Buchpräsentation
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr:

DRAGAN VELIKIC liest aus seinem neuen Roman „Dossier Domaszewski” (Marebuchverlag, Hamburg)
Einführung: STEPHAN HILPOLD

Dragan Velikic wurde 1953 in Belgrad geboren, verbrachte seine Jugend in Pula und lebte in Budapest, Wien, München und Berlin. Als Kosmopolit und Essayist zählt er zu den wichtigsten zeitgenössischen Stimmen Mitteleuropas.
Seine Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt; zuletzt erschienen auf Deutsch „Dante-Platz” (1999) und „Der Fall Bremen” (2002).

Bärbel Schulte wurde 1940 geboren und hat die Werke von Dragan Velikic und Milorad Pavic ins Deutsche übertragen. Neben ihrer Tätigkeit als Übersetzerin engagiert sie sich auch als Lehrbeauftragte für die Vermittlung serbischer, kroatischer und bosnischer Literatur. Bärbel Schulte lebt in Kiel.

Zum Buch:
Domaszewski, Viktor von: geb. am 18.2.1821 in Galizien als Sohn eines Edelmanns ohne Vermögen. Eintritt in die k.k. Armee am 20.9.1839. In verschiedenen Garnisonen tätig; von 1842 bis 1852 in Pula. Von dort wegen eines „Vorfalls” nach Wien beordert. Verbleib unbekannt.

Der neue Roman des serbischen Autors Dragan Velikiæ erzählt die Geschichte von Adam Vasiæ, der anlässlich der Dreißigjahrfeier seines Abiturs in seine kroatische Geburtsstadt Pula zurückkehrt. Dort lebt sein alter Schulfreund Stevan, der sich im Leben nicht zurechtgefunden hat und in ein Asyl in einer alten Villa am Rande der Stadt verbracht wurde. Stevan ist von einer historischen Figur besessen: Viktor von Domaszewski, der während der k. und k. Monarchie in Pula lebte und vom Bau eines visionären Hafens träumte, bis er eines Tages spurlos verschwand. Als Adam sich daran macht, das Rätsel Domaszewski zu lösen, tut sich zwischen den Mauern der alten Villa ein bedrohlicher Abgrund auf.

„Ich denke an meinen Vorfahren, einen Herrn aus dem Kreis Tarnov, Viktor Domaszewski. In einem verschneiten Schloss irgendwo in Galizien wiederholte er in Gedanken all seine Reisen. Sommers aß er Pfirsiche, und in der Loggia seines Gartenhauses breitete er Skizzen eines Hafens aus, der eine Collage all der Häfen war, die er gesehen hatte. Eines Hafens, den er nie erbauen sollte. Er träumte die Konturen seines Hafens in St. Petersburg, Lübeck, Amsterdam, London, Liverpool, Paris und Toulon, überall da, wohin er kraft Entscheidung der österreichischen Marine reiste. Er träumte lieber, als dass er baute.”
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