Buchpräsentationen
Dienstag, 28. März 2006
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr:

Zwei AutorInnen des Otto Müller Verlages lesen aus ihren neuen Büchern:
EUGENIE KAIN: Flüsterlieder. Erzählung
LEOPOLD FEDERMAIR: Ein Fisch geht an Land. Roman.
Einführung: ARNO KLEIBEL

Leopold Federmair, geboren 1957 in Oberösterreich. Gymnasium in Kremsmünster und Wels, Studium der Germanistik, Publizistik und Geschichte in Salzburg. Schriftsteller, Essayist, Kritiker. Übersetzungen aus dem Französischen, Spanischen und Italienischen, u.a. Werke von Michel Houellebecq, José Emilio Pacheco, Francis Ponge. Lebt in Wien und Osaka. Zuletzt erschienen: "Dreikönigsschnee" (Erzählung, 2003), im Otto Müller Verlag: "Adalbert Stifter und die Freuden der Bigotterie" (Essay, 2005).

Zum Buch:
”Am Anfang war der Aufbruch, zusammen leben, zusammen wohnen: die Wohngemeinschaft. Lebensentwürfe, so schien es, ließen sich hier leichter verwirklichen. Jeder bekam, was er brauchte, und mit den Pflichten nahm man es nicht so genau. Doch das liegt lange zurück. Aus
Jasmin ist eine aufstrebende Journalistin geworden, die eine Zweckehe mit Mustafa führt, Rosa lebt in der Vergangenheit ihrer Ideale, Konrad droht von der virtuellen Welt verschluckt zu werden und Evelyn, die mit ihrer Tochter in der WG lebt, sieht sich als Krankenschwester einer
inhumanen Medizin ausgeliefert. Als Kave auftaucht, hat sich in der WG die Wehmut eingenistet. Doch wer ist Kave? Ein Junkie? Ein Vogelfreier? Der Fremde, der mit Euphorie
empfangen wird, nimmt sich der vergessenen Dinge an. Doch die Begeisterung hält nicht lange an. Was gut war, ist plötzlich unerträglich. Mit Witz und ohne Häme zeichnet Leopold Federmair das Porträt einer Generation auf der Suche nach der verlorenen Sehnsucht.” (Verlagstext)


Eugenie Kain, geboren 1960 in Linz/OÖ, studierte Germanistik und Theaterwissenschaft in Wien, Autorin, Kulturjournalistin und Beraterin im Sozialbereich. Zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien sowie im Österreichischen Rundfunk. Erhielt 1983 den Max von der Grün Literaturpreis und den Buch.Preis 2003. Lebt und arbeitet in Linz. Bisher erschienen: "Sehnsucht nach Tamanrasset", Erzählungen (1999), "Atemnot", Roman (2001), "Man musste sich die Zeit nehmen, genauer hinzuschauen. Franz Kain und der Roman
`Auf dem Taubenmarkt´" (2002). Im Otto Müller Verlag erschien "Hohe Wasser" (2004).

Zum Buch:
”Die Araber wissen, dass der Tod ein schwarzes Kamel ist, das niederkniet vor der Haustür, wenn es so weit ist. In den Heimen sprechen die Alten verstohlen vom Qui Qui, der sie abholen kommt. Wer hatte ihn mitgenommen? Ein rostiger Donaudampfer? Oder der Rabe, der seit einer
Woche vor dem Fenster hockt? Ein Mann stirbt unerwartet und ohne Abschied. Eine Frau bleibt zurück mit ihrer Trauer und Verstörung und findet kein passendes Foto für die Todesanzeige.
Eugenie Kain erzählt die Geschichte einer Nacht, erzählt von den Schatten des Schmerzes und der Niederlagen. Sie erzählt aber auch vom Licht, das Zuversicht gibt. Das Licht fängt sich im Schacht einer Höhle, es fällt auf einen Weinstock im Karst, in eine enge Gasse in Genua, auf
einen Küchentisch, durch ein Mansardenfenster in Linz, auf den Hals einer Gitarre. In Eugenie Kains Sprachkunst leuchtet das innere Gesicht einer Geschichte auf.” (Verlagstext)
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