LYNKEUS-Präsentation
Dienstag, 24. Mai 2005
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr:

Lynkeus 6
Präsentation des Rund- und Rückblicks auf die österreichische Literatur des Jahres 2004

MARTIN POLLACK liest aus „Der Tote im Bunker. Bericht über meinen Vater” (Zsolnay Verlag, 2004)

Martin Pollack geboren am 23. Mai 1944 in Bad Hall/Oberösterreich, studierte Slawistik und osteuropäische Geschichte in Wien.
1972 bis 1982 geschäftsführender Redakteur bei der kulturpolitischen Monatszeitschrift „Wiener Tagebuch”. 1982 bis 1987 freiberuflicher Journalist und Übersetzer.
1987 bis 1998 Korrespondent des „Spiegel” in Wien und in Warschau
seit 1998 freier Autor und Übersetzer (unter anderen von Ryszard Kapuscinski, Wilhelm Dichter und Henryk Grynberg).
2004 Österreichischer Staatspreis für literarische Übersetzung.
Bücher: „Nach Galizien. Von Chassiden, Huzulen, Polen und Ruthenen”, Wien 1984;
„Des Lebens Lauf. Jüdische Familien-Bilder aus Zwischeneuropa”, Wien 1987;
„Das reiche Land der armen Leute. Literarische Wanderungen durch Galizien”. Herausgegeben zusammen mit Karl-Markus Gauß, Wien 1992; „Galizien. Eine Reise durch die verschwundene Welt Ostgaliziens und der Bukowina”, Frankfurt 2001; „Anklage Vatermord. Der Fall Philipp Halsmann”, Wien 2002; „Der Tote im Bunker. Bericht über meinen Vater”, Wien 2004.

Zum Buch:
Sbarramento di Brennero/Sperre am Brenner: Am Eingang eines Bunkers an der österreichisch italienischen Grenze wird am 6. April 1947 die Leiche eines Mannes entdeckt. Der Tote weist zwei Kopfschüsse und einen Schuss in die Brust auf. Unter seinen Habseligkeiten finden die Carabinieri einen Ausweis, der sich rasch als Fälschung herausstellt. Nachforschungen, ausgehend von einer Tätowierung am linken Oberarm und Schmissen im Gesicht, ergeben die wahre Identität des Toten: Dr. Gerhard Bast, geboren 1911 in der Gottschee, SS Sturmbannführer, Mitglied der Gestapo, von der Bundespolizeidirektion Linz auf der Fahndungsliste für Kriegsverbrecher geführt. Mehr als ein halbes Jahrhundert später fährt Martin Pollack nach Südtirol, um die Umstände dieses Todes zu eruieren. Lange hat er gezögert, weil er ahnte, dass er bei dieser Spurensuche auf Dinge stoßen wird, die seine schlimmen Erwartungen noch übertreffen. Gerhard Basts gewaltsamer Tod steht am Ende eines Lebens, in dem Gewalt eine wichtige Rolle spielte, und er steht am Anfang eines Berichts, der mit schier ungeheurer Intensität einem Menschen nachspürt. Martin Pollack hat diesen Menschen kaum gekannt, doch er stand ihm nahe wie sonst niemand es war sein eigener Vater.
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