Ausstellung
„Schreiben gegen den Krieg”. Ingeborg Bachmann 1926 - 1973





Ausstellungsdauer:
1. Dezember 2004 bis 6. Februar 2005

Öffnungszeiten:
Di bis So von 10.00 bis 15.00 Uhr

Anlässlich der „Tage der deutschsprachigen Literatur” (Bachmannpreis) wurde am 16. Juni 2004 in Klagenfurt - zum ersten Mal in Österreich - die multimediale Ausstellung präsentiert, die Ingeborg Bachmanns „Schreiben gegen den Krieg” ins Zentrum rückt. Obwohl diese Intention ihr Schreiben von Beginn an bestimmt, ist diese zentrale Frage ihres Lebens und Schreibens bisher weitgehend übersehen worden.
„bedingungsloser hat niemand nach 1945 die Frage von Krieg und Frieden zum Zentrum seines Schreibens gemacht. Die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann hat sich den destruktiven Erfahrungen ihrer Zeit ausgesetzt, damit „Kunde” gegeben werden kann, und sie hat dem fortdauernden Kriegszustand der Welt ihre Utopie eines gelungenen Lebens entgegengesetzt.” (Hans Höller)
Die Bilder und Texte der Ausstellung folgen einer transparenten biographisch-chronologischen Anordnung, wobei der Aspekt des „Schreibens” in den Vordergrund gerückt wird. Dahinter, mit Großaufnahmen visualisiert, liegt der geschichtliche Horizont der Kriegsschauplätze, gegen die sich ihr Werk zu behaupten hat.
Die ausgewählten Bilder und Texte werden von einem Kommentar begleitet, so dass die Ausstellung zugleich eine Einführung in Leben und Werk Ingeborg Bachmanns darstellt. Bisher noch nie publizierte Texte - wie das Kriegstagebuch aus dem Jahr 1945 - und noch unveröffentlichte Fotos aus dem Privatnachlass werden in dieser Ausstellung zum ersten Mal präsentiert.
Audiovisuelle Mittel, auch hier mit zum Teil noch nicht gesendeten Tonaufnahmen, verleihen der Ausstellung zusätzliche Authentizität. Im Rahmen der Ausstellung wird außerdem das letzte Film-Porträt Ingeborg Bachmanns („Ingeborg Bachmann in Rom” von Gerda Haller, aufgezeichnet im Juni 1973) vorgeführt, eine Art Testament der Dichterin, in dem sie ihre Utopie des „Ein Tag wird kommen …” der fortwährenden Kriegs- und Gewaltgeschichte entgegenhält.

Wissenschaftliches Konzept: Hans Höller
Ausstellungsgestaltung: Erika Thümmel
Projektkoordination: Helga Pöcheim
 Zurück
IMPRESSUM © 2016 Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich / StifterHaus – Literatur und Sprache in OÖ.
Stichwörter zur oberösterreichischen Literaturgeschichte

Stichwörter zur oberösterreichischen Literaturgeschichte

weiter >>
(Nach)SommerTag<br />20 Jahre StifterHaus neu * Der Film

(Nach)SommerTag
20 Jahre StifterHaus neu * Der Film

weiter >>