Grundbücher der österreichischen Literatur seit 1945
Donnerstag, 3. Dezember 2009

Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr:

BARBARA FRISCHMUTH: Die Mystifikationen der Sophie Silber. Roman (erster Teil der Sternwieser Trilogie: Amy oder Die Metamorphose 1978; Kai und die Liebe zu den Modellen 1979); Lesung: BARBARA FRISCHMUTH, Referat: ELKE BRÜNS (Greifswald); Gespräch: GERLINDE HAID (Wien)

Die „Mystifikationen der Sophie Silber” (1976) eröffnen die „Sternwieser-Triologie” von Barbara Frischmuth, in der es um die Bedingungen des Menschseins und der Menschwerdung geht. Der Schauplatz ist phantastisch und real zugleich - ein Kongress, auf dem sich Feen und Wassermänner, der Alpenkönig und die Schauspielerin Sophie Silber treffen. Wie lässt sich das Leben in seiner weiblichen Form gestalten? Diese Frage wirft der Roman auf und er beantwortet sie seiner literarischen Form: Als Metamorphose der Traditionen, als Fortschreibung und Neudeutung der Mythen und Märchen, als Inszenierung eines lustig-listigen Theaters und als Versuch, das Leben und die Wirklichkeit als phantastische zu begreifen. (Elke Brüns)

BARBARA FRISCHMUTH, geboren 1941 in Altaussee, wo sie nach Studien in Graz, der Türkei und Ungarn und vielen Jahren in Wien als freie Schriftstellerin und Übersetzerin wieder lebt. Zuletzt erschienen: „Der Sommer, in dem Anna verschwunden war”, Roman (2004); „Marder, Rose, Fink und Laus”, Meine Garten WG (Fotos Herbert Pirker, 2007); „Vergiss Ägypten”, Ein Reiseroman (2008); „Vom Fremdeln und Eigentümeln”, Essays (2008); „Über Barbara Frischmuth” (Dossier extra 2007).

ELKE BRÜNS, Studium der Germanistik und Psychologie an der Freien Universität Berlin.
Lehrbeauftragte für Neuere deutsche Literatur und Literaturtheorie an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Publikationen: „außenstehend, ungelenk, kopfüber weiblich: Psychosexuelle Autorpositionen bei Marlen Haushofer, Marieluise Fleißer und Ingeborg Bachmann” (1998); „Nach dem Mauerfall. Eine Literaturgeschichte der Entgrenzung” (2006); „Ökonomien der Arbeit. Soziale Verhältnisse in der Literatur” (Hrsg., 2008).

GERLINDE HAID, geboren 1943 in Bad Aussee. Studium der Musikerziehung, Germanistik, der Volkskunde und Musikwissenschaft in Wien. Seit 1994 ordentliche Professorin der Geschichte und Theorie der Volksmusik an der Hochschule/Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, Leiterin des Instituts für Volksmusikforschung.
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