Theodor Kramer Preis 2014 für Schreiben im Widerstand und im Exil
Montag, 22. September 2014
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr

HERBERT (HARRY) KUHNER (Preisträger)
Lesung des Preisträgers auf Englisch

Einführung, Laudatio und Lesung auf Deutsch:
VLADIMIR VERTLIB

Veranstaltet mit: Theodor Kramer Gesellschaft, Wien

HERBERT (HARRY) KUHNER, geboren 1935 in Wien als Sohn des Bankbeamten Josef Kuhner und der Sängerin und Geschäftsfrau Gisela Kuhner. 1939 Emigration nach London. Nach einem Aufenthalt in der Nähe von Edinburgh (Schottland) 1940 Weiteremigration nach New York. Zwischenstationen der Familie im US-amerikanischen Exil sind die Städte Princeton in New Jersey (1941), Locust Valley auf Long Island (1945) und Trenton (New Jersey). Scheidung der Eltern 1954, 1965 Rückkehr der Mutter nach Wien. 1954 bis 1958 studiert Herbert Kuhner an der Columbia University (NY) Literature and Languages (Deutsch und Französisch). B.A.-Abschluss und Arbeit als Angestellter bei der Atombehörde der Vereinten Nationen in Wien. 1960 folgt seine Anstellung bei der UNO in New York. In diese Zeit fällt die Arbeit an seinem Roman „Nixe”. Rückkehr nach Österreich im Oktober 1963. Seither lebt er als unermüdlicher Kritiker österreichischer Nachkriegsmentalität, freier Schriftsteller und Übersetzer in Wien. Er schreibt in englischer Sprache und übersetzt seine Arbeiten zum Teil selbst ins Deutsche. Publikationen seiner Texte finden sich u. a. in „Literatur und Kritik”, „Literatur aus Österreich”, „Mit der Ziehharmonika”, „Das Menschenrecht”, „Die Gemeinde”. Zudem hat sich Herbert Kuhner einen Namen als Übersetzer und Herausgeber österreichischer Lyrik gemacht. 1989 wird er mit dem Übersetzerpreis der „Goldenen Feder” ausgezeichnet. 1994 folgt die Heirat mit Irmgard Beichtbuchner, im selben Jahr kommt sein Stück „Der Fließbandprinz” im Eirich Verlag Wien als Bühnenmanuskript heraus.
Publikationen u. a.: „Nixe” (Roman. Engl.) NY 1968; „Broadsides & Pratfalls”, Poems, translations, stories. (Engl.) London 1976; „Der Ausschluß. Memoiren eines Neununddreißigers”, Nachwort von David Axmann. Wien1988; Hrsg. und übersetzt zusammen mit Johannes Diethart: „Wortweben/Webs of Words. Österr. P.E.N.-Lyriker/Austrian P.E.N. Poets”, (Dt./Engl.) Wien 1991; Minki die Nazi Katze und die menschliche Seite”, Prosa. Nachwort von K. Kaiser. Wien 1998; „Rauch und Feuer”, Gedichte, Wien 2014.

VLADIMIR VERTLIB, geboren 1966 in Leningrad. Emigration 1971, 1981 Übersiedlung nach Österreich. Lebt als Freier Schriftsteller in Salzburg und Wien. Romane, Essays und Erzählungen u. a.: „Spiegel im fremden Wort. Die Erfindung des Lebens als Literatur” (2007); „Am Morgen des zwölften Tages”. Roman (2009); „Schimons Schweigen”, Roman, Wien 2012.
 Zurück
IMPRESSUM © 2016 Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich / StifterHaus – Literatur und Sprache in OÖ.
Stichwörter zur oberösterreichischen Literaturgeschichte

Stichwörter zur oberösterreichischen Literaturgeschichte

weiter >>
(Nach)SommerTag<br />20 Jahre StifterHaus neu * Der Film

(Nach)SommerTag
20 Jahre StifterHaus neu * Der Film

weiter >>