Buch- und Verlagspräsentation
Montag, 2. Oktober 2006
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr:

DORIS KLOIMSTEIN: Blumenküsser. Kurzgeschichten aus Brasilien nördlich von Rio (edition innsalz)

Doris Kloimstein ist in Linz an der Donau geboren und aufgewachsen. Die Autorin mit starkem Bezug zur Musik (Violinausbildung) schreibt Lyrik, Prosa, Dramatisches, wofür sie Stipendien und Preise bekommen hat.
Von den Publikationen seien genannt:
„Mein Kosmos”, Lyrische Texte zu Ölkreidearbeiten von Hannelore Mann, edition wort-ton-art, Wien 2003; „Paganini und die Überschwemmten von Saint Etienne”, 24 Capricen für Sprecher solo. Textbuch mit Illustrationen von Franz Schwarziger, edition wort-ton-art, Wien 2004; „Kleine Zehen”, Erzählung. Edition die Donau hinunter, Wien 2004.
Im Februar 2003 kam die Autorin erstmals in die Colônia Tirol (Gemeinde Santa Leopoldina), auch Dorf Tirol in Brasilien genannt. Zu diesem Zeitpunkt war der Deutschunterricht in der österreichischen Sprachinsel Mangels Finanzierung eingestellt worden.

Doris Kloimstein kümmerte sich um die Wiederaufnahme des Deutschunterrichtes,
begleitete den einheimischen Deutschlehrer während drei weiterer mehrmonatiger Aufenthalte in Tirol do Brasil pädagogisch, unterrichtete selbst und erreichte die Integration des Deutschunterrichtes in den Regelunterricht. Dank des Vereins „Tirol Brasil” (gegründet 2005) mit Sitz in Innsbruck wurde das Schulgebäude neben der Kirche von Tirol do Brasil ausgebaut, im März 2006 feierlich eingeweiht, und trägt den Namen „Dr. Alois Partl-Volksschule” (Altlandeshauptmann von Tirol).
Die Autorin ist verheiratet, hat einen erwachsenen Sohn, lebt in St. Pölten und Innsbruck.

Zum Buch:
„Die alte Heimat sitzt im Genick und dreht den Kopf in der neuen nach ihren Regeln. Wie unsinnig das ist, spüre ich, wenn die Kaltfront aus dem Süden kommt, der Wetterbericht von der warmen Nordfront spricht und mein Hirn Kopf steht.
Der Rhythmus ist alles. Das Urwesen des Taktes, jenes Trommeln, das in den Tanzrausch zwingt. Urmenschliches wird Übermenschliches. Im Rhythmus allein spielt sich das Drama ab - Geburt - Liebe - Tod. Die Seele zwingt sich in die Füße, stampfend, schwitzend, inkarniert und fährt wieder aus …
Das ist Brasilien.”
(Klappentext)

Aus dem Vorwort von Reinhold Steigenberger, österreichischer Generalkonsul für die brasilianischen Bundesstaaten:
„Doris Kloimstein gab Impulse und wurde Hoffnungsbestärkerin und Mit-Wegbereiterin in der Lehm- und Geröllweglandschaft des atlantischen Urwaldes. In ihrem Herzen brachte sie zurück, was ihr übergroße mittellose Hände, liebende Herzen jenes einfachen Menschenschlages mitgegeben hatten, in ihre und unsere, nicht von einer aufmerksamen Geschichtsschreibung, wohl aber von unser aller ‚Gott des Mehrwertes’ als ‚Erste Welt’ getaufte Heimat ...”
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