Buch- und Verlagspräsentation
Montag, 6. Juni 2005
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr:

Unter dem Titel „Lust auf Lyrik” stellt die edition innsalz ihre Neuerscheinungen vor: FRANZ XAVER HOFER / HELGA HOFER: Flora. Pflanzenportraits.

TILL MAIRHOFER: prae:positionen. Ausgewählte Gedichte 1997-2003.

Helga Hofer, geboren 1955 in St. Florian am Inn; ist als Malerin Autodidakt.
Einzelausstellungen (Auswahl): Landesbildungszentrum Schloss Zell/Pram, 1997; Galerie im Gewölbe, Enns 1998; Stadtturmgalerie Schwanenstadt, 1998; Galerie der Österreich-Bibliothek, Pilsen1999; Galerie im Hammerwerk Buchsbaum, Tragwein 1999; Galerie im Amthof, Feldkirchen in Kärnten 2000; Galerie Zauner, Leonding Herbst 2000. Zahlreiche
Ausstellungsbeteiligungen.
Franz Xaver Hofer, geboren am 24. November 1942 in Niederwaldkirchen im Mühlviertel, Matura am Stiftsgymnsium Schlierbach; Studien in Wien und Heidelberg, Lehrerausbildung in Klagenfurt; seit 1966 Lehrer, verheiratet seit 1972, drei Kinder, lebt seit 1976 auf einem ehemaligen Bauernhof in Rainbach bei Schärding; schreibt Drama, Drehbuch, Prosa, Lyrik und Texte zu bildnerischen Themen. Mitgliedschaften bei IG Autoren/innen Österreich, P.E.N.-Club.
Am Anfang des Projekts "Flora - Pflanzenportraits" steht Helga Hofers leidenschaftliche Beschäftigung mit Pflanzen und allem, was dazu gehört.In der Vorstellung der Malerin treten Eigenheiten und Merkmale von Gewächsen zwanglos mit dem Bildnis einer imaginierten Frau zusammen. Die Portraits sind zwischen Typus, Charakter und individuellem Ausdruck angesiedelt und als Einheit mit dem Pflanzlichen zu betrachten. Die Gärtnerin trägt zur Bildsprache bei, die Malerin liefert die persönlichen Farbharmonien und die Zeichensetzung. In die floralen Zeichen und dazwischen komponiert Helga Hofer ihre Frauenbilder.

Seit den ersten Arbeiten dieser Art ist Franz Xaver Hofer von der Idee bewegt, dazu Texte zu machen. In einer assoziativen Weise vollzieht er nach, was er sieht, ohne den Bildern eine feste Bedeutung aufzudrängen. Er überlässt sich seinen Einfällen, die ebenfalls Pflanze und Frauenportraits einbeziehen. Die lyrischen Texte beschreiben, deuten und erzählen in einem.

Till Mairhofer, geboren 1958 in Steyr / Oberösterreich.
Hauptschullehrer, Lyrik- und Prosaautor, Kulturberichterstatter, Mitbegründer des Verlags "edition wehrgraben", Herausgeber der gesammelten Werke Dora Dunkls. Lebt in Steyr. 1998 Staatsstipendium für Literatur für den Roman "Der Bomber".
„ … Seine im Zeitraum von 1997 bis 2003 - von Tag zu Tag - entstandenen Gedichte hat Mairhofer nicht chronologisch gereiht, sondern drei ‚prae:positionen’ zugeordnet: Band eins trägt den Titel ‚von’. Hier zeigt sich das lyrische Ich am persönlichsten, erzählt es von sich, seiner Fragilität: ‚immer & überall / von allen / nach allen seiten / staudamm / & wassermasse / zugleich’. Band zwei gehört der Präposition ‚mit’. Hier wird ein du greifbar, ‚mit’ dem kommuniziert, gefühlt, gelebt wird. Der dritte Band wird von der Präposition ‚zu’ bestimmt. Hier schreibt Mairhofer vor allem anderen Schriftstellern zu, etwa Christian Morgenstern, Bert Brecht oder Walther von der Vogelweide. Der Autor sucht Ausgangs- und Anknüpfungspunkte, variiert, erzeugt Permutationen, setzt fort oder erzeugt Kontraste. Schön aufzeigbar ist das etwa an Clemens Brentanos ‚Der Spinnerin Lied’, das Mairhofer in ‚des spinners lied’ abwandelt.
‚prae:positionen’: Mairhofers Lyrik ist nicht Ergebnisanalyse, sondern der Versuch, ‚vor’ die Positionen zu kommen, den Raum der Vorbedingungen, Vorprägungen von Leben und Schreiben auszuleuchten. Der Doppelpunkt wirkt dabei als trennendes und verbindendes Element zugleich, ist die Schnittstelle, die Mairhofer interessiert. Die Präpositionen von, mit und zu wollen gleichsam von allem erzählen, ihre Abfolge evoziert das Bild einer Bewegung, vom ‚von’ zum ‚zu’, getragen vom ‚mit’, eine schöne Assoziation, deren viele noch möglich wären. …” (Peter Landerl, 19. Jänner 2005; Auszüge)
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