Lynkeus 5
Linz, Stifterhaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr:

Präsentation des "Rund- und Rückblicks auf die österreichische Literatur des Jahres 2003".
Lesung: FRITZ LEHNER liest aus seinem im Seifert Verlag erschienenen Roman „Я”.

Fritz Lehner, geboren 1948 in Freistadt, Oberösterreich. Absolvent der Hochschule für Film und Fernsehen in Wien. Drehbuchautor und Regisseur. Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste, Frankfurt. Mitglied der Akademie der Künste, Berlin. Zu Lehners Filmen zählen: Das Dorf an der Grenze (Regie), Schöne Tage (Drehbuch und Regie), Mit meinen heißen Tränen (Buch und Regie), Jedermanns Fest (Buch und Regie). Für seine Werke erhielt er unter anderen den Österreichischen Volksbildungspreis (1979 und 1986), den Prix Italia (1982 und 1983), den Adolf-Grimme-Preis in Gold (1982 und 1986), den Landeskulturpreis Oberösterreich für Literatur (1992) und Film (1999) und den Großen Diagonale-Preis 2002. Daneben beschäftig sich Lehner seit mehreren Jahren mit literarischen Arbeiten: „Als Autor bin ich eine Art Märchenerzähler, dessen Geschichten allerdings mit der Wirklichkeit zu tun haben.”
Я ist sein erster Roman.


Zum Buch:
Antonio Lazaro, Matrose, 23 Jahre jung, verlässt heimlich seine Geliebte, um im nördlichen Eismeer „zu seinem Ende zu kommen”. Zwei Dutzend Männer sind an Bord der „Admiral Tegetthoff”: „Matrosen, Abenteurer, Militärs, Familienväter, Draufgänger, Versager, Eroberer”. Sie sind unter Oberlieutenant Julius Payer und Schiffslieutenant Carl Weyprecht ausgezogen, um die Nordostpassage zu bezwingen und womöglich zum Pol vorzustoßen. Die einen wollen den Fesseln einer bürgerlichen Existenz entfliehen, andere meinen, an jenem fernen Punkt der Erde Gold zu finden. Payer will den Thron des Eroberers erringen, Weyprecht mit seinem kühnen Schiff den Sieg über das ewige Eis. Für den liebeskranken Matrosen Lazaro ist die abenteuerliche Reise ein Zugehen auf den Tod, den er ungeduldig ersehnt.

Als die Tegetthoff nach kurzer Fahrt hoffnungslos im Packeis festfriert, die Männer und Offiziere verzweifelt gegen das herandrängende Eis ankämpfen, die Schlittenhunde in Todesangst aufheulen und der Schiffsbauch unter den Eispressungen zu bersten droht, da ist Lazaro der Einzige, der den Eindruck macht, „zufrieden zu sein”. Der Kommandant für die Landreisen, Julius Payer, blickt den jungen Matrosen an und beide wissen im selben Moment, „dass sie Feinde sein werden”.

Aber während sich Payer in der Hölle der Polarnacht immer tiefer in den Wahn des Welteneroberers verstrickt, sieht es so aus, als führe Lazaros Weg in einer höchst unvermuteten Wendung zur Liebe zurück.
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