Grundbücher der österreichischen Literatur ab 1945
Dienstag, 3. Mai 2005
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr:

CHRISTINE LAVANT: Spindel im Mond (1959)
Lesung und Kommentar: EVELYN SCHLAG
Referat: MICHAEL BRAUN
Konzept: KLAUS KASTBERGER und KURT NEUMANN

Evelyn Schlag, geboren 1952 in Waidhofen/Ybbs, Studium der Anglistik und Germanistik
lebt als freie Schriftstellerin in Waidhofen/Ybbs; Lyrik, Prosa, Übersetzungen.
Bremer Förderpreis zur Literatur, Österreichischer Würdigungspreis, Anton Wildgans Preis
Zahlreiche Lesungen in Europa, den USA, Kanada.
Writer in Residence in Carlisle 2001; Grazer Poetikvorlesungen 1992; Klagenfurter Poetikvorlesungen 2003; Writer in Residence Ingeborg Bachmann Institut London 2004.
Zahlreiche Veröffentlichungen, zuletzt: ”Die göttliche Ordnung der Begierden”, Roman, Salzburg 1998; ”Das Talent meiner Frau”, Gedichte, Salzburg 1999; ”Brauchst du den Schlaf dieser Nacht”, Gedichte, Wien 2002; ”Das L in Laura”, Roman, Wien 2003.

Christine Lavant (Pseudonym für Christine Habernig, geb. Thonhausen), geboren am 4. 7. 1915 in Groß-Edling bei St. Stefan/Kärnten. Lyrikerin. Gestorben am 7. 6. 1973 in Wolfsberg.
Als neuntes Kind einer Bergarbeiterfamilie wurde Lavant in ärmlichen Verhältnissen geboren. Ihre Kindheit und Jugend prägten materielle Not und Krankheit; Seh- und Gehörsinn waren beeinträchtigt. Nach dem Besuch der Volksschule und einer Klasse Hauptschule wohnte sie bis 1938 im Elternhaus und heiratete 1939 den um vieles älteren Maler Josef Habernig. Freundschaft mit Werner Berg, der sie in Holzschnitten und Gemälden darstellte. Sie lebte bis auf eine zweijährige Unterbrechung zurückgezogen in St. Stefan und verdiente ihren Unterhalt durch Stricken.
Werke u. a.: ”Die Bettlerschale” 1956; ”Spindel im Mond” 1959; ”Der Pfauenschrei” 1962; ”Hälfte des Herzens” 1967; ”Nell”, Salzburg 1969; ”Kunst wie meine ist nur verstümmeltes Leben”, nachgelassene und verstreut veröffentlichte Gedichte - Prosa - Briefe, Salzburg 1978; ”Gedichte”, herausgegeben von Thomas Bernhard, Frankfurt am Main 1987.
Christine Lavant erhielt u. a. den Georg-Trakl-Preis 1954 und 1964 sowie den Österreichischen Staatspreis für Literatur 1970.
 Zurück
IMPRESSUM © 2016 Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich / StifterHaus – Literatur und Sprache in OÖ.
Stichwörter zur oberösterreichischen Literaturgeschichte

Stichwörter zur oberösterreichischen Literaturgeschichte

weiter >>
(Nach)SommerTag<br />20 Jahre StifterHaus neu * Der Film

(Nach)SommerTag
20 Jahre StifterHaus neu * Der Film

weiter >>