Buchpräsentation
Dienstag, 7. Oktober 2008

Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr:

NORBERT GSTREIN:
Die Winter im Süden. Roman (Carl Hanser Verlag, München)

Lesung mit dem Autor

Einführung: STEFAN GMÜNDER (Der Standard)


Veranstaltet mit:
Carl Hanser Verlag, München

Norbert Gstrein, geboren 1961 in Mils. Studium der Mathematik und Sprachphilosophie in Innsbruck, Stanford und Erlangen. Der Autor lebt zurzeit in Hamburg.
Er erhielt unter anderem den Berliner Literaturpreis, den Alfred-Döblin-Preis, den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung und den Uwe-Johnson-Preis.
Buchveröffentlichungen: "Einer", Erzählung (1988); "Anderntags", Erzählung (1989); "Das Register", Roman, Frankfurt/Main 1992; "O2", Novelle, Frankfurt/Main 1993; "Der Kommerzialrat", Bericht, Frankfurt/Main 1995; "Die englischen Jahre", Roman, Frankfurt/Main 1999; „Selbstportrait mit einer Toten”, Frankfurt/Main 2000; Gemeinsam mit Jorge Semprun, „Was war und was ist”. Reden zur Verleihung des Literaturpreises der Konrad-Adenauer-Stiftung, Sonderdruck 2001; „ Das Handwerk des Tötens”, Roman, Frankfurt/Main 2003; „Wem gehört eine Geschichte?”, Essay 2004.

Zum Buch:
”Ein Vater und seine Tochter. Er hat sie nach dem Krieg als Kind in Wien verlassen und ist nach Argentinien gegangen. Jetzt, fast ein halbes Jahrhundert später, kommen beide in ihre jugoslawische Heimat zurück und finden dort ihre Vergangenheit wieder und die eines ganzen Landes: Ein großer europäischer Roman.”

”Gerade fünfzig und aufgeschreckt von den Nachrichten aus Jugoslawien, dem Land ihrer Geburt, beschließt Marija, den Sommer ohne ihren Mann in Zagreb zu verbringen obwohl dort ein neuer Krieg droht. Sie lässt sich mit einem Soldaten ein und lebt in den Tag, bis sie auf eine Annonce stößt: "Marija, dein Vater sucht dich." Dabei hat sie ihn für tot gehalten, und Klarheit bringt erst sein Interview in einer Zeitung: "Kroatischer Antikommunist kehrt nach fünfundvierzig Jahren im Exil in die Heimat zurück." Er ist ein ehemaliger Fallschirmjäger, der nach dem Zweiten Weltkrieg vor der Rache der Partisanen nach Buenos Aires geflohen ist und jetzt die Stunde für gekommen hält, den Kampf wieder aufzunehmen.
Norbert Gstrein erzählt in seinem außergewöhnlichen Roman die Geschichte zweier Leben: die Geschichte eines Mannes, der am anderen Ende der Welt überwintert und jeden Sinn für die Realität verliert, und die Geschichte seiner Tochter, die jahrelang Abbitte dafür leistet, dass er im Krieg auf der falschen Seite gestanden ist, die aber im entscheidenden Augenblick nicht zu wissen scheint, wo sie selbst steht.” (Verlagstext)


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