Literatursalon um vier
Donnerstag, 2. Dezember 2010
Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 16 Uhr:

„Von der Leidenschaft des Lesens”
Theodor Fontane - ein Leben in Briefen

Lesung: JONATHAN SCHIMMER
Kommentar: ANTON THUSWALDNER
Anschließend Gespräch mit PETRA-MARIA DALLINGER

Prägende Bücher der Kindheit, lebensbegleitende Leseerlebnisse, Texte zum immer wieder Lesen…
Was weckt das leidenschaftliche Verlangen nach Literatur, was macht die Faszination des Lesens aus?
Besondere, auf ihre Weise besonders bedeutende Werke stehen im Mittelpunkt des Interesses / der Veranstaltung: der Text selbst, sein Autor, Entstehungs- und Wirkungsgeschichte und vor allem auch Leserinnen und Leser stellen sich vor.

Theodor Fontane, geboren 1819 in Neuruppin, gestorben 1898 in Berlin, gilt als einer der großen realistischen Autoren des 19. Jahrhunderts. Gelesen und geschätzt werden heute bevorzugt seine Romane, darunter „Frau Jenny Treibel”, „Effi Briest” und „Der Stechlin”, die auch als Schullektüre zum Einsatz kommen. Die Romane sind dem Spätwerk zuzurechnen, geschrieben aber hat Fontane ein Leben lang: Reiseberichte, journalistische Arbeiten, Lyrik und vor allem eine Unmenge sorgfältig verfasster Briefe. Sie dienten ihm als ein Medium, mit seinem jeweiligen Gegenüber in intensive Gespräche über Literatur, Politik und private Kalamitäten zu treten. Probleme machten um das Haus Fontane nie einen weiten Bogen. Die Familie litt oft unter Geldnot, als Familienvater sah sich Theodor, von seiner Ausbildung Apotheker, gezwungen, auch Tätigkeiten anzunehmen, die seiner Überzeugung nicht entsprachen. Lange Jahre lebte er in England als Korrespondent für deutsche Zeitungen. So sehr er in dieser Tätigkeit seine Gesinnung verraten musste, in Briefen verstellte er sich nie.

Anton Thuswaldner, geboren 1956 in Lienz. Studium der Germanistik und Geschichte in Salzburg, Promotion 1982. Arbeitet als Literaturkritiker und Kulturjournalist in Salzburg und schreibt für österreichische und deutsche Medien (Salzburger Nachrichten, Die Furche, Wiener Zeitung, Frankfurter Rundschau, Stuttgarter Zeitung u. a.). Juror für bedeutende Literaturpreise, Herausgeber und Autor mehrerer Bücher, zuletzt erschienen „Kaprun - Steinstunden” (2005) und gemeinsam mit Péter Nádas „Das jüdische Budapest” (2010). Österreichischer Staatspreis für Literaturkritik 1996.

Jonathan Schimmer, geb. 1985 in Ingolstadt, aufgewachsen in Neuburg an der
Donau, Schauspielstudent an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz.
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