steinbach (NÖ). Er studierte Theologie in Linz und arbeitet bei einer Wochenzeitung in Niederösterreich. Knapp lebt in Ansfelden. Preise u. a.: Max von der Grün-Preis 1997; „Akut”-Preis der Gemeinde Alberndorf 2011. Publikationen: „Odysseus im Supermarkt”, Kurzgeschichten, 2005; „Abnehmen mit Attila”, Satiren und Kurzgeschichten, 2008; „Das geraubte Lachen”, Fantasy-Roman für Kinder, 2009; „Liebe in Zeiten der Prostata”, Geschichten, 2012; „Der Tote, der nicht sterben konnte”, 2016.

MARTINA SENS, geboren 1964 in Bürstadt, Hessen. Studium der Germanistik, Soziologie und Pädagogik. Heilpraktikerin, selbstständige Wirbelsäulentherapeutin. Mutter, Autorin, Moderatorin. Lebt in Pramet. Veröffentlichungen u. a.: „Kata-Strophen”, Lyrik, 1999; „Taumelseele”, Prosa und Lyrik, 2002; „Hausmannskost”, Erzählungen, 2006; „KonSens”, Lyrik, 2010; „SENSor, Prosa, 2013; „SENSaktion”, Lyrik und Kurzprosa, 2016. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen.

STEPHEN SOKOLOFF, geboren 1943 in Detroit, Michigan. 1965 Bachelor of Science in Biology, Wayne State University, Detroit. 1972 Diplom in Biologie, Universität Tübingen, 1977 Promotion am Max Planck Institut für Chromosomenforschung in Tübingen. Seit 1979 als Schriftsteller, Journalist, freiberuflicher Lehrer und Übersetzer tätig. Seit 1985 Lektor an der Johannes Kepler Universität (u. a. Genetik, Fachenglisch). Schreibt Prosa und Satiren wie „Der Megabyte Christus” und „Sanft und messerscharf”.

CLAUDIA TALLER, geboren in Linz, Studien am Mozarteum Salzburg und an der Universität Wien; 1978-2011 Psychologin beim Land OÖ im Bereich Jugendwohlfahrt und Kinder- und Jugendanwältin; seit 2012 freie Schriftstellerin und Radiomacherin bei Radio FRO (Literarische Matinée); Bücher: „Innensichten”, „MännerSichten”, „ich wollte dich anders”, „Der Tod sitzt auf Platz 31”; „PianoMorte”. Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien. www.claudia-taller.at


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Buchpräsentation
25.10.16 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
Dienstag, 25. Oktober 2016
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr

EVELYN GRILL: Immer denk ich deinen Namen. Roman (Haymon Verlag, Innsbruck)
Lesung mit der Autorin
Einführung: ALEXANDRA MILLNER

Veranstaltet mit: Haymon Verlag, Innsbruck

Reihe "Lynkeus beobachtet"


EVELYN GRILL, geboren 1942 in Garsten, lebt als freie Schriftstellerin in Freiburg im Breisgau. Zahlreiche Veröffentlichungen, u. a. „Winterquartier”, 2004; „Vanitas oder Hofstätters Begierden, Roman, 2005; „Der Sammler”, 2006; „Schöne Künste”, Kriminalroman, 2007; „Das römische Licht”, Roman, 2008; „Das Antwerpener Testament”, Roman, 2011; „Der Sohn des Knochenzählers, Roman, 2013; „Fünf Witwen”, Erzählung, 2015. Ihr Roman „Vanitas oder Hofstätters Begierden” war für den Deutschen Buchpreis 2005 nominiert, für „Der Sammler” wurde sie mit dem Otto-Stoessl-Preis 2006 ausgezeichnet.

Zum Buch:
„Als Adrian die einwöchige Bildungsreise nach Prag antritt, wagt er nicht zu träumen, was ihm dort wenig später widerfährt: Er begegnet Vera, und plötzlich kehrt Farbe in sein Leben zurück. Fern von daheim, wo die todkranke Ehefrau zu pflegen ist und die beiden Söhne Probleme machen, fühlt sich der erfolgreiche Germanistikprofessor vom ersten Augenblick an von der jungen Schriftstellerin angezogen. Wieder zu Hause, will ihm das schöne schmale Gesicht mit den braunen Augen nicht aus dem Kopf gehen. Er bannt seine aufkeimende Sehnsucht in Briefen, die Vera ab nun regelmäßig erreichen. Sanft, aber eindringlich nähern sich die beiden aneinander an, in leidenschaftlichen Botschaften in eine andere Welt.” (Verlagstext)

ALEXANDRA MILLNER, geboren 1968 in Waidhofen/Thaya, Literaturwissenschafterin und -kritikerin sowie Dramaturgin in Wien.


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IMPRESSUM © 2016 Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich / StifterHaus – Literatur und Sprache in OÖ.
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