OÖ. P.E.N.-Club
Donnerstag, 26. März 2015
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19:30 Uhr

ALFRED PITTERTSCHATSCHER zeigt seinen Film
"Winterbriefe aus Kirchschlag" und liest seinen Essay
"Hörstifter, Sehstifter, Schulstifter"

Veranstalter: OÖ. P.E.N.-Club

ALFRED PITTERTSCHATSCHER, Mag. phil., geboren 1954 in Salzburg, Studium Musikpädagogik und Germanistik am Mozarteum und an der Universität Salzburg. Filme und Radiosendungen für ZDF und ORF. Mitarbeiter bei Tageszeitungen. 1982-2011 Leiter Literatur und Hörspiel ORF OÖ. Publikationen u. a.: Als Autor: „Verflixte Weihnachten”, gemeinsam mit Stefan May, 1992; „Vom Warten auf den Lauf der Dinge”, 1992; „Kommen und Gehen”, 1995; „Ich will endlich meine Presidentin. Kultbuch für politisch trübe Köpfe”, 2003.

Zum Film:
„Adalbert Stifters ,Winterbriefe aus Kirchschlag’ beinhalten Stifters Gedanken während eines winterlichen Aufenthaltes in den Höhen von Kirchschlag bei Linz. Stifter beschäftigt sich mit den Elementen Licht, Sonne, Luft, Wärme, Wasser und der Electricität. Ein meditatives Nachdenken - das im Laufe des Textes in ein nüchternes Abwägen der Vor- und Nachteile des Stadt- und Landlebens führt. (Eine Produktion des ORF Oberösterreich, gesendet am 17.1.1993 Sprecher: Fritz Grieb, Kamera: Karl Benedikter, Schnitt: Sabine Kraml, Gestaltung: Alfred Pittertschatscher).

Zum Essay:
„Die Rezeption, Rezitation und Bebilderung sowie die Ver- bzw. Be-tonung von Texten Adalbert Stifters hat sich im Laufe der Jahrzehnte signifikant verändert. Das lässt sich nicht nur an Rundfunkaufnahmen festmachen. Stifter-Rezeption und Stifter-Rezitation gingen immer Hand in Hand. Dem oft übertrieben genialischen und ehrfürchtigen Pathos der frühen Rezitationsjahre trat zunehmend ein untertreibender, nüchterner, unpathetischer Rezitationsstil entgegen. Keineswegs zum Schaden der Texte Stifters, denn sie wurden damit zugänglicher, säkularer und weniger jenseitig. Interpreten wie Bruno Ganz, Gert Westphal, Otto Burger, Heinz Ehrenfreund, Günter Sauer, Maria Ott, Peter Pikl, Fritz Grieb rezitierten Stifter mit unterschiedlicher Akzentuierung. Bei vielen Interpretationen scheitert der akustische Umbruch. Woran das liegt? Mit Sicherheit nicht am Text, aber was genau verlangt ein Stiftertext einer Interpretin, einem Interpreten ab? Und überhaupt: Wie alt müssen Stifter-Interpreten und Stifter-Rezipienten sein, um Stifter aufnehmen zu können? Welche Stimme kommt seinen Texten entgegen und welche nicht?”
(Alfred Pittertschatscher)
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