Linzer Vorträge zur deutschen Sprache (18)
Donnerstag, 24. Mai 2007

Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr:

UNIV.-PROF. DR. CHRIS SCHANER-WOLLES:
"Wie kommt der Mensch zur Sprache?
Über den kindlichen Spracherwerb und über das Gehirn als zentrales Sprachorgan"


Veranstaltet im Rahmen der Ausstellung "KLONK!
Streifzug durch Literaturwelten für Kinder und Erwachsene"

Was spielt sich in unserem Gehirn ab, wenn wir Sprache benutzen?
Wie haben wir unsere Sprachfähigkeiten erworben?
Können sie eventuell auch wieder verloren gehen? Unter welchen Umständen?
Wie schaffen Kleinkinder ihren Erstsprach(en)erwerb so schnell und so problemlos?
Wie verläuft die Erstsprachentwicklung beim Kind?
Wann ist dabei eventuell doch mit Problemen zu rechnen? Und wie erkennt man diese?
Unterscheidet sich der kindliche Erstsprach(en)erwerb vom späteren Zweit- oder Drittspracherwerb?
Einige der vielen Fragen zum Thema „Sprache”, mit denen ich mich in meinem Vortrag beschäftigen werde. Nach einer kleinen Entdeckungsreise in unser Gehirn werde ich Sie in die sprachliche Welt des Kindes entführen. Anhand von konkreten sprachlichen Äußerungen von Kleinkindern werden wir die kindliche Sprachentwicklung in Zeitraffer gemeinsam durchlaufen. Dazu als Kostprobe vorweg ein Kommentar des knapp 3,6 jährigen Max beim Betrachten eines Bildes von einem See:
Max:”Ihr großen Menschen, Ihr sagts, glaub ich, das ist ein See und kein Wasser.”
Mutter:”Ach so. Und was sagst Du, kleiner Mensch?”
Max:”Ich sag, das ist ein Wasser!”



Chris Schaner-Wolles ist Professorin für allgemeine Sprachwissenschaft und klinische Linguistik am Institut für Sprachwissenschaft der Universität Wien. Darüber hinaus unterrichtet sie in den Universitätslehrgängen „Sprach- und Kommunikations¬förderung” und „Klinische Linguistik” an der Universität Salzburg und betreut den Bereich Linguistik an der Akademie für Logopädie der Gemeinde Wien. Sie nahm Einladungen zu Gastprofessuren an den Universitäten Potsdam, Stuttgart und Salzburg wahr.
Schwerpunkte in ihrer Forschung und Lehre sind der kindliche Spracherwerb, die Sprachentwicklung von unauffälligen Kindern und von Kindern mit Auffälligkeiten, die Beziehung von sprachlicher, kognitiver und neurologischer Entwicklung beim Kind, die sprachlichen Fähigkeiten von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen (speziell bei Down-Syndrom und Williams-Beuren-Syndrom).
Zu diesen Themen leitete sie eine Reihe von Forschungsprojekten. Von 1999 bis 2002 verbrachte sie eine Forschungszeit an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, wo sie im Rahmen der Kommission für Linguistik und Kommunikationsforschung ein größeres Projekt zum erstsprachlichen Grammatikerwerb des österreichischen Deutsch (in Vergleich mit anderen Sprachen - speziell Kroatisch, Polnisch und Italienisch) leitete.


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