Ausstellungseröffnung
Dienstag, 31. März 2009

Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 20.00 Uhr:

Eine Doppelausstellung zum Werk des
Mehrsparten-Poeten Georg Jappe (1936-2007)
in der Künstlervereinigung MAERZ
und im StifterHaus

Eröffnung im StifterHaus:
Grußworte: ANGELA ORTHNER, Erste Präsidentin des
Oö. Landtages, DR. ERICH WATZL, Vizebürgermeister
der Stadt Linz, ULRICH FUCHS, stellvertretender
Intendant Linz 2009.
Zum Werk spricht MANFRED SCHNECKENBURGER (Köln)

Im Rahmen des Festivals "FÜR DIE BEWEGLICHKEIT"
(Konzept: CHRISTIAN STEINBACHER)

Ein Projekt für Linz 2009 Kulturhauptstadt Europas
in Kooperation von Linz 2009 und Künstlervereinigung
MAERZ in Zusammenarbeit mit dem StifterHaus


„Es werden zunehmend Notizen werden, ProVisorien, Vorsorgen.” (Georg Jappe, 1964)

Die von Lili Fischer auf die räumlichen Gegebenheiten hin erarbeitete Doppelausstellung Werkschau Georg Jappe, konstitutiver Bestandteil wie auch Ausgangspunkt der dritten Ausgabe des Poesie-Festivals „Für die Beweglichkeit”, bietet Einblicke in die diversen Arbeitsbereiche des in vieler Hinsicht spartenübergreifenden „Poeten”: Im Stifter-Haus werden die Künstlerbücher, Arbeiten zu Landschaften und Kaligramme präsentiert, in der Künstlervereinigung MAERZ der ornithopoetische Aspekt und die Schriftbilder.

Georg Jappe, geb. 1936 in Köln, gestorben 2007 in Kleve, lebte zuletzt als Poet und Essayist in Köln und Hamburg, am Niederrhein und auf Reisen. Jappe wirkte mit einem progres-sivem Kunstengagement in den 1960er-/70er-Jahren als Kunstkritiker (aber auch als Initiator von Ausstellungen wie der „1. Friedensbienna-le”1985/86 oder „Ressource Kunst” 1989/90), und in den 1980er-/90er-Jahren als Professor für Ästhetik in Hamburg. Nach Beendigung der Tätigkeit als Kunstkritiker entwickelte er seine poetischen Arbeiten in ein mehrfach ausgefaltetes Werk weiter: in eine „optische Poesie” („Schreibtischblätter”, auf ausgewählten Unterlagen unter Einbezug nonverbaler Spuren notierte Einfälle; „Vogel-tagebücher”), in eine „wörtliche Poesie” (Lyrik, Haiku) und in eine „akustische Poesie” („Ornithopoesie” als ”Naturlautge-dichte”, zuletzt realisiert mit dem ORF). Gemeinsam mit Fischer entstanden seit Anfang der 1980er-Jahre subtil durchkomponierte Künstlerbücher, denen oft Reisen in auch entlegene Regionen zugrunde liegen. Das konzeptbetonte und prozessuale Schreiben des Poeten, der sich zuletzt als Nomaden bezeichnete, richtet den Blick auf ein organisches Wachsen von Sprache und Leben, Gedanke und Schrift.

Lili Fischer, geb 1947 auf dem Priwall bei Travemünde, lebt als Künstlerin und Professorin für Feldforschung und Performance an der Kunstakademie Münster in Hamburg und war über Jahrzehnte Jappes künstlerische Weggefährtin. Durch Exkursionen, Ausstellungen und Künstlerbücher haben die beiden ihr Tun auch immer wieder verschränkt.
Manfred Schneckenburger, geboren 1938 in Stuttgart, lebt als Kunstkritiker in Köln, leitete zahlreiche internationale Kunstausstellungen (so 1977 und 1987 die "documenta") und ist ein fundierter Kenner des Jappe´schen Werks.

Ausstellung vom 1. bis 19. April 2009, tägl. außer MO,
StifterHaus: 10 bis 15 Uhr / MAERZ: 12 bis 17 Uhr

Bitte beachten Sie:

Der Eröffnung im StifterHaus um 20 Uhr geht voran eine Vorab-Eröffnung in der Künstlervereinigung MAERZ, Eisenbahngasse 20 [10 Minuten Gehweg], und zwar bereits um 19 Uhr.
Die Eröffnung in der MAERZ beinhaltet einen Dialog zu G. J. zwischen Lili Fischer und Heidi Grundmann. Eine ausführliche Programmbroschüre zum gesamten Festival liegt unserem nächsten Leporello bei.

[Siehe auch: www.maerz.at]
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