25 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs
Dienstag, 11. November 2014
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr

RADKA DENEMARKOVÁ

liest aus ihren Romanen
"Ein herrlicher Flecken Erde" und "Kobold"
sowie aus ihrem Essay "Europa ist da, es bewegt sich nicht [Evropa je tady, nehýbe se]"

Moderation: DANA PFEIFEROVÁ

RADKA DENEMARKOVÁ, Ph.D., tschechische Schriftstellerin, Übersetzerin, Journalistin und Drehbuchautorin. Sie studierte Germanistik und Bohemistik an der Karls-Universität Prag. Tätigkeit am Institut für Tschechische Literatur der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik und als Dramaturgin am renommierten „Theater am Geländer ” in Prag, seit 2004 freie Schriftstellerin. Bücher (in Auswahl): „Peníze od Hitlera” (dt. „Ein herrlicher Flecken Erde”, 2009), 2006; „Smrt, nebudeš se báti aneb Příběh Petra Lébla” (englisch: „You will not be afraid of Death”), 2008; „Kobold”, 2011; „Příspěvek k dějinám radosti” („Beitrag zur Geschichte der Freude”), 2014. Übersetzungen: Herta Müller: „Cestovní pas” (dt. „Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt”), 2010; „Rozhoupaný dech” (dt. „Atemschaukel”), 2010; Michael Stavarič: „Mrtvorozená Eliška Frankensteinová” (dt. „Stillborn”), 2011. Auszeichnungen: „Magnesia Litera” für „Peníze od Hitlera” (2007), für „Smrt, nebudeš se báti” (2009) und für die Übersetzung „Rozhoupaný dech” (2010). ”Ein herrlicher Flecken Erde” erhielt den ”Literaturpreis der Usedomer Literaturtage” (2011) sowie den ”Georg-Dehio-Preis” (2012). Ihre Bücher wurden in 17 Sprachen übersetzt.

DANA PFEIFEROVÁ, Dr. habil., Literaturprofessorin an den Instituten für Germanistik in Plzeň und České Budějovice. 1994-1996: Franz-Werfel-Stipendium an der Universität Wien, bei Prof. Schmidt-Dengler. Forschungsschwerpunkte: neuere österreichische Literatur, Migrationsliteratur. Herausgeberin der Tagungsbände „Der Dichter als Kosmopolit. Zum Kosmopolitismus in der neuesten österreichischen Literatur”, Wien 2003; „Hinter der Fassade: Libuše Moníková”, Wien 2005. Monographien: „Angesichts des Todes. Die Todesbilder in der neueren österreichischen Prosa: Bachmann, Bernhard, Winkler, Jelinek, Handke, Ransmayr”, Wien 2007; „Libuše Moníková. Eine Grenzgängerin”, Wien 2010. Im Wendejahr 1989 Germanistik-Studium an der Universität Budweis als Mitglied des Streikkomitees Kontakte mit der Universität Linz .

„Ein herrlicher Flecken Erde” geht wie „Kobold” oder „Ein Beitrag zur Geschichte der Freude” der bachmannschen Frage nach, ob die Wahrheit den Menschen zumutbar ist, und sprengt dabei die gängige Täter- und Opfer-Polarität. Zentral für den Romanaufbau ist die Wende von 1989, die der Protagonistin Gita Lauschmannová eine Reise in die Vergangenheit ermöglicht, die zugleich ein Tabu-Thema der neueren tschechischen Geschichte eröffnet: die doppelte Verfolgung der jüdischen MitbürgerInnen im und nach dem Zweiten Weltkrieg.
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