Buch- und Verlagspräsentation
Montag, 29. September 2008

Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr:

CLAUDIA BITTER: Verloren gehen. Erzählungen

GÜNTHER KAIP: Im Fluss. Miniaturen

Ralph Klever liest
LEOPOLD FEDERMAIR:
Formen und Unruhe. Essays zur Literatur
(Klever Verlag, Wien)

Einführung: RALPH KLEVER


Veranstaltet mit: Klever Verlag, Wien

Claudia Sykora-Bitter, geboren 1965 in Oberösterreich, lebt seit 1983 als Autorin, Bibliothekarin und Übersetzerin aus dem Russischen in Wien. Sie studierte Slawistik und Ethnologie, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Bitter wurde 2003 mit dem Siemens Förderpreis für Literatur und 2003/04 mit dem Projektstipendium für Literatur des BMUK ausgezeichnet.

Die neue Wirklichkeit hat sich ganz anders angefühlt als die echte Wirklichkeit…
„Ein Mädchen, das beschließt, fortan ihr Leben im Wasser zu bringen … zwei Buben, die aus ihrem einmal begonnenen Spiel nicht mehr herausfinden … ein Mann, der sich in einer Kneipe aus vertrautem Gespräch kurz zurückzieht, um nie wieder aufzutauchen … Rolltreppen fahren als Ersatzbefriedigung fürs Leben … eine Straßenbahn, die aus dem Leben direkt in die Vorhölle unserer schwärzesten Träume führt … Metamorphosen vom Anthropoiden zum Netzflügler …In Claudia Bitters Erzählungen fallen Menschen aus dem Rahmen, ticken anders als sie eigentlich funktionieren sollten und verstricken sich zwischen Arbeit, Produktion und Alltag.” (Verlagstext)

Günther Kaip, geboren 1960 in Linz, Abbruch des Gymnasiums, diverse Jobs, 1980 Übersiedlung nach Wien, wo er seit 1991 als freier Autor lebt. Er schreibt lyrische Prosa für Erwachsene (häufig in Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern) und poetische Geschichten für Kinder (zuletzt etwa - gemeinsam mit der Illustratorin Angelika Kaufmann - über die Riesenschlange „Kurt”). Selbständige Publikationen (u.a.): „Umarmungen im Windkanal” (2002); „Trash” (2004); „Nacht und Tag. Eine Tirade” (2005).
Kaip hat das Rad des Skurrilen um eine Schraube weiter gedreht…
(Evelyne Polt-Heinzl, Wiener Zeitung, 2007)
„… Kurze Prosa fordert eine andere Dynamik, zielt wesentlich auf Verdichtung, Komprimierung, Pointierung. Bietet dem Leser dafür Lektüre zwischen den Zeilen, Weiterspinnen des Nichtgesagten …Günther Kaip darf als ein Experte fürs Kleinräumige in der Prosa genannt werden, im vorliegenden Fall Fieberphantasien einer surreal-poetischen Reise: Das Motiv des Spaziergängers zieht sich durch den Zyklus, Reminiszenzen an die Müllersche „Winterreise” (Missglückter Ausflug, Heimkehr, Tränen, Falsche Erinnerung …) klingen an, werden gebrochen … Lediglich der Epilog benötigt mehr als eine Seite, rekapituliert den Bogen zwischen Wachen und Treiben.” (Verlagstext)

Leopold Federmair, geboren 1957 in Oberösterreich, wirkte nach dem Studium als Lektor für deutsche Sprache in Frankreich, Italien und Ungarn, heute in Hiroshima. Er schreibt Essays und Literaturkritik für den „Standard” und die „Neue Zürcher Zeitung” und publizierte zuletzt den Roman „Ein Fisch geht an Land” (2006) und ein Buch über „Adalbert Stifter und die Freuden der Bigotterie” (2005). Er übersetzt Literatur aus den romanischen Sprachen.
„Vorliegender Band versammelt zentrale Essays. Im 1. Teil programmatische Studien: ‚Das Prinzip Unsicherheit’ hinterfragt (‚Grass-Wolf-Frisch-Ära’) den alten Gegensatz Ethik versus Ästhetik. ‚Für eine barocke Literatur’ forscht nach der Weltbarockheit in der Gegenwartsliteratur. ‚Human Trash’ widmet sich Motiv und Dynamik des Übermenschen in der Literatur und der Frage, warum die ‚Trashliteratur’ eines Michel Houellebecq oder Maurice Dantec so erfolgreich sein konnte. ‚Die Figur im Hintergrund’ thematisiert die ‚Negationsleistung’ in der Literatur des 20. Jahrhunderts (Antonio Tabucchi, Fernando Pessoa). Im zweiten Teil schlüpft der Autor in die Rolle des Lesers und des Übersetzers. Ausgehend von Lektüreerfahrungen seiner Jugend werden Erzählperspektiven der Nachkriegszeit mit Schreibpositionen unter den Bedingungen der Globalisierung konfrontiert. Im 3. Teil wird das Genre der Streitschrift aufgegriffen. ‚In der großen Kalau’ versucht eine ‚Rechtfertigung und Kritik der österreichischen Gegenwartsliteratur’.” (Verlagstext)
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