Grundbücher der österreichischen Literatur ab 1945
Donnerstag, 20. November 2008

Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr:

PETER ROSEI: 15000 Seelen. Roman
(Residenz Verlag, 1985)

Vorträge:
THOMAS BALLHAUSEN (Wien): Motive und Ikonographie
des Romans
DANIELA BARTENS (Universität Graz) spricht über den
Roman im Kontext des 15000 Seelen-Zyklus

Diskussion und Moderation:
KLAUS KASTBERGER


Der „15000 Seelen”-Zyklus erschien in sechs Teilen zwischen 1984 und 1988. Ihm kommt ästhetisch und programmatisch eine Schlüsselposition in Peter Roseis Werk zu, das Werk in Form eines Flügelaltares konzipiert ist, mit Zentralbild, zwei beidseitig bemalten Flügeln und Altarrückseite. Die Aufgabe, die sich der Autor gestellt hat, besteht in der erzählerischen Darstellung von „auf einen Blick” erfassbaren Lebenskonstellationen, die als paradigmatisch für die Existenzform von einzelnen Menschen und der Gesellschaft am Ende des 20. Jahrhunderts verstehbar sind. Albert von Schirnding resümierte in seiner Besprechung des zentralen Romans 15000 Seelen: Man kann Roseis Roman als eine schauerlich-komische Kapitalismus-Parabel lesen: An der Profit- und Prämiengier des Menschen geht das All zugrunde.
(Süddeutsche Zeitung, 26.10.1985).

Peter Rosei, geboren 1946 in Wien, seit 1972 freier Schriftsteller, lebt in Wien. Romane, Hörspiele, Essays, Übersetzungen, Gedichtbände, Theaterstücke, Aufzeichnungen. Zuletzt erschien u.a. „Wien Metropolis”, Roman 2005; „Die sog. Unsterblichkeit. Kleine Schriften” 2006

Daniela Bartens, wissenschaftliche Bearbeiterin am Franz-Nabl-Institut für Literaturforschung der Universität Graz. Publikationen zur österreichischen Gegenwartsliteratur, u.a. Mitherausgeberin eines Dossiers über Gunter Falk.

Thomas Ballhausen, geboren 1975, lebt in Wien. Leiter des Studienzentrums im Filmarchiv Austria, Lehrbeauftragter an der Universität Wien. Zuletzt erschienen „Die Unversöhnten”, Erzählung 2007; „Delirium und Ekstase. Die Aktualität des Monströsen” 2008.



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