Lynkeus-Präsentation
Dienstag, 15. Mai 2007

Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr:

BETTINA BALÀKA: Eisflüstern
(Droschl Literaturverlag, Graz)

Lesung mit der Autorin

Präsentation
der Publikation "Lynkeus 8"
durch den Herausgeber CHRISTIAN SCHACHERREITER
Bettina Balàka geboren 1966 in Salzburg, studierte Italienisch und lebt nach mehreren Auslandsaufenthalten (England, USA) in Wien.
Für ihr Werk erhielt sie mehrere Auszeichnungen: z. B.: den Rauriser Förderpreis, den Alfred Gesswein-Preis für Lyrik der Stadt Wien, den Meta-Merz-Preis, den Ö1 Essay-Preis, die „Auszeichnung für literarische Gedankenblitze im Jubelgewölk” 2005 und das Robert-Musil-Stipendium.

Nach dem Lyrikband „Die dunkelste Frucht”, 1994, erschienen die Erzählungen „Krankengeschichten” (Droschl 1996): die Kritik rühmte die „reiche phantasmagorische Bildsprache dieser „Geschichten, die das Versteckte ans Tageslicht bringen”, später folgen die „road movies. 9 versuche auszubrechen (Droschl 1998), im Frühjahr 2000 der Roman „Der langangehaltene Atem”, im Herbst 2000 der preisgekrönte Essay „Messer”, im Herbst 2002 der Erzählband „Unter Jägern” und 2006 der Roman „Eisflüstern”.
Die beiden Theaterstücke „Steinschlag” und „Zu dünn, zu reich” werden 2001 in Wien und in Graz uraufgeführt.

Zum Buch:
„Wien 1922. Balthasar Beck kehrt entkräftet, aber - wenigstens körperlich - unverletzt ins heimatliche Wien zurück und sucht nach tagelangem Zögern endlich seine Familie auf. Er wird von grauenvollen Erinnerungen an die Gefangenschaft, die Gemetzel und die Gräuel des Krieges heimgesucht und hat Mühe, in sein altes Leben zurückzufinden. An seinem alten Arbeitsplatz bei der Kriminalpolizei sieht er sich mit rätselhaften, bestialischen Mordfällen konfrontiert, die mit den gerade vergangenen Jahren in Sibirien verknüpft zu sein scheinen.

In ihrem neuen Roman erweckt Bettina Balàka bis ins Vokabular hinein den entbehrungsreichen Nachkriegsalltag zum Leben. Nüchtern, minutiös, mit fast ironischem Unterton schildert sie die tragischen und grässlichen Ereignisse des Krieges. ‚Eisflüstern’ besticht durch die Intensität und Genauigkeit der historischen Details: einerseits das Wien der frühen 20er Jahre, wo die gerade abgeschaffte Monarchie noch ebenso in den Köpfen spukt wie ein sich langsam radikalisierender Anti-semitismus, andererseits die Welt der Lager weit im Osten, die Gefechte und Schlachten in den russischen Steppen, Krankheit, Hunger und Elend, das alles vereint sich in Balàkas distanzierter Betrachtung zu einem enorm kunstvollen Gesellschaftspanorama.

Fundierte Detailrecherchen machen aus der ohnehin schon spannenden Geschichte eine äußerst lesenswerte Studie über den Beginn der modernen Gesellschaften im frühen 20. Jahrhundert; die ungelösten Probleme - und moralischen Fehlentscheidungen - der Vergangenheit werden zu Störfällen des zivilen Alltagslebens. Nicht nur für die Wiener Kriminalpolizei …” (Verlagstext)
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