Buchpräsentation
Montag, 13. Oktober 2014
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr

CHRISTIAN STEINBACHER:
Tief sind wir gestapelt: Gedichte
(Czernin Verlag, Wien)

Lesung mit dem Autor

Einführung: HANS KRAH, Passau

Veranstaltet mit: Czernin Verlag, Wien
CHRISTIAN STEINBACHER, geboren 1960 in Ried im Innkreis, lebt seit 1984 als Autor, Herausgeber und Kurator in Linz. Als Autor trat er zu Beginn mit visueller, sonorer und konzeptioneller Poesie hervor. Heute schreibt er Gedichte, poetische Prosa, Hör-Texte und Essays. Zusammenarbeiten mit anderen Kunstschaffenden wie der Autorin Zsuzsanna Gahse („Klotzkopf”) oder dem Komponisten Christoph Herndler. Mitglied der Künstler- und Künstlerinnenvereinigung MAERZ, deren literarische Agenden er betreut. Zahlreiche Buchpublikationen seit 1988. Ab 2011 im Czernin Verlag in Wien: „Winkschaden, abgesetzt. Gedichte und Stimmen”, 2011; „Untersteh dich! Ein Gemenge”, Prosa, 2012. Diverse Auszeichnungen, u. a.: Kulturpreis des Landes Oberösterreich 2006, Literaturpreis Wartholz 2010, Heimrad-Bäcker-Preis 2013.

Zum Buch:
„Kein deutsch dichtender Zeitgenosse setzt so sehr auf Elemente der Metrik”, notierte Urs Allemann, und das trifft maßgeblich auch auf Christian Steinbachers neue Gedichtsammlung zu, wo Steinbacher unter anderem der Barockdichtung entlehnte Formen aktuell wiederbelebt. „Ob Saatgut und Hosen oder Katzenhaarpinsel und Käseeckchen, immer wieder bestimmen wenige Bildelemente in ungewohnter Kreuzung die Gedichte der Sammlung. Trotz der Finessen und Kapriolen im Umschreiben und Verschränken bleibt als Ziel ein Eintreten für das Fraglose als das Prägende eines Lebens. Das Gedicht treibt dabei vom Lyrischen weg hin zu Dialog und Erzählung” (so der Verlagstext). Für einen zentralen (von „Wischungen” des Künstlers Josef Bauer ergänzten) Zyklus der Sammlung zieht der Autor Übertragungen von Gedichten des bayerischen Barockdichters Jacob Balde heran. Wie dabei die Vorlage zur Aneignung im Schaffen von Gegen-Welten auswächst, zeigen die Titel: Aus Baldes „An den Schlaf” und „An den Römischen Reichsadler” werden bei Steinbacher „An einen Haushalt” und „An die Grillwurst des Universums”.

HANS KRAH, Prof. Dr., geboren 1961, studierte Neuere Deutsche Literatur, Germanistische Linguistik und Logik und Wissenschaftstheorie in München und ist Inhaber des Lehrstuhls für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Passau, wo er auch lebt.
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