Fest
Freitag, 5. November 2004
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr:

„15 Jahre Bibliothek der Provinz”

Es lesen: AUGUSTE BINDER-ZISCH, MANFRED CHOBOT, HANS EICHHORN, FRANZOBEL, AXEL KARNER, WALTER KOHL, HANS KUMPFMÜLLER, FRITZ LICHTENAUER, MARIA LINSCHINGER, BERTL MÜTTER (Posaune), ANDREAS NASTL, E.A. RICHTER, NORBERT TRUMMER, FRANZ ZALTO

"Wie wird man Verleger? Suhrkamp fing als Lehrer an und stieg quer ein Pils auch. Fischer und Matthes ließen sich in der Frage, wie ein Buch sein solle, von ihren eigenen Vorstellungen leiten Pils auch. Richard Pils lässt sich auf seine Träume ein und bringt auf eigenes Risiko diejenigen Bücher heraus, die er gerne kaufen würde. Natürlich muss er auch darauf achten, dass er seine Bücher losbekommt, doch ist der überwiegende Teil seiner Arbeit von der Ästhetik geprägt, Ideale zu haben und zu verwirklichen." (Alexander Glück)

Auguste Binder-Zisch, geboren 1914 in Wien. In der Notzeit gegen Ende des Ersten Weltkrieges verpflanzte der Vater die Familie in die Einschicht eines Waldviertler Dorfes. Um nach dem Tod ihres Mannes und angesichts der grauenvollen Ereignisse im Waldviertel 1945 nicht völlig verstummen zu müssen, suchte und fand Auguste Binder-Zisch Zuflucht in dichterischer Rede. „Der Földweg”, Gedichte in Waldviertler Mundart.

Manfred Chobot, geboren 1947 in Wien. Freier Schriftsteller, Verfasser von zahlreichen Hörspielen, Prosa und Lyrik, Herausgeber der Reihe »Lyrik aus Österreich«.
Seine Werke wurden mit mehreren Preisen ausgezeichnet und in viele Sprachen übersetzt.
„Kumm haam in mei Gossn”, Wiener Dialektgedichte;„Reisegeschichten”, Erzählungen.

Hans Eichhorn, geboren 1956 in Vöcklabruck. Lebt als Berufsfischer und Schriftsteller in Attersee und Kirchdorf/Krems. „Morgenoper”, SommerSeeGedichte; „Plankton”, Kurzprosa.

Franzobel, geboren 1967, geprägt durch jahrelanges Ministrieren, schrieb er seine ersten Gedichte auf Hostien. Da in Pichlwang zu wenig Menschen starben und Franzobel somit von den Kondukten nicht reich werden konnte, musste seine Mutter Schwammerln suchen gehen, um ihm eine erste Schreibmaschine zu finanzieren. Seit 1986 lebt er als Erreger, Privatkatholik.
„Zirkusblut”, Trashkrimi; „Über die Sprache im sportiven Zeitalter”, Essay.

Axel Karner, geboren 1955 in Zlan, Kärnten; lebt seit 1974 in Wien und unterrichtet Evangelische Religion, Darstellendes Spiel und Soziales Lernen an Pflichtschulen; schreibt in Dialekt und Schriftsprache; Mitglied der Grazer Autorenversammlung, des Internationalen Dialektinstituts und des Podiums. „Schottntreiba”, Dialekt-Gedichte.

Walter Kohl, geboren 1953 in Linz. Abgebrochenes Studium der Betriebswirtschaftslehre, Autovermietungs-Angestellter, Journalist, seit Ende 1996 freier Schriftsteller. Mitglied der Grazer Autorenversammlung. Gründungsmitglied der Nenzinger Gruppe.
„Good Hope. Der Verschwinder oder: Warum bringen sich Indianer um?”, Roman.

Hans Kumpfmüller, geboren 1953. Lebt in St. Georgen bei Obernberg.
Schreibt in Hoch- & Tiefsprache. Fotografiert mit Subjektiven der verschiedensten Brennweiten. „Stiefmutterland & Großvatersprache”, buidabiachl.

Bertl Mütter, geboren 1965 in Steyr, OÖ. Lebt als freischaffender Musiker und Komponist in Wien. Neben der solistischen Arbeit wirkt Mütter in zahlreichen Ensembles vom Duo bis zur avancierten Bigband mit und arbeitet mit den Autoren Franzobel und Josef Haslinger zusammen. Bertl Mütter spielt auf einer Aurora-Posaune von Schagerl.

Fritz Lichtenauer geboren 1946 in Vichtenstein, OÖ. Lebt in Linz.
„Wenn ich nachts nicht schlafen kann, fange ich zu reimen an”, Gedichte.

Maria Linschinger wurde 1946 in Tirol geboren. Nach Studienjahren in Wien und Salzburg Volksschullehrerin im oberösterreichischen Salzkammergut. Sie schreibt Prosa und Lyrik für Jugendliche und Erwachsene. „Winterkind”, Roman.

Andreas Nastl: Ich bin eine gespaltene Persönlichkeit. Gewissermaßen in der Mitte quer durchgeschnitten. Meine untere Hälfte ist gelähmt. Ich könnte mit einem Messer in meine Beine stechen und würde es nicht spüren. „Wie kommt Kuhscheiße aufs Dach. Episoden aus einer Jugend mit Querschnittlähmung”, Roman.

Norbert Trummer, geboren 1962 in Leibnitz/Stmk., Studium der Malerei an der Kunstakademie in Wien, Stipendienaufenthalte in Krakau, Budapest und Krumau, Georg Eisler Preis. Illustrationen zu „Zirkusblut” von Franzobel, „An der schönen greenen blauen Donau”, CD.

E.A. Richter, geboren 1941 in Tulbing, NÖ. 1970 bis 1995 Redakteur der Zeitschrift WESPENNEST. „Das leere Kuvert”, Gedichte.

Franz Zalto, geboren 1955 in Linz, aufgewachsen im oberen Mühlviertel, untergetaucht im südlichen Burgenland, wo er heute noch lebt. „Verstoßene Engel oder wie die Leserin und der Leser sich gewundert haben, auf einmal in einem Tierkreisroman zu sein”, Roman.
 Zurück
IMPRESSUM © 2016 Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich / StifterHaus – Literatur und Sprache in OÖ.
Stichwörter zur oberösterreichischen Literaturgeschichte

Stichwörter zur oberösterreichischen Literaturgeschichte

weiter >>
(Nach)SommerTag<br />20 Jahre StifterHaus neu * Der Film

(Nach)SommerTag
20 Jahre StifterHaus neu * Der Film

weiter >>