Zum 10. Todestag von Franz Kain
Montag, 29. Oktober 2007

Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr:

Referat: UNIV.-PROF. DR. KLAUS AMANN (Klagenfurt):
Franz Kain und Adalbert Stifter


Franz Kain, geb. am 10.1.1922 in Bad Goisern. Vater Maurer und Hafner. Volks- und Hauptschule im "Stephaneum". Mit 14 Jahren wegen Verteilens von Flugblättern des illegalen KJV verhaftet und zu drei Wochen Arrest verurteilt. Zimmermannslehre, Arbeit als Holzknecht in den Revieren Bad Goisern und Bad Ischl. Am 1.3.1941 abermalige Verhaftung. Im August 1942 von einem Senat des Volksgerichtshofes zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt wegen Vorbereitung zum Hochverrat durch das Bestreben, "Die Ostmark vom Reiche loszureißen". November 1942 Einberufung zur Strafdivision 999, Einsatz in Afrika, Ende April 1943 in amerikanischer Gefangenschaft bis März 1946 in verschiedenen Lagern in den USA. Nach der Heimkehr Beginn der journalistischen Arbeit bei der "Neuen Zeit" in Linz (KPÖ). Von 1953 bis 1956 Korrespondent der "Österreichischen Volksstimme" in Berlin. Dort Beziehungen zu Bert Brecht, Anna Seghers, Johannes R. Becher, Arnold Zweig und Peter Huchel. Autor des Aufbau-Verlages (Berlin-Weimar), ab 1989 wurde sein literarisches Werk von der "Bibliothek der Provinz" betreut. Von 1977 bis 1986 Gemeinderat der Stadt Linz. Am 27. Oktober 1997 in Linz gestorben.
Werke: "Romeo und Julia an der Bernauerstraße", Erzählung 1954; "Dann kam die Lawine", Erzählungen 1954; "Der Föhn bricht ein", Roman 1962; "Die Donau fließt vorbei", Novellen 1969; "Der Weg zum Ödensee", Erzählungen 1973; "Das Ende der Ewigen Ruh", Roman 1978; "Das Schützenmahl", Erzählungen 1986; "Der Schnee war warm und sanft", Erzählungen 1989; "Auf dem Taubenmarkt", Roman 1991/2003; "In Grodek kam der Abendstern", Roman 1994.
Daneben Veröffentlichung von Lyrik und Essays in Zeitschriften und Anthologien.
Übersetzungen ins Tschechische, Russische und Ukrainische, Hörspiele, Erzählungen und
dramatisierte Erzählungen im ORF. Berufstitel "Professor".
Preis des Kulturministeriums der DDR 1957, Kunstförderungspreis der Stadt Linz 1963, Theodor-Körner-Förderungspreis 1966, Förderungspreis der Stadt Linz 1988, Landes-Literaturpreis 1989, Adalbert-Stifter-Preis des Landes Oberösterreich 1994.

Klaus Amann, geboren 1949, Professor für Geschichte und Theorie des literarischen Lebens und Leiter des Robert Musil-Instituts für Literaturforschung der Universität Klagenfurt.
Zuletzt erschienene Publikationen: „Kärnten. Literarisch” (2002); „Wut und Geheimnis. Peter Handkes Poetik der Begriffsstutzigkeit. Zwei Reden” (2002, gemeinsam mit Peter Handke).

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