Buchpräsentation
Montag, 14. März 2005

Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr:

LUDWIG LAHER liest aus seinem Buch „Folgen” (haymonverlag). Einführung: WALTER WAGNER.

Hinweis: WALTER PILAR führt von 18-19 Uhr durch seine Ausstellung, die derzeit im StifterHaus zu sehen ist!
Ludwig Laher, geboren 1955 in Linz, studierte Germanistik, Anglsitik und klassische Philologie in Salzburg, lebt in St. Pantaleon/OÖ. Schreibt Prosa, Lyrik, Essays, Hörspiele, Drehbücher und Übersetzungen.
Publikationen u. a.: „Selbstakt vor der Staffelei”, Erzählung 1998; „Wolfgang Amadeus junior: Mozart Sohn sein”, Roman 1999; „Herzfleischentartung”, Roman 2001; „So also ist das / So that’s what it’s like”, eine zweisprachige Anthologie britischer Gegenwartslyrik 2002 (mit Wolfgang Görtschacher); „Aufgeklappt”, Roman 2003; „Feuerstunde”, Gedichte 2003.

„Ludwig Lahers neuer Roman ist die Geschichte einer Kindheit. Der Autor wählt so ungewöhnliche wie unterschiedliche Perspektiven, um die ersten fünfzehn Lebensjahre eines Ich-Erzählers zu vergegenwärtigen. Der ist knapp 48 und genauso alt wie sein Vater, als dieser an einer schweren Krankheit stirbt. Monate zuvor hat er dem Sechsjährigen seinen baldigen Tod angekündigt und ihn gebeten, Verantwortung für die Mutter und die kleine Schwester zu übernehmen. Unter dem Druck dieser Bürde wächst das Kind heran und ‚folgt’ dem toten Vater in dessen umgearbeiteten Anzügen aufs Wort. Während die Mutter den Verstorbenen mehr und mehr idealisiert, werden Risse im Heiligenschein sichtbar, Widersprüche, Widersprüche und Erlogenes.
Vielschichtig baut der Autor dieses ereignisreiche Familiendrama vor dem Leser auf, auch wenn er bewusst und diskret alles Spektakuläre vermeidet. Umso mehr Wert legt er auf die akribische Zeichnung der zeitgeschichtlichen und psychologischen Hintergründe.
‚Folgen’ ist deshalb auch ein Stück Alltagsgeschichte von den späten fünfziger Jahren bis 1971. Doch Ludwig Laher spannt den Bogen noch viel weiter, zurück bis zur Generation der Großeltern in die Zeit des Ersten Weltkriegs.
‚Folgen’ ist kein Abrechnungsbuch mit der Elterngeneration, sondern der Versuch, einen schwierigen Einstieg ins Leben zu beleuchten, die Folgen zu analysieren und spürbar zu machen, ohne sich der Versuchung hinzugeben, vorschnell und bequem zu urteilen.”
(Verlagstext)
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