Grundbücher der österreichischen Literatur ab 1945
Dienstag, 16. März 2010
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 19.30 Uhr:

ELIAS CANETTI: Masse und Macht (Claassen Verlag, Hildesheim 1960)
Kommentierte Lesung: DORON RABINOVICI (Wien)
Vortrag: LÁSZLÓ F. FÖLDÉNY (Budapest)
Moderation: KLAUS KASTBERGER

Ein Kooperationsprojekt der Alten Schmiede, Wien
und des StifterHauses

„Es gibt wenige Bücher des zwanzigsten Jahrhunderts,
die das Wesen von Macht und Masse so tief
erschlossen haben, wie der Band von Elias Canetti,
der genau vor einem halben Jahrhundert erschienen
ist. Die beiden, für das Jahrhundert höchst wichtigen
Begriffe, erforscht der Autor mit Hilfe von unterschiedlichen
Disziplinen: Anthropologie und Ethnologie
spielen dabei eine ebenso wichtige Rolle, wie Soziologie,
Geschichte oder eben Politologie.
Dennoch ist es keine wissenschaftliche Monographie,
wie auch keine systematische Aufarbeitung dieser
beiden Begriffe. Es ist eher ein Essay im klassischen
Sinne; (…)” (László Földényi)
ELIAS CANETTI, geboren 1905 in Rustschuk/Bulgarien.
Ab 1924 Studium der Naturwissenschaften an der
Universität Wien. 1929 Promotion zum Dr. phil. 1938
Emigration über Paris nach London. Lebte abwechselnd
in London und Zürich. Gestorben 1994 in Zürich.
Preise u. a.: Österreichischer Staatspreis für
Literatur 1967, Georg-Büchner-Preis 1972, Nobelpreis
für Literatur 1981. Publikationen u. a.: „Die
Blendung”, Wien 1935; „Masse und Macht”, Hildesheim
1960; „Das Gewissen der Worte”, Essays, Münche
1975; „Die gerette Zunge. Geschichte einer Jugend”,
München 1977; „Die Fackel im Ohr.
Lebensgeschichte 1921-1930”, München 1980.

LÁSZLÓ FÖLDÉNYI, geboren 1952 in Ungarn, lebt in
Budapest. Kunsttheoretiker, Literaturwissenschaftler
und Essayist. Dramaturg an verschiedenen Theatern,
Übersetzer und Mitherausgeber der ungarischen
Kleist Ausgabe. Zuletzt erschienen: „Newtons
Traum: Blakes ‚Newton‘” (dt. Übers. v. Akos Doma,
2005); „Dostojewski liest Hegel in Sibirien und bricht
in Tränen aus” (Übers. v. Hans Skireki 2008); „Schicksallosigkeit:
Ein Imre Kertész Wörterbuch” (dt. Übers.
v. Akos Doma, 2009).
DORON RABINOVICI, Schriftsteller, Essayist und Historiker,
geboren 1961 in Tel Aviv, lebt seit 1964 in
Wien. Mitbegründer des Republikanischen Clubs -
Neues Österreich (1986) und der Demokratischen Offensive
(1999). Publikationen u. a.: „Instanzen der
Ohnmacht. Wien 1938-1945. Der Weg zum Judenrat”,
Frankfurt am Main 2000; „Credo und Credit. Einmischungen”,
Franfurt am Main 2001; „Ohnehin”, Roman,
Frankfurt am Main 2004; „Der ewige Widerstand.
Über einen strittigen Begriff", Wien-Graz-Klagenfurt 2008.
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