Buchpräsentation
Montag, 1. Dezember 2008

Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr:

JOSEF WINKLER:
Ich reiß mir eine Wimper aus und stech dich damit tot
(edition suhrkamp, Frankfurt am Main)

"Die Realität so sagen, als ob sie trotzdem nicht wäre"
(Büchner-Preis-Rede 2008)

Lesung mit dem Autor

Einführung: CHRISTOPH LEITGEB (Der Standard)


Veranstaltet mit:
edition suhrkamp, Frankfurt am Main

Josef Winkler, geboren 1953 in Kamering/Kärnten. Nach dem Besuch der Handelsschule Bürotätigkeit und Beschäftigung in einem Verlag. 1973-1982 in der Verwaltung der Klagenfurter Universität für Bildungswissenschaften. Beginnt in dieser Zeit in einem „Literarischen Arbeitskreis” in Zusammenarbeit mit Alois Brandstetter Lesungen und Literaturwettbewerbe zu organisieren und gibt die Literaturzeitschrift „Schreibarbeiten” heraus. Seit 1982 ausschließlich literarisch tätig. Lebt in Klagenfurt/Kärnten.
Zahlreiche Preise und Auszeichnungen u. a.: Verleger-Preis des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs (1979); Anton-Wildgans-Preis der Österreichischen Industrie für Literatur (1980); Otto-Stoessl-Preis (2000); Alfred-Döblin-Preis (2001); 1. Preis Floriana Literaturpreis (2002); Franz Nabl-Preis 2005; Großer Österreichischer Staatspreis für Literatur 2007; Georg Büchner-Preis 2008.
Buchpublikationen u. a.: „Friedhof der bitteren Orangen”, Roman, Frankfurt/Main 1990; „Das Zöglingsheft des Jean Genet”, Frankfurt/Main 1992; „Domra. Am Ufer des Ganges”, Roman, Frankfurt/Main 1996; „Wenn es soweit ist”, Erzählung, Frankfurt/Main 1998; „Natura morta. Eine römische Novelle”, Frankfurt/Main 2001; „Leichnam, seine Familie belauernd”, Frankfurt/Main 2003; „Roppongi. Requiem für einen Vater”, Frankfurt am Main 2007.


Zum Buch:
„Reisen, um heimatlos zu werden”, schreibt Henri Michaux. Der Österreicher Josef Winkler ist während der Niederschrift seiner Romane über sein Heimatland Kärnten immer wieder nach Italien gereist, später nach Indien und dann auch nach Mexiko, im Gepäck die Erzählungen anderer Autoren, aus denen er kurze Zitate als Intarsien in seine poetologischen Reportagen einsetzt: von Reisen, die ihn zu seiner eigenen Überraschung mit Variationen eines Bildes aus der eigenen Kindheit - ein am Straßenrand liegendes, bereits mit Packpapier abgedecktes, überfahrenes Kind - heimholen. Zuletzt in Klagenfurt, wo bei Straßenarbeiten zur Vorbereitung der Fußballeuropameisterschaft 2008 ein Kind überfahren wird und stirbt. Erzählung für Erzählung, Todesfall für Todesfall rückt Winkler seiner Heimatlosigkeit näher.

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