Grundbücher der österreichischen Literatur seit 1945
Montag, 19. Mai 2014
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr

GERHARD KOFLER: Poesie di mare e terra / Poesie von Meer und Erde.
Gedichte (Klagenfurt: Wieser, 2000)

Kommentierte Lesung: MARIE-THÉRÈSE KERSCHBAUMER
Referat: FURIO BRUGNOLO
Moderation: KLAUS KASTBERGER

Ein Gemeinschaftsprojekt der Alten Schmiede, Wien,
und des StifterHauses

„Wie schon die subtile Ambivalenz des italienischen Titels zeigt (übersetzt: ,Gedichte von Meer und Erde’ - oder: ,Gedichte aus Meer und Erde’), fließen in diesem Buch die Grundzüge der zweisprachigen Poetik Gerhard Koflers zusammen: die Verschmelzung und der gegenseitige Austausch von ,hoher’ Dichtung und ,banaler’ Alltäglichkeit, wobei nicht
der Alltag in ,entrückte’ Sphären der Poesie erhoben, sondern das Poetische auf die Ebene der einfachen und alltäglichen Dinge des Lebens zurückgeführt wird, ohne dadurch seine Kraft, die vor allem eine der bedacht gesetzten Worte ist, zu verlieren.”(Furio Brugnolo)

GERHARD KOFLER, geboren 1949 in Bozen, Italien, lebte als freier Schriftsteller, Literaturkritiker und Generalsekretär der Grazer Autorinnen Autoren Versammlung in Wien. Schrieb Lyrik und Essays in Italienisch und Deutsch, Gedichtband in spanischer Sprache, zwei Sammlungen im neapolitanischen Dialekt. Bisher erschienen zwölf Gedichtbände und ein Band mit Kurzprosa. Er starb am zweiten November 2005 in Wien. Zuletzt erschienen „Poesie di mare e terra / Poesie von Meer und Erde”, 2000; „Poesie di mare, terra e cielo / Poesie von Meer, Erde und Himmel”, 2003; „Notizbuch der Wasserrosen / Taccuino delle ninfee”, 2005; „Trilogie neu antik / Trilogia nuova antica”, 2006.

MARIE-THÉRÈSE KERSCHBAUMER, geboren 1936 in Garches nahe Paris; Studium der romanischen und deutschen Philologie in Wien (Dr. phil. 1973). Seit 1971 freie Schriftstellerin und Übersetzerin. 13-bändige Werksausgabe mit einem Essay von Hans Höller 2007; „Gespräche in Tuskulum. Ein Fragment. Viertes Buch”, 2009; „Freunde des Orpheus”, 2011.

FURIO BRUGNOLO, geboren 1944 in Abano Terme (Padua), Professor der romanischen Philologie an der Universität Padua. Er befasst sich vor allem mit der romanischen Lyrik des Mittelalters; Analysen zeitgenössischer Dichtung bilden einen weiteren Forschungsschwerpunkt. Er veröffentlichte u. a.: „La lingua di cui si vanta Amore. Scrittori stranieri in lingua italiana dal Medioevo al Novecento”, 2009 und „Profilo delle letterature romanze medievali” (mit R. Capelli, 2011), zuletzt: „La lirica moderna. Momenti, protagonisti, interpretazioni” (Hg. mit R. Fassanelli, 2012). Zu Sprache, Metrik und Stil im dichterischen Werk Gerhard Koflers hat Furio Brugnolo 2002 bei einem Kolloquium in Rom und im September 2006 bei einem umfangreichen Symposium zu Gerhard Kofler in Bozen gesprochen.
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