Buchpräsentation
Donnerstag, 23. März 2006
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr:

KURT PALM präsentiert sein Buch „Der Wolfgang ist fett und wohlauf. Essen und trinken mit Wolfgang Amadé Mozart” (Löcker Verlag, Wien). Anschließend wird sein neuer Mozart-Film gezeigt.

”Dass Mozart ‘Die Zauberflöte’ komponierte, wissen die meisten, dass er aber gerne Rinderzunge, Austern, Fasan und Leberknödel mit Sauerkraut gegessen hat, ist ebensowenig bekannt wie die Tatsache, dass er sich auch in seiner Eigenschaft als Dichter häufig mit dem Essen und Trinken beschäftigte. So schrieb er für seine Mutter das Gedicht ‘Madame Mutter! Ich esse gerne Butter’, und seiner Schwester Nannerl überbrachte er zu deren 32. Geburtstag einen gereimten ‘Glücks=Wunsch/Beim Punsch!’ Nicht vergessen sollte man auch die große Rolle, die Essen und Trinken in Mozarts Opern spielen, man denke etwa an Don Giovannis Schlemmereien oder an Papagenos Vorliebe für eine deftige Mahlzeit und ein gutes Glas Wein. Kurt Palm erzählt Mozarts Leben und Werk aus der Küchenperspektive und lüftet auf diese Weise das eine oder andere kuriose Geheimnis um die kulinarischen Vorlieben des großen Komponisten.

War Mozarts Lieblingsspeise nun Leberknödel mit Sauerkraut oder doch eher Kapaun? Was hatte er am ‘Gefrorenen’ auszusetzen, das ihm in der ‘Staigerischen Caffetterie’ in Salzburg serviert wurde? Stimmt die Behauptung von Mozarts Witwe, dass sie ihrem Mann das Fleisch ‘wie einem Kinde’ schneiden musste? Womit hat Mozart auf dem Mönchsberg die Vögel
geschossen, die später im ‘Tanzmeisterhaus’ auf den Tisch kamen? Weshalb ließ er sich im Herbst 1782 von seinem Vater ‘Salzburger Zungen’ nach Wien schicken? Wovon ernährte sich Mozart während seiner zahlreichen Reisen? Welche Rolle spielt das Essen und Trinken in seinen
Opern? Woher kam der Stör, den Mozart wenige Monate vor seinem Tod verzehrte? Das sind einige der Fragen, mit denen sich Kurt Palm in seinem Buch ‘Der Wolfgang ist fett und wohlauf’ beschäftigt, wobei Mozarts Ess und Trinkgewohnheiten in den jeweiligen kulturgeschichtlichen Kontext gestellt werden. Schließlich möchten wir ja wissen, wieviel zur Mozartzeit ein Kilogramm Rindfleisch gekostet hat und auf welche Weise jene Austern von der Adria nach Wien transportiert wurden, die Mozart hier verspeiste.” (Kurt Palm)

Kurt Palm, geboren 1955 in Vöcklabruck, das von Mozart „Vögelbruck” genannt wurde. Seit ca. 1962 Tätigkeiten als Ministrant, Mittelstürmer, Autostopper und Nachtwächter. Nach dem Studium der Germanistik und Publizistik als Regisseur, Autor und Volksbildner unterwegs. Schreibt Bücher, dreht Filme und fängt Fische.
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