Schnittstellen: Literatur und Zeitgeschichte
Montag, 30. Mai 2005
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr:

Schnittstellen: Literatur und Zeitgeist. Die 50er und 60er Jahre.

Als Zeitgeist-Gast spricht Hans Höller

Lesung mit Margit Schreiner, Walter Kohl und Eugenie Kain.

"Schnittstellen Literatur und Zeitgeist" ist eine Lesereihe der Grazer Autorinnenversammlung Regionalgruppe Oberösterreich im Gedenk- und Jubiläumsjahr 2005.
Eugenie Kain wurde 1960 in Linz geboren, studierte Germanistik und Theaterwissenschaft in Wien. Autorin, Kulturjournalistin und Beraterin im Sozialbereich. Zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien sowie im Österreichischen Rundfunk. Erhielt 1983 den Max von der Grün-Literaturpreis und den Buch.Preis 2003. Lebt und arbeitet in Linz. Bibliographie: „Sehnsucht nach Tamanrasset”, 6 Erzählungen Resistenz - Verlag Linz 1999, „Atemnot”, Roman Resistenz - Verlag, Linz 2001, „Man müsste sich die Zeit nehmen, genauer hinzuschauen. Franz Kain und der Roman „Auf dem Taubenmarkt” edition philosophisch - literarische Reihe, Linz 2002. Hohe Wasser, Erzählungen Otto Müller Verlag, Salzburg 2004.

Walter Kohl wurde 1953 in Linz geboren. Verheiratet, zwei Kinder. Volksschule, Mittelschule, Matura 1971, abgebrochenes Studium (Betriebswirtschaft), Autovermietungs-Angestellter, Journalist, seit Ende 1996 freier Schriftsteller. Mitglied der Grazer Autorenversammlung. Gründungsmitglied der Nenzinger Gruppe.
Bibliographie: Romane „Katzengras", Steyr, 1993; „Spuren in der Haut", 1995; „Fuck off, Koff”, Hamburg 2004, „Senna lebt”, Linz 2004; „Good Hope”, Weitra 2004; Dokumentationen: „Die Pyramiden von Hartheim - Euthanasie in Oberösterreich”, Grünau, 1997; „Ich fühle mich nicht schuldig. Renno, Euthanasiearzt”, Wien 2000; TB-Ausgabe: Göttingen 2002. Theaterstücke: „Sonst wird dich", „Arbeit. Krokodilsbraut.", „Die Pyramiden von Hartheim”, „Dagi Delphin & die Skater", „Hart.Heim.Suchung” ein Theaterprojekt mit geistig und körperlich behinderten Schauspielern, „Katzengras” UA an der Grenzlandbühne Leopoldschlag im Juli 2001, „ritzen” UA September 2002 in Greifswald, anschließend in Hamburg, Leipzig, Kassel etc., „Pia E. oder: Warum Gartenzwerge rote Mützen tragen” Hartheim, Mai 2003, Theaterprojekt mit geistig und körperlich behinderten Schauspielern, „Der Schwärzer und seine Braut” UA Ostern 2005 in Kollerschlag.
Daneben spartenübergreifende Projekte wie: „oberösterreich zuerst!” (Frankfurt 1995), „Bilderzaun Puchenau” (Festival der Regionen 1997), „Tritt Ein Bring Glück Herein” (Festival der Regionen 2001).
Margit Schreiner wurde 1953 in Linz/Oberösterreich geboren und ging dort zur Schule. 1971 maturierte sie am Wirtschaftskundlichen Realgymnasium in Linz. Danach Studium der Germanistik und Psychologie in Salzburg. 1977 bis 1980 Aufenthalt in Tokio. In Tokio brach sie die Arbeit an der Dissertation „Die Kategorie des Schönen in der Faustdichtung” ab und begann zu schreiben. Papa war enttäuscht (zur Vaterproblematik siehe „Nackte Väter, Schöffling 2004). Mama auch (Näheres zur Mutterproblematik „Heißt lieben, Schöffling 2003). Von 1980 bis 1982 arbeitete sie als Sekretärin an der Universität Salzburg. Seit 1983 lebte sie als freie Autorin in Salzburg und Paris (1983 bis 1991), 1991 wurde ihre Tochter Oktavia Sophie in Salzburg geboren. Ende des Jahres Umzug nach Berlin (1991 bis 1998), 1998 erneuter Umzug nach Italien. Seit 2000 lebt sie wieder in Österreich. 2004 Kulturpreis des Landes Oberösterreich für Literatur.
Bibliographie: „Die Rosen des Heiligen Benedikt”, 1989;1990 „Mein Erster Neger”, 1990; ”Die Unterdrückung der Frau, die Virilität der Männer, der Katholizismus und der Dreck”, 1995; „Nackte Väter”, 1997, 2004; „Der Mann mit den Samtohren”, 2000; „Haus, Frauen, Sex”, 2001; „Mein erster Neger/Die Rosen des Heiligen Benedikt” (Doppelband), 2002; „Heißt lieben”, 2003; „Die Eskimorolle”, 2004.
Hörspiele: 1991 „Da gehn die Schiffe unter mitten in der Wüste”, 1991, Funkhaus Berlin;
„Die Bohrmaschine oder Warten auf Berlin”, 1992, WDR/SFB; „Gefühle”, 2000, Deutschlandradio/ORF; „Zu Fuß über die Alpen”, 2002, ORF/MDR.

Hans Höller wurde 1947 in Vöcklabruck geboren. Er lehrt als Professor für Germanistik an der Universität Salzburg. Er ist Verfasser zahlreicher Bücher zur zeitgenössischen Literatur unter anderem zu Thomas Bernhard und Ingeborg Bachmann. Zuletzt: Ingeborg Bachmann Hans Werner Henze. Briefe einer Freundschaft. Piper Verlag, München, Zürich,2004.
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