Ausstellungseröffnung
Ausstellung

WALTER PILAR IN KRUMAU UND ANDERSWO




Ausstellungsdauer: 16. Februar bis 17. März 2005

Öffnungszeiten: Di bis So von 10 bis 15 Uhr


(Presseberichte zur Ausstellung - siehe AKTUELLES, Pressepiegel!)

Führung durch die Ausstellung am Montag, 14. März, 18-19 Uhr, mit WALTER PILAR! Eintritt und Teilnahme sind frei.

„Nach 1966, d. h. seit einer ersten Studienreise mit der VHS Salzkammergut in die poststalinistische Sowjetunion, bin ich oft als Einzelreisender - nach aufwendiger Vorbereitungslektüre & überbestückt - aufgebrochen, habe unterwegs notiert, also literar. & graf. dilettiert. Denn aus der Mittelschulzeit virulierte noch der fragwürdige Lehrsatz: „Vom Fotografieren allein (vom Füma aloa) wird dir keine Reise inne, das bildet nur ab. Gebildet wirst du erst, wenn du dir das Erlebte selbst erzeichnest oder erschreibst.” Die weiteren, z. T. sehr weiten, energieaufwendigen Reisen führten mich in die, für einen romantisch bewegten Avantgardisten (´68er) erschwinglichen, v. a. aber politisch interessanten Länder des kommunistischen „Ostblocks” (CSSR/Prag, Rumänien, Litauen, Ukraine), das hieß hinter den eisernen Vorhang. Aber auch 1980 einmal ins hiesige Polizeigefängnis (s. 1.Grafikblock). Zuletzt zeichnete ich auf KRHTH (Kreta, März/April 2003) & im Salzkammergut. Durch ein oö. Auslandsstipendium ermöglicht, habe ich jüngst wie aus der Ebenseer Kohlstatt der 50erjahre abgehoben & bin im Duft von Holz- & Kohlenbrand des südl. Böhmerwalds bzw. seines Hauptortes (sozusagen im Stifterlandl) gelandet. Im dortigen oö. Landesatelier v Českém Krumlově (Böhmisch Krumau, März & Dezember 2004) hat sich mir lustvoll eine andere Welt erschlossen, als durch fremdbestimmte „Weltbilder” der brandaktuellen Medienberichterstattung (dagegen sind 15 skurreale, teils großformatige Grafiken entstanden).
Naheliegenderweise habe ich dabei mit einfachen Materialien gearbeitet: Kohle, Grafit, Farbkreiden auf Packpapierbögen (weiß & div. Beige). & im E.-Schiele-Art-Centrum habe ich auch den Dichter Christian Filips (Berlin) kennengelernt & mit ihm Reisen in Stifters mitternachtseitige Region unternommen. Gemeinsam werden wir aus diesen poetischen Ergebnissen zur Ausstellungseröffnung lesen.”

Christian Filips, geboren 1981 in Worms, lebt dzt. in Berlin. Seit ´98 Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften, Anthologien & Zeitungen. Rimbaud-Preis des ORF 2001.
Letzte Publikation: Schluck auf Stein, Elfenbeinverlag Berlin 2001.

Walter Pilar, geboren 1948 in Ebensee, lebt als Schriftsteller, Graphiker, „KunstWandwerker & Rauminstallatör” in Linz. Seit 1968 zahlreiche Lesungen, Aktionen & Ausstellungen. Einträge in Gipfelbücher, Beiträge in in- & ausländischen Kulturzeitschriften (Literatura ir Męnas, Šiaures Atenai, Wespennest, Sterz, die Rampe, kursiv, etc.) & Anthologien (zuletzt in: Ludwig Laher, Europa erlesen OÖ, Wieser ´04); Ausstellungen in der Galerie im Stifterhaus (z.B. Nachkommenschaften 1992), O.K-Centrum für Gegenwartskunst (Die paradiesischen Ecken meines Lebens, Rauminstallation ´92, Der Karbach-Hochaltar, Rauminstallation ´99) & Kunsthaus Bregenz (bei LKW 2000). Verschiedene Stipendien & Preise; u.a. oö. Landeskulturpreis für Literatur 1990, ... Projektstipendium des Bundes 2004/05 für LS ≈~. 10 Einzelpublikationen, zuletzt: LEBENSSEE ≈ Gerade Regenbögen, Klagenfurt/Wien 2003.





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