Buchpräsentation
Montag, 17. Jänner 2005
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr:

CHRISTA ROTHMEIER: Die entzauberte Idylle. 160 Jahre Wien in der tschechischen Literatur (Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften)

Einführung: DR. JOHANNES JETSCHGO

Christa Rothmeier, geboren 1948 in Niederösterreich, lebt in Klosterneuburg. Studium der Slawistik und Romanistik in Wien und Prag. Seit 1976 freiberuflich tätig: Universitätslektorin für tschechische Literatur, Publizistin, Redakteurin, Herausgeberin und literarische Übersetzerin. Auszeichnungen: „Kulturpreis des Landes Niederösterreich für literarische Übersetzung” (1997); „Premia Bohemica” (1999); „Österreichischer Staatspreis für literarische Übersetzung” (2000); „Artis Bohemiae Amicis” des Kulturministeriums der Tschechischen Republik (2003).

Zum Buch:
Die vorliegende Anthologie enthält signifikante Texte von über vierzig tschechischen Schriftstellern, durch welche das Wien-Bild in der tschechischen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts im historischen Wandel rekonstruiert. Aus dem in Genre wie Umfang heterogenen Material ergab sich ein thematisch und motivisch kohärentes Textcorpus, in dem sich gegen Wien gerichtete Vorwürfe auf Grund tatsächlich erlebten Unrechts, emotionale Projektionen und deren Relativierung die Waage halten. Den mit wenigen Ausnahmen chronologisch gereihten Textproben sind kurze Biobibliographien der Autoren und Autorinnen vorangestellt. Weiterführende Erklärungen sind in einem Anmerkungsapparat im Anhang enthalten. Im Vorwort der Herausgeberin wird die Rezeption Wiens in der tschechischen Literatur in ihrer gesamten Bandbreite vom literarischen und literarhistorischen Aspekt her untersucht und zum kulturhistorischen Hintergrund in Beziehung gesetzt. Die von der Historikerin Monika Glettler verfasste einleitende Studie „Das tschechische Wien historisch” dient der Einführung in die sozialgeschichtliche Thematik. Die Anthologie stellt durch die Hinterfragung des Wien-Topos aus tschechischer Sicht einen Beitrag zur Imagologie dar. Sie ermöglicht Einsichten in wienspezifische Themen, die in der österreichischen Literatur weithin ausgeklammert blieben, obwohl die Tschechen bis 1918 einen hohen Anteil an der Bevölkerung der Stadt stellten.
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