Buchpräsentation
Dienstag, 30. September 2008

Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr:

LUDWIG LAHER: Ixbeliebige Wahr-Zeichen?
Über Schriftsteller-„Hausorthographien” und amtliche
Regel-Werke. Essay

(Studienverlag, Innsbruck-Wien-Bozen)

Anschließend Gespräch mit dem Autor

Moderation: DR. PETER HUEMER


Reihe Essayistik


Ludwig Laher, geboren 1955, studierte Germanistik, Anglistik und klassische Philologie in Salzburg, lebt in St. Pantaleon/OÖ. Schreibt Prosa, Lyrik, Essays, Hörspiele, Drehbücher und Übersetzungen.
Publikationen u.a.: „Herzfleischentartung”, Roman, Innsbruck 2001; „So also ist das/So that´s what is like”, eine zweisprachige Anthologie britische Gegenwartslyrik 2002 (mit Wolfgang Götschacher); „Aufgeklappt”, Roman, Innsbruck 2003; „Feuerstunde”, Gedichte, Klagenfurt-Wien 2003; „Folgen”, Roman, Innsbruck 2005, „Quergasse”, Essays und Skizzen, 2005; „Und nehmen was kommt”, Roman, Innsbruck 2007.

Zum Buch:
„Ist Sprache lebendiger Organismus oder tote Materie? Lässt sich ihre schriftliche Wiedergabe von Zeit zu Zeit neu verordnen? Präskriptiv und exakt? Indem Entwicklungen nachvollzogen und Optionen akzeptiert werden? Was bleibt vom Disziplinierungsmittel ‚Rechtschreibfehler’ angesichts der Kraft des faktischen technischen Fortschritts (SMS, E-Mail, blog usw.) und sich ständig ändernder Vorschriften? Von solchen Fragen führt Ludwig Lahers spannende essayistische Annäherung zu den persönlichen ‚Hausorthographien’ von Prosaschriftstellern als Teil ihres ästhetischen Programms. Laher befasst sich etwa mit Elfriede Jelinek, Kathrin Röggla, Raoul Schrott oder Peter Waterhouse und hat sich mit ihnen persönlich dazu ausgetauscht. Aber auch Goethe, Stifter oder Uwe Johnson kommen zur Sprache. Und schließlich: Wie steht es um den Respekt vor der Integrität der Textgestalt? Von der Neuschwanstein-Goethe-Ausgabe bis zur Lesebuch-Verwurstung Elfriede Jelineks, der ohne ihr Wissen sogar das ‚menschl. Leben’ ausgetrieben wird, reicht die bunte Palette von aberwitzigen Eingriffen in Wortkunstwerke. Ludwig Lahers kurzweiliges und doch exakt recherchiertes neues Buch erlaubt tiefe Einblicke in die ästhetischen wie die literatursoziologischen Implikationen sprachlicher Zeichen.”

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