Literatursalon um vier
Donnerstag, 26. Februar 2009

Linz, StifterHaus. Adalbert-Stifter-Platz 1, 16.00 Uhr:

Buchpräsentation

HERMANN FRIEDL (posthum):
Die Schleuse.
Ein bisher unveröffentlichter Zeit-Roman aus dem frühesten Nachkriegs-Linz
(Bibliothek der Provinz, Weitra)

Erläuterungen zur Editions- und Werkgeschichte:
DR. PETER KRAFT (Herausgeber)


Gesprächsmoderation: DR. PETRA-MARIA DALLINGER



Der Roman „Die Schleuse” von Hermann Friedl, dem prominenten Autor aus Oberösterreich, ist ein Schlüsselwerk über das früheste Linz nach dem Kriegsende von 1945. Man hat es mit einem bisher unveröffentlichten Frühwerk des 1988 verstorbenen Autors zu tun. Dieser war gerade aus dem Krieg heimgekehrt, begann seine Laufbahn als Jungmediziner in Linz und charakterisierte sich selber als scharf beobachtender Erzähler im Umkreis eines Auswanderungs und Flüchtlingsbüros zur Zeit der Barackenlager, zugleich der allgemeinen beruflichen und gesellschaftlichen Neuorientierung in der Landesshauptstadt.

„Die Schleuse” wurde im Archiv des Adalbert-Stifter-Instituts geortet, wo der Nachlass von Hermann Friedl wissenschaftlich aufgearbeitet wird.
Herausgeber des Buches ist der Germanist Dr. Peter Kraft. Die literarhistorisch bedeutsame Publikation wurde dem Verlag „Bibliothek der Provinz” und seinem rührigen Leiter Richard Pils anvertraut.
Präsentiert wird das Werk im Rahmen eines „Literarischen Salons”, wobei sich die Leiterin des Stifter Hauses und der Herausgeber gemeinsam der Moderation und näheren Erläuterung von Editions und Werkgeschichte widmen werden.

Wichtige Gesprächshinweise im Rahmen des „Salons” werden auch aus dem Kreis jener Linzer Familie gegeben werden, mit der Hermann Friedl zur Zeit der Abfassung seines Roman Erstlings eng befreundet war und die erkennbar auch im Buch porträtiert worden ist.
(Dr. Peter Kraft, Herausgeber)



Hermann Friedl, geboren am 21. Februar 1920 in Linz, verstorben am 4. Dezember 1988 in Steyr. Ab 1938 Medizinstudium, Kriegsteilnahme als Soldat der Wehrmacht in Polen, Frankreich und der Sowjetunion. Studienzeitliche Unterbrechungen, Promotion noch vor Jahresende 1945.
Anschließend Spitalsarzt in Linz und von 1951 bis 1962 Gemeindearzt in Oberneukirchen im Mühlviertel. 1967 als Facharzt für Psychiatrie und Neurologie in Erlangen, später Lehrbeauftragter an der Universität Ulm. Ab 1980 Leitung der Neurologischen Abteilung der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt in Wien. Verfasser von erzählerischen Werken, Essays, Gedichten und Hörspielen. Träger des Adalbert Stifter Preises des Landes Oberösterreich und des
Kulturpreises der Stadt Linz.
Am 14. Februar 2008 wurden im Stifter Haus dramatisierte Erzählungen von Hermann Friedl in der Reihe HörTheater szenisch dargeboten.
Publikationen: „Gedichte”, Linz 1951; „Die Visitation”, Gütersloh 1959; „Der Landarzt”, Gütersloh 1962; „Kleine Gesellschaft am Abend”, Gütersloh 1964; „Heilverfahren oder Das Fernglas”, Wien 1980; „Aufzeichnungen eines wahnsinnigen Beamten”, Wien 1981; „Reisers Ende”, Wien 1985; „Beginn der Errichtung eines Denkmals”, Graz 1988.



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