Grundbücher der österreichischen Literatur ab 1945
Donnerstag, 23. November 2006

Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr:

KLAUS HOFFER: Halbwegs. Bei den Bieresch I (S. Fischer Verlag, 1979); Der große Potlatsch. Bei den Bieresch II (S. Fischer Verlag, 1983)
Referat: SAMUEL MOSER
Idee und Konzept: KLAUS KASTBERGER und KURT NEUMANN
Kooperationsveranstaltung mit Alte Schmiede Wien

«Bei den Bieresch» (1979/1983) kann man als «Grundbuch der österreichischen Literatur» bezeichnen, weil es Österreich Grund und Boden entzieht. Und nicht nur Österreich: allen Reichen. Den diesseitigen und den jenseitigen. «Eigentum ist Diebstahl»: nach diesem Satz leben und sterben die Biereschek. Klaus Hoffers zweiteiliger Roman ist die umfassende Darstellung einer Zivilisation, die in ihrem Zerfall zusammenhält. Und die Geschichte eines jungen Mannes, der ihr nicht entkommt. «Halbwegs», so der Name, den ihm die Biereschek geben, kennen wir ihn. Halbwegs erkennen wir uns. Halbwegs bleibt alles im Dunkeln.
(Samuel Moser)

Klaus Hoffer, geboren 1942; Studium der Germanistik/Anglistik (Graz, USA); Dissertation über Kafka; Werbetexter, freier Journalist; Sekretär der Grazer Autorenversammlung; bis 2002 Lehrer.
Übersetzungen: Kurt Vonnegut: „Galgenvogel”, „Mutter Nacht” (Piper); Raymond Carver: „Kathedrale”, „Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden” (Piper); Joseph Conrad: „Allmayers Luftschloss”, „Ein Verfemter der Inseln”, „Lord Jim” (Haffmans); Nadine Gordimer: „Ein Ehrengast” (S. Fischer Verlag). Prosa: „Bei den Bieresch”, Roman (S. Fischer Verlag 1981/1983); „Am Magnetberg” (Verlag Droschl 1982). Essay: „Methoden der Verwirrung” (Verlag Droschl 1986); „Pusztavolk” (Verlag Droschl, 1991); Herausgeber: „Graz von außen” (Droschl Verlag 2003; gemeinsam mit Alfred Kolleritsch)
Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften: „Akzente”, „Kolik”, „manuskripte”, „Neue Rundschau”, „Protokolle” etc.
Preise: Rauriser Literaturpreis 1979; Alfred-Döblin-Preis 1981; Manuskripte-Preis u. a.; Stipendien: Dt. Literaturfonds, Elias-Canetti-Stipendium.
Writer in Residence an der Washington University (St. Louis, Mo.), Grinell College (Grinell Iowa).
In Arbeit: „Hinsehen und Wegsehen”, Essays (Verlag Droschl 2007).

Samuel Moser, geboren 1951. Lebt in Biel/Bienne (Schweiz). Studien der Altphilologie und Philosophie. Promotion über Immanuel Kant. Gymnasiallehrer. Freiberuflich tätig als Literaturvermittler, Herausgeber und Literaturkritiker. Grössere Arbeiten über Friederike Mayröcker, Günter Eich, Ilse Aichinger, Jörg Steiner, Urs Widmer, Wilhelm Genazio, Reto Hänny u.a.
„Ilse Aichinger, Leben und Werk” (Hg.), Fischer Taschenbücher 2003 (2. Auflage);
„Günter Eich, Fabula rasa” (Hg.), Reclam 8284, 1986 (vergriffen); „Günter Eich, Die Mädchen aus Viterbo” (Hg). Reclam 8688, 1991.







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