Abend mit tschechischer Poesie und Literatur
Dienstag, 17. November 2009

Zum tschechischen Nationalfeiertag

Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr:
Zweisprachige Lesung mit RADEK MALÝ (Olomouc/Olmütz): Kleine Finsternis. Lyrik und Prosa. Gesang und Akkordeon: JANA VÉBROVA (Hrádek nad Nisou). Organisation und Moderation: RICHARD WALL

Veranstaltet mit: Grazer Autorinnen Autoren Versammlung

RADEK MALÝ, geboren 1977 in Olomouc/Olmütz). Tschechischer Dichter, Dramatiker, Kinderbuchautor und Übersetzer deutschsprachiger Lyrik. Radek Malý studierte in Olmütz Germanistik und Bohemistik, wo er auch promovierte. Als Wissenschaftler befasst er sich mit dem deutschen, österreichischen und tschechischen Expressionismus. Als Hochschulassistent unterrichtet er am Lehrstuhl für Bohemistik in Olomouc. Bis 2008 publizierte er vier Lyriksammlungen, zwei Kinderbücher, mehrere Lehr- und Lesebücher für Kinder und vier Übersetzungen aus der deutschen Lyrik. Für seine Werke erhielt Radek Malý mehrere Auszeichnungen und Literaturpreise und er zählt zu den hochgeschätzten jungen Autoren in der Tschechischen Republik. Im Jahre 2004 präsentierte er die Tschechische Republik auf der Leipziger Buchmesse und wurde zum Finalist des Dresdner Lyrikpreises. Sein Hörspiel „Pocit noèního vlaku” (Nacht Zug Stimmen) wurde auf dem Prix Europa 2008 in Berlin aufgeführt. Seine Kindergeschichte „František z kaštanu, Anežka ze sluneènic” (František aus der Kastanie, Anežka aus der Sonnenblume) wurde im Jahre 2006 in dem Kinderbuchwettbewerb Zlatá stuha/IBBY in der Kategorie „Belletrie für Kinder” in die engere Nominierung.
Lyriksammlungen: „Lunovis” (BB-Art, Praha 2001; Nomination für den Literaturpreis Magnesia Litera in der Kategorie Literaturentdeckung des Jahres). „Vraní zpìvy” (Krähenlieder), Petrov, Brno 2002, Literaturpreis Cena Jiøího Ortena für das Jahr 2002. „Vìtrní” (zcestné verše), Unterwegsgedichte, Petrov, Brno 2005; Literaturpreis Magnesia Litera in der Kategorie Lyrik. „Malá tma” (Kleine Finsternis), Host, Brno 2008.
Lyrikübersetzungen: Lubomirski, Karl: „Pták nad hoøícím lesem” (Vogel über brennendem Wald. BB-Art, Praha 2003); Trakl, Georg: „Podzimní duše” (Herbstseele. BB-Art, Praha 2005); Kästner, Erich: „Tøináct mìsícù” (Dreizehn Monate. Dokoøán, Praha 2006); „Držíce v drzých držkách cigarety. Malá antologie poezie nìmeckého expresionismu”. (In frechen Fressen Zigaretten haltend. Kleine Anthologie der Lyrik des deutschen Expressionismus. BB-Art, Praha 2007).

JANA VÉBROVA, geboren 1985 in Varnsdorf. Die konzentrierten Auftritte der jungen, charismatischen Künstlerin bieten eine seltene Symbiose aus Text, Gesang und Instrument. Sie erschafft, aufbauend auf die Poetik ihrer Texte und mit einer manchmal expressiven, manchmal lyrischen Vortragskunst, eine faszinierende Einheit aus Gesang und Akkordeonbegleitung.
Sie ist in einer Windmühle bei Varnsdorf (Nordböhmen) geboren, wo sie auch aufwuchs, und lebt nun in einer (ursprünglich wasserbetriebenen) Mühle in Hrádek nad Nisou im Lausitzer Gebirge (Lužické hory) mit ihrem Partner Ivan Acher (Komponist, Graphiker und Video Designer). Er ist auch musikalischer Begleiter auf ihrer Debut-CD „Kykyrý” (2007, Indies Scope).
 Zurück
IMPRESSUM © 2016 Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich / StifterHaus – Literatur und Sprache in OÖ.
Stichwörter zur oberösterreichischen Literaturgeschichte

Stichwörter zur oberösterreichischen Literaturgeschichte

weiter >>
(Nach)SommerTag<br />20 Jahre StifterHaus neu * Der Film

(Nach)SommerTag
20 Jahre StifterHaus neu * Der Film

weiter >>