Literatursalon um vier
Dienstag, 20. Oktober 2009
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 16.00 Uhr:

Buchpräsentation: ROBERT HINTERNDORFER (Hrsg.): Sämtliche Werke und Briefe von Christoph Schallenberg (Wiener Neudrucke im LIT-Verlag):
Referate: DR. ROBERT HINTERNDORFER und UNIV.-PROF. DR. HERBERT ZEMANN
Dankesworte: DR. WOLFGANG SCHALLENBERG (Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter der Republik Österreich a. D.)

CHRISTOPH VON SCHALLENBERG (1561 Piberstein - 1597 Wien).
Aus altem Mühlviertler Adelsgeschlecht, evangelisch. Ausbildung an der Landschaftsschule in Enns und Linz und beim Schulmeister Johannes Wolf in Regensburg. Ab 1578 Studium an der Universität Tübingen (Latein, Griechisch, Rhetorik, Poesie, Ethik, Grundlagen des Rechts, u. a. bei N. Frischlin und M. Crusius). 1580-82 Jusstudium in Padua, Bologna, Siena. Bildungsreise nach Süditalien, sizilien, Malta. 1564 Truchsess im Hofstaat Erzherzog Matthias’ in Linz und Wien, Ehrentitel „Panatier” (Bannerherr). 1588 Ehe mit Marusch von Lappitz: 4 Söhne. Landleben auf Seisenegg (NÖ) und Leombach (OÖ). 1592 Teilnahme an einer Expedition in die Ötscherhöhlen. Bautätigkeit in Leombach. 1594 kaiserlicher Rat und Regent der niederösterreichischen Lande. Einberufung zum Türkenkrieg in Ungarn (Kommandant der Donauflottille). Übersiedlung nach Wien. 1597 Erkrankung im Feld; Tod in Wien. Lateinische Gedichte seit der Tübinger Studentenzeit; deutsche Lieder zwischen 1585 und 1595. Prosabericht über die Ötscherexpedition.

Zu den Büchern:
Christoph von Schallenberg gehört zusammen mit seinem Freund und Lehrer Georg Calaminus zu den wichtigsten Dichtern des Späthumanismus in Österreich. Als Zentralgestalt eines Freundeskreises dichtender Adeliger erfüllt er durch seine Beschäftigung mit der Literatur der Antike und der italienischen Renaissance die Dichtkunst seiner Zeit mit neuem Leben. Die lateinischen Carmina des jungen Mannes sind ebenso wie seine deutschen Lieder geprägt von starker, eigenständiger Persönlichkeit, individuellem Temperament und unkonventionellem Ausdruckswillen. Die nach den Quellen erarbeiteten Texte werden hier zum ersten Mal kritisch dargeboten; lateinische Gedichte und Briefe sind mit deutschen Übersetzungen versehen.
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