Lesung
Mittwoch, 27. Juni 2007

Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr:

JURI ANDRUCHOWYTSCH: Moscoviada. Roman
Aus dem Ukrainischen von Sabine Stöhr
(Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main)

Lesung mit dem Autor

Einführung: MAG. KATJA GASSER (ORF)

Veranstaltet mit:
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main

Juri Andruchowytsch, geboren 1960 in Iwano-Frankiwsk/Westukraine, dem früheren galizischen Stanislau, studierte in Lemberg und Moskau und lebt nach Aufenthalten in Westeuropa und den USA heute wieder in Iwano-Frankiwsk. Debüt als Lyriker: „Exotische Vögel und Pflanzen” 1991; mit einem Zusatz „Indien”, 1997 (dt. „Spurensuche im Juli”, 1995). Er publizierte Essays und unzählige Artikel zu aktuellen Themen. Auf deutsch erschienen „Das letzte Territorium” (2003), „Mein Europa” (mit Andrzej Stasiuk, 2004) und der Roman „Zwölf Ringe” (2005), für den er mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2006 ausgezeichnet wurde.

Zum Buch:
„Otto von F., Literaturstudent aus der Westukraine, lebt in Moskau, dem ‚fauligen Herzen des halbtoten Imperiums’. Im Wohnheim des Gorki-Instituts hocken die poetischen Hoffnungen aus der sowjetischen Provinz aufeinander, künftige Vertreter der jungen Nationalliteraturen, die Gedichte in mittelalterlichem Jiddisch, ukrainische Verspoeme und usbekische Songstrophen verfassen. Es ist Anfang der neunziger Jahre, die Stimmung gereizt, der Wodka knapp.
An einem nassen Maitag zieht er los, um Geschenke in der ‚Kinderwelt’ zu besorgen, dem Kaufhaus direkt neben dem KGB-Gefängnis Lubjanka. Er verirrt sich in Fluren und Treppenhäusern, landet in den Tunneln der Kanalisation und gerät in die Gewalt von Geheimdienstbeamten, die hier unten ein Rattenheer züchten. Was Otto von F. in den Katakomben unter dem Kreml, auf den Gleisen der geheimen Regierungsmetro widerfährt, das erzählt sein Vergil in der Hölle Moskaus, Juri Andruchowytsch, mit Sarkasmus und groteskem Witz. (…)” (Klappentext)
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