Thomas Bernhard zum 75. Geburtstag
Donnerstag, 9. Februar 2006
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30:

Das Theater, das ich für mein Leben eröffnet habe.
MANFRED MITTERMAYER stellt seine neue, in der Reihe „BasisBiographien” im Suhrkamp Verlag erschienene Darstellung von Leben, Werk und Wirkung des Autors vor.
Dazwischen liest FRANZ FROSCHAUER ausgewählte Texte von Thomas Bernhard, als Beispiele für das Wechselspiel zwischen Realität und Fiktion im Werk des Autors.
Eine Veranstaltung mit der Internationalen Thomas Bernhard Gesellschaft

„Auf komplizierte Weise greifen bei Bernhard Leben und Werk ineinander. Zahlreiche Hauptfiguren formte er nach dem Vorbild des Menschen, der seine Jugend prägte, nach seinem Großvater Johannes Freumbichler; die Nähe seiner Texte zu realen Personen und Ereignissen gab Anlass zu Aufregungen wie bei der Affäre um den Roman Holzfällen. Darüber hinaus macht die eigentümliche Übereinstimmung zwischen den Aussagen seiner literarischen Figuren und seinen eigenen Äußerungen einen Vergleich zwischen Wirklichkeit und Fiktion reizvoll - und schwierig: Bernhards Bücher sind keineswegs nur eine verkappte Selbstbeschreibung. Gleichzeitig war auch sein Auftreten in der Öffentlichkeit nie ganz frei von Stilisierung und Ironie.” (Aus der Suhrkamp-BasisBiographie „Thomas Bernhard”)

Anlässlich des 75. Geburtstags von Thomas Bernhard stellt Manfred Mittermayer seine neue, in der Reihe „BasisBiographien” erschienene Darstellung von Leben, Werk und Wirkung des Autors vor.
Dazwischen liest Franz Froschauer ausgewählte Texte von Thomas Bernhard, als Beispiele für das Wechselspiel zwischen Realität und Fiktion im Werk des Autors.

Manfred Mittermayer (geb. 1959 in Ottensheim) arbeitet am Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Theorie der Biographie und lehrt an der Universität Salzburg. Er ist Autor zahlreicher Publikationen zur Literatur der österreichischen Moderne, v.a. zu Thomas Bernhard. Außerdem gestaltete er mehrere Ausstellungen zu Bernhard, u.a. „Johannes Freumbichler - Thomas Bernhard. Eine Beziehung” und „Thomas Bernhard und seine Lebensmenschen. Der Nachlass” (mit Martin Huber) im StifterHaus. Er ist Mitherausgeber der 22bändigen Thomas-Bernhard-Werkausgabe im Suhrkamp Verlag, Vorstandsmitglied der Internationalen Thomas Bernhard Gesellschaft und Mitglied des Adalbert-Stifter-Instituts.

Franz Froschauer, geboren in Vöcklabruck. Nach HTL - Matura, Schauspielausbildung am Reinhardseminar in Wien und an der Bruckneruniversität Linz. Danach folgten Festengagements am Theater Heilbronn, am Düsseldorfer Schauspielhaus und fünf Spielzeiten am Residenztheater in München. 1991 Beginn der freiberuflichen Tätigkeit mit Gastengagements am Schauspiel Bonn, am EDT Hamburg, am Münchner Volkstheater und am Theater Phönix in Linz. 1994 erste freie Produktion. 1995 Leiter der Festwochen Gmunden. 1998 Inszenierung von Marivaux „Kleidertausch” bei den Festwochen. 1999 Regie und Titelrolle in der sehr erfolgreichen Theaterproduktion „Totentanz”. 2005 Inszenierung von Max Frischs „Andorra”, Stiftung Talente, Linz. Zahlreiche Fernsehrollen (u.a. Derrick, Die Neue, Die Wache, SOKO 5113, Bulle von Tölz, Die rote Meile, Edel und Stark, Tatort...)
Kinofilme (Hasenjagd, Madame Bäurin, Der Mann in der Krise, Fast Fuck und Vortex, Neun - Nominiert zum Kunstfilmfestival Mannheim 2005). Seit 1992 zahlreiche Chansonabende mit Interpretationen von Brel, Villon, Brecht, bis zum eigenen Chansonprogramm 1999. Seit 2003 ein neues Chansonprogramm mit dem Titel „Engel meiner Lust ...”.
Frühwirth / Skrabal, Hauptrollen in der sehr erfolgreichen Franzobel Uraufführung „HUNT oder DER TOTALE FEBRUAR” - Nestroypreisträger für das Stück und Spezialpreis der Jury für die Produktion 2005. Seit 1986 unzählige Lesungen im In- und Ausland.
Seit Oktober 2000 lebt Franz Froschauer mit seiner Familie in Schwanenstadt, Oberösterreich.
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