Grundbücher der österreichischen Literatur seit 1945
Gert Jonke: Es singen die Steine. Ein Stück Naturtheater
(Uraufführung Klagenfurt, 1998; Residenz Verlag 1998; Jung und Jung Verlag, 2001)

Lesung (mit Zustimmung des Jung und Jung Verlages): Markus Köhle und Mieze Medusa
Referat: Evelyn Deutsch-Schreiner
Moderation: Klaus Amann

Ein Gemeinschaftsprojekt der Alten Schmiede, Wien, des StifterHauses, Linz, und des Literaturhauses, Graz
„In ‚Es singen die Steine. Ein Stück Naturtheater’ von Gert Jonke (1946 bis 2009) brüllen Felswände, behindern und verweigern sich Wald- und Obstbäume. Die Natur und einige Menschen leisten Widerstand gegen Ausbeutung, Gentechnologie, Überbürokratie und Großkonzerne. Wildgruber, einer, der vom Himmel gefallen ist und über drei Zaubermittel verfügt, versucht vor der drohenden Apokalypse zu helfen. Doch muss er sich auch selber finden. Gert Jonke zählt zu den bedeutenden sprachmächtigen österreichischen Dramatikern, die um die Jahrtausendwende beigetragen haben, die Theaterästhetk in Richtung postdramatisches Theater weiter zu entwickeln. Eine Re-Lektüre nach 20 Jahren zeigt, dass das Stück, das 1998 uraufgeführt wurde, nicht nur thematisch nach wie vor brisant, sondern auch in Dramaturgie und Sprache reizvoller denn je ist.” (Evelyn Deutsch-Schreiner)

GERT JONKE, geboren 1946 in Klagenfurt, gestorben 2009 in Wien. Prosa- und Hörspieltexte sowie, ab den 90ern vermehrt, Arbeiten fürs Theater. Werke u. a.: „Geometrischer Heimatroman”, 1969; „Schule der Geläufigkeit”, Erzählung, 1977; „Erwachen zum großen Schlafkrieg”, Erzählung, 1980; „Der Kopf des Georg Friedrich Händel”, Prosa, 1988; „Sanftwut oder Der Ohrenmaschinist. Eine Theatersonate”, 1990; „Opus 111. Ein Klavierstück”, 1993; „Chorphantasie. Konzert für Solo-Dirigent auf der Suche nach einem Orchester”, 2003; Auszeichnungen u. a.: Ingeborg-Bachmann-Preis (1977), Erich-Fried-Preis (1997), Großer Österreichischer Staatspreis (2001), Kleist-Preis (2005).

MARKUS KÖHLE geboren 1975 in Nassereith, Studium der Germanistik und Romanistik in Innsbruck und Rom, lebt in Wien. Literarisch, literaturkritisch, -wissenschaftlich und auch als Literaturveranstalter aktiv.

MIEZE MEDUSA, geboren 1975 in Schwetzingen, Studium der Germanistik und Anglistik in Innsbruck, lebt in Wien. Autorin, Poetry-Slammerin, Poetry-Slam-Veranstalterin, Musikerin; Arbeiten fürs Theater.

EVELYN DEUTSCH-SCHREINER, Studium der Theaterwissenschaft und Zeitgeschichte an der Universität Wien; Theaterdramaturgin in Linz und Wien, seit 1999 Professorin für Dramaturgie, Theater- und Literaturgeschichte an der Kunstuniversität Graz. Zahlreiche Publikationen, zuletzt „Theaterdramaturgien von der Aufklärung bis zur Gegenwart”, 2016.
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