Buchpräsentationen
Dienstag, 5. Juni 2007

Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr:

MICHAELA FALKNER: Falkner II. Eine Moritat in siebzehn Bildern (Czernin-Verlag, Wien)
FLORIAN NEUNER: Zitat Ende (Ritter-Verlag, Klagenfurt)

Lesung mit der Autorin und mit dem Autor

Einführung: CHRISTIAN STEINBACHER

Veranstaltet mit: Czernin Verlag, Wien
Ritter Verlag, Klagenfurt

Michaela Falkner, geboren 1970 in Kollerschlag, OÖ., Studium an der Universität Wien, promoviert in Politischer Psychologie („Vom Reden über …”. Verbale Konstrukte von Wählern). Anfänglich Arbeiten im Bereich Regie und Dramaturgie an diversen Theatern, Regieprojekte mit eigener Theatergruppe. Seit 2003 diverse Buch- und Literaturprojekte. Weitere Schwerpunkte: Textperformances, Textsorte Manifest, sowie Pathos und die essentiell theatralische Komponente des Aktes der Stellungnahme.

Zum Buch:
Michaela Falkner geht in ihrem neuen Buch Falkner II mit großem Ernst und erschütternder Radikalität ans Werk.
Ihre Hauptfigur gibt sich einer einsamen Revolte hin, auf der Suche nach einer radikal anderen, wirklich entscheidenden abschließenden Gewalt und meint gleich zu Beginn: „Vom Aufschrei Tausender wird die Rede sein.” Euphorie, Passion und Enthusiasmus im gewaltvollen Agieren. Drastische und düstere Szenen, lustvolle körperliche Attacken, stets das aktive Moment betonend. Die vollkommene Zerstörung einer Ordnung. Genüsslicher und roher Zug in der Schilderung, der großen Pose keinesfalls abhold.
Unversöhnliche harte Etüden - eine Moritat in siebzehn Bildern.


Florian Neuner, geboren 1972 in Wels, lebt in Berlin und Bochum. Schriftsteller und Journalist (u.a. für Deutschlandradio und „junge Welt”), Mitglied der Künstlervereinigung MAERZ, Linz. Letzte Bücher: „Jena Paradies” (Ritter Verlag, Klagenfurt 2004), „China Daily” (kleine idiomatische Reihe, Wien 2006).

Zum Buch:
Auch Florian Neuners neues Buch „Zitat Ende” besteht wieder zu einem großen Teil aus Zitaten, aus Fremdmaterial und Fundstücken unterschiedlichster Provenienz - von „hoher” Literatur bis hin zu Mediensprache und Alltagsschutt. In den zehn Prosastücken, die der Band versammelt, schreibt er Verfahren, die er bereits in „Jena Paradies” erprobt hat, fort und entwickelt sie weiter: eine freie und undogmatische Verwendung von Montagetechniken, bei der die einzelnen Textbausteine aber jetzt nicht mehr in harten Schnitten voneinander abgegrenzt erscheinen, sondern flächig miteinander verwoben und in den Textfluß eingegliedert sind. Es handelt sich um Texte, die zudem konsequent über sich und ihre Genese nachdenken, wobei sich die einzelnen Abschnitte bestimmte poetologische Fragen vornehmen. So geht es in „Die unzerstörbare Insel” nicht nur um die Insel Helgoland, sondern auch um das Thema ästhetische Autonomie. „Material” wiederum beschäftigt sich mit dem künstlerischen Material, wobei Anton Bruckner und Dieter Roth Referenzpunkte bilden. In „Am Nordpol” geht es um den Werkbegriff, und am Schluß steht mit „Material. Ermüdung” ein Abschnitt, in dem Neuner das collagierende Arbeiten auf die Spitze treibt und in Frage stellt.

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