Literatursalon um vier
Donnerstag, 9. Juni 2005
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 16.00 Uhr:

In der Reihe „Literarischer Nachmittag” lesen ALOIS BRANDSTETTER, GERTRUD FUSSENEGGER und FRANZ RIEGER

Moderation: CLAUDIA LEHNER

Adalbert Stifter hat bereits zu Lebzeiten die zeitgenössische Autorenschaft in zwei Lager gespalten: Grillparzer und Eichendorff waren ihm wohlgesonnen, während Hebbel schon damals die Zuschreibung als „Blumen- und Käferpoet” prägte. In der Literatur des 20. Jahrhunderts hat sich in dieser Hinsicht nicht viel geändert: Stifters Oeuvre hat bis zuletzt unter den Schriftstellern Verehrer und Verweigerer seiner Texte hervorgebracht. Im Literatursalon des StifterHauses sind mit Franz Rieger, Gertrud Fussenegger und Alois Brandstetter drei oberösterreichische ErzählerInnen zu Gast, die sich auf Stifter eingelassen haben. Nach Lesungen aus Arbeiten mit Verbindungen zu Stifter geben die Gäste des bewusst auch für ältere Literaturinteressierte geöffneten Salons im von Claudia Lehner moderierten Gespräch Einblicke in ihre (möglicherweise auch ambivalenten) Stifter-Beziehungen.

Franz Rieger, geb. 1923 in Riedau, lebt in Oftering/OÖ. Arbeits- und Kriegsdienst. Kriegsgefangenschaft in den USA und England. 1946 Heimkehr, danach Finanzangestellter und Bibliothekar bei den Büchereien der Stadt Linz.
Zahlreiche Preise und Auszeichnungen u.a.: Kulturpreis des Landes Oberösterreich, Kunstwürdigungspreis der Stadt Linz, Adalbert-Stifter-Preis des Landes Oberösterreich, Heinrich-Gleißner-Preis. Publikationen u.a.: „Die unverzichtbare Ohnmacht”, Roman, Weitra 1999; „Schattenschweigen oder Hartheim”, Roman, 2. Auflage, Weitra 2002; „Verschwinden, im Dunkeln, Lesebuch 1963-2002”, Weitra 2002; „Strohpferde”, Weitra 2003.

Gertrud Fussenegger, geboren 1912 in Pilsen, verbrachte Kindheit und Jugend abwechselnd in Böhmen, Vorarlberg und Tirol, sie studierte in München und Innsbruck und begann sofort nach ihrer Promotion 1934 zu schreiben. Ihr literarisches Schaffen umfasst Lyrisches, Dramatisches, Essayistisches, vor allem aber große Romane und Erzählungen, darunter „Das Haus der dunklen Krüge”, „Bourdanins Kinder”, „Die Pulvermühle. Als ihr Hauptwerk bezeichnet die Autorin „Shakespeares Töchter” und „Zeit des Raben / Zeit der Taube”.

Alois Brandstetter, geboren 1938 in Pichl bei Wels. Studium der Germanistik und Geschichte in Wien. Professor für Deutsche Philologie an der Universität in Klagenfurt. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen.
Buchveröffentlichungen zuletzt: "Vom HörenSagen", Salzburg-Wien 1992; "Almträume" Salzburg-Wien 1993; "Hier kocht der Wirt", Salzburg-Wien 1995; "Schönschreiben" Salzburg-Wien 1997; "Meine besten Geschichten", Salzburg-Wien 1999; „Die Zärtlichkeit des Eisenkeils”, Roman, Salzburg-Wien 2000.
 Zurück
IMPRESSUM © 2016 Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich / StifterHaus – Literatur und Sprache in OÖ.
Stichwörter zur oberösterreichischen Literaturgeschichte

Stichwörter zur oberösterreichischen Literaturgeschichte

weiter >>
(Nach)SommerTag<br />20 Jahre StifterHaus neu * Der Film

(Nach)SommerTag
20 Jahre StifterHaus neu * Der Film

weiter >>