Internationales Christian Loidl-Symposion
Donnerstag, 20. September 2007, ab 10.00 Uhr
Freitag, 21. September 2007, ab 9.30 Uhr

Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1

Vorträge:

THOMAS EDER, CHRISTINE HUBER und BERNHARD LANG,
EVA LAVRIC, PETER SRAGHER, FABJAN HAFNER,
DANIELA STRIGL, HELMUT NEUNDLINGER,
HERMANN SCHLÖSSER, BERNHARD WIDDER, MANFRED
CHOBOT, NAZAR HONCHAR und ANNE WALDMAN


Konzeption und Leitung: LEOPOLD FEDERMAIR



Christian Loidl, geboren am 17. September 1957 in Linz, war einer der herausragenden Lyriker der österreichischen Literatur des späten 20. Jahrhunderts. Der promovierte Germanist arbeitete nach Abschluss seines Studiums zunächst als Radio- und Feuilleton-Journalist (u a. für Ö1 und die Presse). Entscheidend für seine künstlerische Entwicklung waren längere Aufenthalte an der „Jack Kerouac School for Disembodied Poetics” in Boulder (USA) um 1990, wo er in intensiven persönlichen Kontakt mit den Künstlern der beat generation (u.a. Allen Ginsberg, William Burroughs, Harry Smith) kam. Eine Folge dieser Aufenthalte bestand in der Mitbegründung der „schule für dichtung” in Wien 1992. Seit Beginn der Neunzigerjahre konzentrierte er sich auf die Arbeit an seiner Lyrik und deren Präsentation durch Performances, die oft von Musikern und Komponisten (u.a. Wolfgang Musil, Bernhard Lang, Otto Lechner) unterstützt und mitentwickelt wurden. Als Gast bei zahlreichen internationalen Poesiefestivals in Mazedonien, Litauen, Kolumbien, Argentinien oder den USA knüpfte er diverse und lange anhaltende Dichterfreundschaften. Zu seinen Buchpublikationen zählen weiße rede (1990), falsche prophezeiungen (1994), farnblüte (1995), pupille (1998), kleinstkompetenzen (2000). Am 16. Dezember 2001 starb Loidl nach einem Sturz aus dem Fenster seiner Wohnung, dessen Umstände nicht vollkommen geklärt werden konnten.
Nach dem frühen Tod Christian Loidls wurde der umfangreiche Nachlass mit zahlreichen unveröffentlichten Werken dem Stifter-Haus übergeben, und ein Kreis von Freunden und Lesern Loidls beschäftigte sich mit seinem Werk. Das Linzer Symposion ist nun die erste Veranstaltung dieser Art - international und interdisziplinär, wie es der Lebensweise dieses Außenseiters der Österreichischen Literatur und Grenzgängers zwischen den Genres entspricht.

Programm

Donnerstag , 20. September 2007

10 bis 12 Uhr:
Thomas Eder: „Der verkörperte Geist”. Embodiment in Gedichten Christian Loidls
Christine Huber und Bernhard Lang: Der Komplex ICHT
Eva Lavric: Christian Loidl als buddhistischer Autor

14 bis 18 Uhr:
Peter Sragher: Bukarester Mysterien. Christian Loidl in Rumänien
Fabjan Hafner: "schlagzeugsolo am rand einer schneeflocke". Für das Hören geschrieben
Daniela Strigl: Zum Verhältnis von Pathos und Ironie bei Christian Loidl

Podiumsgespräch

Freitag, 21. September 2007

10 bis 12 Uhr:
Helmut Neundlinger: Sprache an der Schwelle. Poetologische Anmerkungen zu "kleinstkompetenzen"
Hermann Schlösser: Der Eigensinn der Stimme. Loidl als Rezitator seiner Texte
Bernhard Widder: Die unveröffentlichten Texte Christian Loidls

14 bis 18 Uhr:
Manfred Chobot: Poesie als Schamanismus oder Schamanismus als Poesie
Nazar Honchar: Christian Loidl in der Ukraine
Anne Waldman erzählt von ihren Begegnungen mit Christian Loidl

Podiumsgespräch




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