Tag des Denkmals
Sonntag, 28. September 2014
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 10:00 bis 18:00 Uhr

/ Führung
durch das OÖ. Literaturmuseum
um 14:00 Uhr (Dauer ca. 45 min.)

/ Vortrag
GEORG WILBERTZ:
„... ich stöbere in allen Kirchen,
Kapellen und Ruinen herum ...”. Adalbert Stifters Denkmalbegriff und
Architekturästhetik um 15:00 Uhr (Dauer ca. 1 Stunde)

OÖ. Literaturmuseum:
Seine letzten 20 Lebensjahre verbrachte Adalbert Stifter (1805-1868) in dem klassizistischen Bau an der Donaulände in Linz. In seiner ehemaligen Wohnung ist heute das OÖ. Literaturmuseum untergebracht.
Das Museum wurde 2013 neu gestaltet. Die Dauerschau spannt einen Bogen von der ursprünglichen Raumnutzung Stifters (Originalmobiliar bzw. -gemälde) zu einem Querschnitt durch die OÖ. Literaturgeschichte vom Mittelalter bis in die Gegenwart.

„[…] ich stöbere in allen Kirchen, Kapellen und Ruinen herum […]”. Adalbert Stifters Denkmalbegriff und Architekturästhetik
1853 nimmt die „K. K. Centralcommission für Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale” (gegr. 1850) ihre Arbeit auf. Noch im gleichen Jahr tritt Stifter diesem Gremium bei. Stifter wird 1854 zum „Conservator für das Kronland Ober Oesterreich” ernannt. In regelmäßigen Berichten an die Kommission gibt er von 1855-64 Rechenschaft über seine denkmalpflegerische Tätigkeit und verfasst eine Vielzahl weiterer Beiträge zur Kunst- und Denkmalpflege in Linz und OÖ. Die intensive Beschäftigung mit Denkmälern und Kunstwerken der Vergangenheit hat für Stifter nicht nur eine retrospektive Dimension. Er gewinnt aus der Betrachtung des Alten wesentliche Prinzipien und Kategorien für die Beurteilung des Architektur- und Kunstschaffens seiner eigenen Zeit. Stifters Wahrnehmung und Methode sind damit eingebettet in einen ästhetischen Diskurs, der das 19. Jh. maßgeblich geprägt hat. Der Vortrag möchte basierend auf Stifters kunstwissenschaftlichen Beiträgen und literarischen Texten seine denkmalpflegerische Tätigkeit, seine architekturästhetischen Positionen und seine Bedeutung für die Denkmalpflege im Kontext seiner Zeit skizzieren.

GEORG WILBERTZ, Dr. phil., geboren 1963. Studium der Kunstgeschichte, Archäologie und Geschichte in Köln und Wien. Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität zu Köln und der RWTH Aachen. Lehrbeauftragter für Architekturtheorie und Baugeschichte an der Universität Wuppertal und der FH Köln. Zurzeit Universitätslektor an der TU Wien. Aktuelle Arbeits- und Publikationsschwerpunkte sind die Architekturgeschichte und -theorie des 19. Jh. und der Moderne sowie die Geschichte des Städtebaus.
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