Für die Beweglichkeit. Tage der Poesie
Donnerstag, 16. April 2009

Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 15.00 Uhr:

Zwei Vorträge:

FRIEDRICH W. BLOCK (Kassel): Im Übergang.
Notizen zur Selbstbeschreibung der Poesie

RENATE KÜHN (Dortmund): "Sinnen-Bilder".
Embleme im Werk Ilse Garniers

Moderation: MICHAEL BRAUN (Heidelberg)

Im Rahmen des Festivals „FÜR DIE BEWEGLICHKEIT.
TAGE DER POESIE”
(Konzept: CHRISTIAN STEINBACHER)




Ein Projekt für Linz 2009 Kulturhauptstadt Europas in Kooperation von Linz 2009 und Künstlervereinigung MAERZ in Zusammenarbeit mit dem StifterHaus

Mit freundlicher Unterstützung des BMWF
„Wenn Poesie heute insbesondere auf Festivals und Symposien, in Ausstellungen, Bühnenveranstaltungen, elektronischen Netzwerken oder in Poesiezentren lebendig ist, so entspricht diese soziale und mediale Ordnung gegenwärtig wohl am ehesten dem performativen und offenen Charakter von Poesie." (Block) "Versucht man, das Verhältnis von Inscriptio und Pictura genauer zu bestimmen, ergibt sich ein Bündel von Oppositionen: Literatur resp. Lyrik als deren gleichsam potenzierte Form vs Naturwissenschaft und Technik, vermeintliche Subjektivität vs vermeintliche Objektivität […]" (Kühn zu Ilse Garniers "Fibel")

Die dritte Ausgabe des biennalen Festivals Für die Beweglichkeit steht unter dem von Aspekten der Begleit-Ausstellung "Werkschau Georg Jappe" abgeleiteten Motto "Notizen, Ränder, Nomaden". Insbesondere Ränder und ihr Überschreiten sind Thema dieses Programmpunkts, für den wiederum eine Wissenschafterin und ein Wissenschafter eingeladen worden sind, sich eine Themenstellung zu wählen, die auch das allgemeine, gleich bleibende Festival-Thema, nämlich ein Eintreten für "Beweglichkeit" tangiert.

Renate Kühn, die in ihrer wissenschaftlichen Arbeit die Poetiken der Moderne fokussiert, spricht über das Verhältnis von Emblematik und Poesie in Arbeiten der deutsch-französischen Poetin Ilse Garnier. Und Friedrich W. Block, der in seiner wissenschaftlichen Arbeit als Komikforscher (es sei hier an seinen Beitrag zu der Themen-Nummer "Sinngewinn durch Unfug" der vom StifterHaus herausgegebenen Zeitschrift "Die Rampe" erinnert) ebenso hervortrat wie als Begleiter digitaler Poesie, referiert zu Geschichte und Aktualität eines offenen "Poesie"-Begriffs.

Friedrich W. Block, geboren 1960 in Berlin, lebt als Leiter der Stiftung Brückner-Kühner und Literaturwissenschafter mit den Arbeitsschwerpunkten Kulturen des Komischen sowie Literatur und neue Medien in Kassel. Neben seiner forschenden und eigenen künstlerischen Arbeit erstreckt sich sein Tun wesentlich auch auf ein Vermitteln. Block ist Mitherausgeber der Schriftenreihe "Kulturen des Komischen", von www.p0es1s.net und www.stuttgarter-schule.de.

Renate Kühn, geboren 1949 in Westfalen, ist Professorin für Neuere und neueste deutsche Literatur an der Universität Dortmund. Von der als profunde Kennerin einer "Neuen Poesie" bekannten Wissenschafterin erschienen Publikationen wie etwa "Das Rosenbaertlein-Experiment. Studien zum Anagramm", 1994, oder "Der poetische Imperativ: Interpretationen experimenteller Lyrik", 1997 (3. Aufl. 2002); weiters gab sie auch Publikationen zu Friederike Mayröcker (2006) und zu Gerhard Rühm (2009, in Vorbereitung) heraus. Alle genannten Bücher erschienen im Aisthesis Verlag, der i. Ü. 2008 eine Werksammlung von Ilse Garnier edierte.

Teil der Abendveranstaltung ist ein Auftritt von Ilse Garnier,
die auch bei Kühns Vortrag anwesend ist.
[Siehe auch: www.maerz.at]
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