Grundbücher der österreichischen Literatur ab 1945
Freitag, 11. Mai 2007

Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr:

GERHARD ROTH: Das Labyrinth. Roman (S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2005)

Lesung mit dem Autor

Referat: UWE SCHÜTTE (Birmingham)

Idee und Konzept: KLAUS KASTBERGER und KURT NEUMANN

Ein Gemeinschaftsprojekt der Alten Schmiede, Wien und des StifterHauses

„Seine Sonderstellung als Grundbuch im Gesamtwerk von Gerhard Roth gewinnt ‚Das Labyrinth’ dadurch, dass es Figuren, Handlungsmuster und Motivkomplexe des Orkus-Zyklus konzentriert , bündelt und miteinander verknäult, zugleich aber auch gleich Verbindungslinien zieht zu seinem wildwüchsigerem Pendant in den Archiven des Schweigens, dem ‚Landläufigen Tod’. Die oszillierende Identität der Erzählfiguren, die Roth an die Verrätselungsstrategie der Heteronyme von Fernando Pessoa anlehnt, gehört zu den zentralen poetologischen Merkmalen des Buches. Das Labyrinth ist eine literarische Inszenierung der Erkenntnis, dass individuelle Identitäten nichts Natürliches, Naturgegebenes sind, sondern (soziale) Konstruktionen.”
(Uwe Schütte)

Gerhard Roth, geboren 1942 in Graz, seit 1976 freier Schriftsteller, lebt in Wien und in der Steiermark. Der Romanzyklus „Orkus” umfasst die Romane „Der See” (1995), „Der Plan” (1998), „Der Berg” (2000), „Der Strom” (2002), „Das Labyrinth” (2005) und wird im Herbst 2007 durch den autobiographischen Roman „Das Alphabet der Zeit” abgeschlossen.

Uwe Schütte, geboren 1967, Promotion über Gerhard Roths „Archive des Schweigens” bei WG Sebald. Er leitet die deutsche Abteilung an der Aston University, Birmingham. Publikation u. a.: „Auf der Spur des Vergessenen. Gerhard Roth und seine ‚Archive des Schweigens’” (1997, Böhlau).
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