Stifter-Biographien
Dienstag, 31. Mai 2005
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr:

Präsentation: PETER BECHER (Geschäftsführer des Adalbert Stifter Vereins, München): Adalbert Stifter. Sehnsucht nach Harmonie. (Pustet Verlag, Regensburg)
LEOPOLD FEDERMAIR: Adalbert Stifter und die Freuden der Bigotterie. Essays (Otto Müller Verlag, Salzburg)

Leopold Federmair, geboren 1957 in Oberösterreich. Gymnasium in Kremsmünster und Wels, Studium der Germanistik, Publizistik und Geschichte in Salzburg. Schriftsteller, Essayist, Kritiker. Übersetzungen aus dem Französischen, Spanischen und Italienischen, u. a. Werke von Michel Houellebecq, José Emilio Pacheco, Francis Ponge. Lebt in Wien und Osaka.
Buchveröffentlichungen u. a.: "Die Gefahr des Rettenden" (1992); "Monumente und Zufall" (1994); "La consultation (1999); "Das Exil der Träume" (1999); "Kleiner Wiener Walzer" (2000); „Dreikönigsschnee”, Erzählungen (2003).

„… Jenseits der vorhandenen Fronten, die sich zwischen Verehrung und Wiederentdeckung Stifters im Zeichen des sanften Gesetzes bzw. einer Ablehnung als Dichter der Restauration bewegen, entwirft Leopold Federmair einen völlig neuen Zugang zum Werk des Autors. In einem Essay, der Raum lässt für autobiographische Parallelen, Lektüreerfahrungen und Werkinterpretationen entgegen bisheriger Ansätze, versucht Federmair ein Gesamtbild Stifters für die heutige zeit zu entwerfen. Dabei steht die im aufgeklärt-religiösen Optimismus wurzelnde Bigotterie als Nährboden für die Brüche und Widersprüche im Werk des Autors im Vordergrund der Betrachtungen. In einem Vergleich Stifters mit Handke, W. G. Sebald, Thomas Bernhard oder der Dingwelt der heutigen Popliteratur stellt sich Federmair nicht nur die Frage nach einer missglückten oder gelungenen Stifter-Rezeption, sondern auch die nach dem Biedermeier von heute.” (Aus dem Klappentext)

Peter Becher, geboren 1952 in München, Studium der Geschichte und Germanistik.
Promotion zum Dr.phil. mit einer Arbeit über literarische und historiographische Darstellungen des Untergangs der Donaumonarchie. Seit 1986 Geschäftsführer des Adalbert Stifter Vereins.
Herausgeber/Mitherausgeber sowie Autor/Mitautor zahlreicher Publikationen zur Literatur und Kulturgeschichte der böhmischen Länder. Mitglied des Tschechischen PEN Klubs und des Beirats des deutsch tschechischen Gesprächsforums.


„Im Regensburger Pustet-Verlag legt Dr. Peter Becher, Geschäftsführer des Adalbert Stifter Vereins in München, im Stifterjahr eine umfangreiche neue Stifterbiografie vor. ‚Adalbert Stifter. Sehnsucht nach Harmonie’ ist eine einfühlsame und doch auch kritische Interpretation von Stifters Leben, Denken und Handeln. Sie vermittelt auf populärwissenschaftliche und erzählende Art Zugänge zu Stifters Werk. Auf gut lesbare und unterhaltsame Weise reinigt der Autor das Stifterbild vom Staub überkommener Klischees und korrigiert Vorurteile.”
(Verlagstext)
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